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My little ViennaTrend & Event-Blog

My little Vienna | 01.09.2015

20.000 Menschen gingen für die Flüchtlinge auf die Strassen

Zu einem guten Fußballspiel im Ernst Happel Stadion kommen 55.000 Menschen und zahlen noch dafür! Am 3. Oktober haben wir die Chance diese Zahl zu verdoppeln: Da findet der Aufmarsch "Flüchtlinge Willkommen! Großdemonstration für eine menschliche Asylpolitik" statt.

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(© OLIVER KILLIG / EPA / picturedesk.com)

Eine provokante Aussage nach einer so gelungenen Demonstration, die sich gegen unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen stark machen will? Nein, das soll es auf keinen Fall sein. Der Gedanke, der mir bei dieser Zahl jedoch in den Kopf schoss, war: Kommen zu einem Fussballspiel in Wien nicht doppelt so viele Menschen und die zahlen sogar Eintritt? Da müsste es doch noch viel mehr Menschen draußen geben, die sich gerne für dieses Anliegen stark machen möchten? 

Das Thema Flüchtlinge, der Umgang mit den Menschen, die hier hungrig und ängstlich ankommen und Thematik "Was passiert mit ihnen?" schwirrt seit Wochen und Monaten durch unsere Medien und über Titelblätter aller Zeitungen, Magazine und Onlineplattformen. Nach den Vorfällen vergangene Woche im Burgenland wollten nun tausende Menschen selbst zum Sprachrohr werden und auf die Straßen gehen. 20.000 sind da nicht wenig aber wenn man bedenkt wie viele Menschen zum Donauinselfest oder zum Klagenfurter Grand Slam kommen, ist es dann doch nicht ganz so viel. Es muss wohl an den Medien liegen, die die gestrige Demonstration, die unter dem Motto "Mensch sein in Österreich" stand und zwei Stunden lang vom Christian-Broda-Platz, durch die Mahü bis zum Parlament ging, zu wenig kommuniziert haben. Es gibt keinen Freund, keine Freundin, keinen Arbeitskollegen oder Familienmitglied von mir, denen dieses Thema nicht nahe geht und helfen möchten. Jeder von ihnen sollte bei dieser Demo sein. Wir nehmen uns selbst an der Nase und werden berichten, berichten, berichten!

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Am 3. Oktober haben wir die Chance diese Zahl zu verdoppeln: Da findet der Aufmarsch "Flüchtlinge Willkommen! Großdemonstration für eine menschliche Asylpolitik" statt.

Wir fangen gleich an damit ...

... am Samstag den 3. Oktober findet findet der Aufmarsch "Flüchtlinge Willkommen! Großdemonstration für eine menschliche Asylpolitik" statt.

INVIATATION:

Wir laden alle solidarischen und antirassistischen Initiativen und Privatpersonen ein, gemeinsam mit den betroffenen Flüchtlingen am 3. Oktober gegen die rassistische Asylpolitik der Regierung auf die Straße zu gehen. Beteiligt euch und unterstützt die Mobilisierung für die Großdemonstration. Wir heißen alle Flüchtlinge willkommen, egal ob sie von Krieg, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Zerstörung oder aus anderen Gründen zur Flucht gezwungen werden – Fluchtgründe, die nicht zuletzt von den reichen Ländern durch Kolonialisierung und Ausbeutung geschaffen werden.

Helft mit: mithelfen@menschliche-asylpolitik.at oder 0681/1043 0201

Die Politik der österreichischen Bundesregierung steht im krassen Widerspruch zu der ausgesprochen solidarischen Haltung der Bevölkerung. Täglich entstehen neue Initiativen. Menschen fahren nach Traiskirchen und zu anderen Flüchtlingslagern, bieten ihre Hilfe an, übergeben Spenden oder zeigen ganz einfach ihre Solidarität.

Es gibt keine Rechtfertigung für die unmenschliche Behandlung der Flüchtlinge, dahinter steckt staatlicher Rassismus mit politischem Kalkül. Innenministerin Mikl-Leitner könnte selbstverständlich verhindern, dass Kinder am nackten Boden übernachten müssen. Angebote von Gemeinden und privaten Quartiergeber_innen gibt es zur Genüge. Sie wurden ausgeschlagen, weil diese Art der solidarischen Unterbringung von Asylwerber_innen der fremdenfeindlichen Politik die Grundlage entzogen hätte. Es ist nicht wahr, dass Österreich und seine Bevölkerung völlig überfordert wären. In Wahrheit bemüht sich die Regierung sogar sehr, zu verhindern, dass die angebotene Hilfe ihr Ziel erreicht.

Wir wollen mit unserer Demonstration allen Menschen eine Stimme geben, die fordern, dass mit der unmenschlichen Asylpolitik der Bundesregierung Schluss sein muss:

• Für eine menschenwürdige Behandlung und Qualitätsstandards in der Betreuung von Flüchtlingen! Allen Menschen unverzüglich ein anständiges Dach über dem Kopf!
• Nein zur „Festung Europa“ – Die Grenzen öffnen und das Massensterben im Mittelmeer beenden! Bleiberecht für alle Menschen, die hier Schutz suchen!
• Sofortiger Rücktritt der verantwortlichen Innenministerin!

http://menschliche-asylpolitik.at/

Wenn Ihr die Plattform unterstützen wollt, kontaktiert uns! office@menschliche-asylpolitik.at oder unter der Telefonnummer 0681/1043 0201.

Bisher wird die Plattform von folgenden Initiativen und Organisationen unterstützt: http://menschliche-asylpolitik.at/plattform-unterstuetzen/

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