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Life & MindstyleGlücksblog

Life & Mindstyle | 23.08.2016

One hug a day ...

... keeps the doctor away!

Bild pexels-photo-45644.jpg
Kittmittel Umarmung

Virginia Satir - oft als Mutter der Familientherapie bezeichnet - bringt die Wichtigkeit der Umarmung kurz auf den Punkt:

„Wir brauchen 4 Umarmungen pro Tag zum Überleben.8 Umarmungen pro Tag um uns gut zu fühlen und 12 Umarmungen pro Tag zum innerlichen Wachsen.”

Obwohl diese Zahlen nicht wissenschaftlich belegt sind, gibt es dennoch Studien, die zeigen, dass Umarmungen und Körperkontakt eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden spielen.

Körperliche Nähe tut uns gut. Das hat unter anderem neurophysiologische Hintergründe. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Hormon Oxytocin. Vor allem bei Neugeborenen und Kleinkindern hat das Bindungshormon eine sehr wichtige Bedeutung. (Siehe Kasper-Hauser-Versuch.) 

Dieses Bindungshormon ist umgangssprachlich unter dem Namen "Kuschelhormon" bekannt. Es stammt aus der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) und beeinflusst nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern, sondern auch ganz allgemein soziale Interaktionen.

Oxytocin wirkt sich sehr stark auf unser Sozialleben und unser Bindungsverhalten aus und wirkt zudem blutdrucksenkend, angstlösend, baut Stress ab und erhöht die Gedächtnisleistung. Es hat generell positive Wirkung auf das Wohlbefinden - unseres, sowie das der Anderen.


Erinnern Sie sich an das letzte Mal, als Sie von einem vielleicht langen und anstrengenden Arbeitstag nach Hause gekommen sind - oder wenn Sie gute Freunde und Familie treffen - und Sie zu Begrüßung mit offenen Armen empfangen und umarmt wurden. Eine wirklich gute Umarmung, sorgt dafür, dass wir uns geliebt und zugehörig fühlen.

Durch das "Umarmen" wird Endorphin und Serotonin freigesetzt. Das hebt unsere Stimmung und reduziert Stress. Steigt der Serotoninspiegel für längere Zeit, ist dies auch an unserer guten Laune erkennbar.

Natürlich hängt es auch davon ab, wen wir umarmen bzw. wer uns umarmt. Wir alle kennen sie, die „höflichen“ oder manchmal auch einfach nur oberflächlichen Umarmungen, die mehr einem Formalakt gleich kommen und hinter der nur wenige Emotionen stecken. In der Beobachtung sieht das eher steif aus. Man umarmt sich in Vorbeugehaltung, bei der sich Wangen und Schulter berühren.

Wenn wir Umarmungen zulassen, lassen wir automatisch auch zu, dass jemand in unsere Intimzone eindringt.

Es gibt auch die Situationen, die uns so "übermannen" z.B. bei Sportereignissen oder wenn wir das Gefühl haben, das Gegenüber brauch jetzt einfach mal eine Umarmung; bei Trauer Z.B. - sodass wir unsere eigene Sperrzone für nicht nahestehende Personen öffnen. Wir bringen mit dieser Geste Freude, Unterstützung oder auch Anteilnahme zum Ausdruck.

Selbst ein ehrlich gemeintes "denke an dich" oder „fühl dich umarmt“ am Ende einer schriftlichen Nachricht kann ein gutes Gefühl geben und die Verbindung zu dieser Person forcieren. Übrigens: Wer ein Haustier hat, weiß vielleicht schon, dass das Knuddeln mit Hund, Katz und Co mindestens genauso wertvoll sein kann, wie mit einem bedeutenden Menschen.

Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass Umarmungen ...

•   uns glücklich machen
•   zwischenmenschliche Beziehungen stärken
•   ein soziales Kittmittel ist
•   das Immunsystem stärken
•   Stress reduziert
•   Herzerkrankungen vorbeugen
•   uns Sicherheit geben und für Wohlbefinden sorgen
•   unsere Laune hebt
•   unser Selbstbewusstsein und den Selbstwert stärken
•   sogar Pfunde purzeln lassen (durch den Wohlfühlfaktor, Glücksgefühle etc...)
•   den Effekt einer Verjüngungskur hat

UND - sie kosten nichts (außer vielleicht mal etwas Überwindung)

Also, wenn das mal keine guten Gründe sind, Menschen öfter als sonst mal zu drücken… LET´s HUG!

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Einheit (c) pixabay
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