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Beauty | 28.10.2016

Beauty is my Business

Schöner Erfolg. Trends, Tiegel, Treatments – die faszinierende Welt der Schönheit ist ihr „everyday life“. Drei Wiener Powerladys im Porträt.

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Katja Wagner leitet die Wiener BEAUTY BAR

Fast könnte man ein bisschen neidisch werden. Alles, was uns schön macht, steht bei ihnen an der Tagesordnung: drei Frauen, die den Mut hatten, ihre Träume zu verwirklichen und den Schritt in die Beautybranche – ein sehr schnelllebiges und trendsensibles Gewerbe – wagten. Und nicht gescheitert, sondern vielmehr zu erfolgreichen Vorbildern geworden sind. Ob es darum geht, mit neuartigem Konzept die ganze Branche umzukrempeln oder die eigene Kreativität unter Kaliforniens Sonne auszuleben – worin sich alle drei einig sind? „Einfach machen!“

KATJA WAGNER

„Man darf sich für nichts zu schade sein. Ich musste kurzerhand über youtube lernen, wie man Fliesen legt!“ Katja Wagner

Erfolg mit Walk-in-Konzept. Ein Paradies in Rosarot, das große Mädchenherzen höherschlagen lässt: Wer kennt sie nicht, die überstylische „Beauty Bar“ beim Schwedenplatz, wo man ganz ohne Termin rundum verschönert wird. Katja Wagner, die bildhübsche und blutjunge Inhaberin (mittlerweile drei Salons, u. a. „nails 2 go“) traute sich als Erste und bisher Einzige in Österreich an das Walk-in-Konzept. „Als ich in New York die vielen Walk-in-Studios sah, wusste ich, dass Wien auch so etwas braucht. Mich hat fasziniert, dass man unkompliziert und günstig Beauty-Leistungen bekommen kann. Zurück in Österreich merkte ich, wie mühsam es im Vergleich ist, einen Termin zur Fußpflege zu bekommen. Da stand dann mein Entschluss fest, dieses Konzept nach Österreich zu bringen.“ Ein Service, das vor allem von modernen Businessladys, zeitlich eingeschränkten Müttern und von allen, die es gern spontan mögen, geschätzt wird. Ihren ersten Salon, ein Nagelstudio, hat die Allrounderin bereits in ihrem letzten Studienjahr (Zahnmedizin) eröffnet und parallel sämtliche Beauty-Ausbildungen absolviert. „Mein Bekanntenkreis hat mir davon abgeraten, den klassischen Weg ‚Studium, dann arbeiten‘ zu verlassen. Aber gerade das hat mich bestärkt, gegen den Strom zu schwimmen und auf mein Bauchgefühl zu hören. Klar, im ersten Moment waghalsig, aber rückblickend der wichtigste Schritt meiner Karriere. Meine Diplomarbeit liegt derweil in der untersten Schublade, aber wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann noch als Zahnärztin durchstarten.“

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Karriere-Tipps von Katja Wagner

1. So einfach, wie es klingt: positiv denken. Wer positiv denkt, geht mit einer ganz anderen Einstellung auch an schwierige oder problematische Aufgaben heran. Und es tut auch der Seele gut, sie mit positiven Gedanken zu füttern.

 

2. Zum perfekten Auftreten zählt, dass man bei einem Termin immer vorbereitet ist – nicht nur, dass das Styling sitzt und man tipptopp gepflegt ist, sondern auch, dass man genau weiß, wer einem gegenüber sitzt, was man bei dem Termin erreichen will und wie man zu diesem Ziel kommt.

 

3. Keine Angst haben. Es gibt nichts, was man mit der richtigen Motivation nicht erreichen kann. Am besten ist es, „Ich kann das nicht“-Gedanken sofort wegzuwischen und einfach einmal anzufangen. Alles Weitere ergibt sich von selbst.

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INGRID WALA

„Kosmetik und Düfte waren immer das, was mich fasziniert hat.“

Haut Couture“ im Herzen Wiens. Wenn der Beruf zugleich Berufung ist:  Seit über 26 Jahren sorgt die Kosmetik-Koryphäe in ihrem Topkapi-Schönheitsinstitut am Kohlmarkt für strahlende Kundengesichter – oft schon in der dritten Generation. „Ein Geschäft zu führen ist ja im Grunde eine einzige schwierige Phase, aber es kommt auch immer auf den Blickwinkel an. Ich bin immer noch mit Freude und Begeisterung dabei“, so Ingrid Wala, die heuer mit dem look! Business Award geehrt wurde. Besonders gespannt beobachtet die Hautspezialistin die Entwicklungen der Kosmetikbranche. „Wir leben in einer Zeit, wo es bereits richtige Hightech-Produkte auf dem Markt gibt. Es ist heutzutage tatsächlich möglich, die Jugendlichkeit der Haut für lange Zeit zu bewahren. Das war nicht immer so.“ Zwischen den Flakons in der Feinparfümerie ihrer Mutter aufgewachsen, war sie schon von Kindesbeinen an sehr schönheitsorientiert. Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte Wala aber erst nach zehn Jahren in der Bankbranche: „Ich habe eine fundierte Ausbildung, schulisch wie auch kaufmännisch, aus meiner Zeit in der Bank. Ohne diese Ausbildung hätte ich eine Firma dieser Größenordnung nicht so weit bringen können. Im kosmetischen Bereich lernt man ohnehin nie aus und steht permanent in der Ausbildung.“

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INGRID WALA
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INGRID WALA

Die Faustregel:

Man muss open-minded sein, auf Leute zugehen können und immer auf der Suche nach Neuem sein. Man muss bereit sein, sich ständig weiterzuentwickeln und auch weiterzubilden. Nur so ist es möglich, die Begeisterung auch an andere weiterzugeben.

 

Rhonda Höbarth

„In Amerika ist es einfacher. Du hast einen Traum, besorgst dir eine Firmenlizenz, zahlst dafür 25 Dollar und legst einfach los.“ 

Comeback der Handarbeit. Erst schrieb sie über Trends, jetzt setzt sie diese: Die Wiener Ex-Lifestyle-Journalistin  wanderte vor sechs Jahren mit Kind und Kegel nach Los Angeles aus, wo sie, ganz in American-Dream-Manier, ihr Label „Scoopy Loops“ gründete. Mit großem Erfolg, denn die hippen, handgemachten It-Bändchen für Haar & Handgelenk sind mittlerweile Marktführer der Haar-Accessoire-Industrie. „Kalifornien ist die Wiege der Kreativität. Ich habe mich von den positiven Vibes einfach mitreißen lassen, und die Idee war geboren“, so Höbarth über ihren Neustart in der Ferne.

Gebatikt, gefärbt und geknüpft werden die farbenfrohen Trendbändchen von „stay-at-home mums“, der Gemeinschaftssinn liegt der Austro-Unternehmerin nämlich besonders am Herzen. „Eine handwerklich-kreative Beschäftigung, die fair bezahlt wird und obendrein das Selbstbewusstsein dieser Mütter stärkt. Auch das macht einen Teil des positiven Spirits von Scoopy Loop aus.“ Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen ist derzeit Rhonda Höbarths größter „struggle“. „Wenn man ein eigenes Label hat, dazu noch zwei kleine Kinder (Sophie, 3, und James, 6), und einen Haushalt führt, fühlt sich manchmal schon eine Stunde Yoga wie ein Kurzurlaub an. Mein Sohn hat heuer mit der Volksschule begonnen, und da muss auch alles zu Hause geübt werden. Ich versuche immer, Arbeitszeit und Familienzeit strikt zu trennen. Manchmal gelingt das super. Manchmal nicht so gut. Aber auch das wird sich einspielen“, so die „Scoopy Loop“-Gründerin, die am liebsten die ganze Welt „verbandeln“ würde.

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Mein Karriere-Mantra:

Wer einen Traum hat, daran glaubt und hart daran arbeitet, der wird belohnt. Früher oder später. Die Amerikaner sagen: „If you have a dream, live it.“ And I do!

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Bilder: Manuela Larissegger

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