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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 21.07.2016

No Should-ing in Transit

Oder: Reisen mit dem "Inneren Kind", Teil 1.

Dienstag Abend. Flughafen Wien. Kurz vor halb elf. Die Boarding Area bei Gate 25 füllt sich. Ich spüre ein Kribbeln in den Zehen, mein Inneres Kind hüpft vor Freude. Vier Wochen Abenteuer liegen vor ihm. Dies ist meine erste größere Reise außerhalb Europas seit meinem Südamerika Abenteuer vor vier Jahren. Und meine erste nach Asien! Vier Wochen “Me Time“ liegen vor mir. Einfach Zeit für mich. Aaaahhh!

Mittwoch zeitig in der Früh. Flughafen Dubai. Zwischenstopp. Nach einer sehr kurzen Nacht und einer weiteren Flugverspätung genieße ich eine Soy Latte und das Gefühl 'dazwischen', wenn man am alten Ort nicht mehr und am neuen noch nicht angekommen ist. Mein Körper hat ein paar entspannende und regenerierende Yogaübungen bekommen: Leichte Rückbeugen und Drehungen, um das lange Sitzen auszugleichen, die eine oder andere stehende Übung und ein paar für die Balance, um gut in meinen Körper zu kommen und nicht auszuspacen, was auf Flughäfen und im Transit leicht passieren kann. Zum Entspannen noch eine Reise durch meinen Körper, wo ich im Geiste erst meine Zehen, dann meine Füße, Unterschenkel, Knie usw. bewusst spüre, vielleicht kurz bewege oder Muskeln anspanne und dann entspanne. Aaahhhh. Gleich viel besser.

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© Julia Schweiger I www.yogaju.at

An einigen Flughäfen gibt es mittlerweile übrigens eigene Yogaräume (z.B. Dallas, San Francisco), wo gratis Yogastunden besucht werden können oder man einfach für sich praktizieren kann. Auch Fitnesscenter inkl. Dampfbad, Jacuzzi oder Pool stehen mancherorts gegen einen Stundensatz zur Verfügung. Bei längeren Layovers oder Verspätungen kann es sich auszahlen, da mal nachzurecherchieren oder vor Ort zu fragen.

 

Meine heutige Yoga-Abfolge: Ein paar langsame und achtsame Sonnengrüße mit beliebigen Variationen z.B. High Lunge mit Drehung, Side Plank, Flip the Dog, Chair Pose, eine Balance Sequenz...und progressive Muskelentspannung wieder zurück auf meinem Platz auf der Sitzbank.

Dauer ca. 20 Minuten. Matte oder Unterlage nicht unbedingt notwendig. Einfach ein etwas ruhigeres Plätzchen suchen. Fokus auf dich und deinen Atem....

Danach ist der Energiefluss angeregt und ausgeglichen. Du fühlst dich erfrischt und entspannt.

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© Julia Schweiger I www.yogaju.at

„Du solltest Fotos oder genauere Beschreibungen dieser Sequenz posten!“ meldet sich eine vernünftige Stimme in mir. „So wissen viele Menschen ja gar nicht, was du meinst mit 'Flip the Dog'...etc. und haben nix davon.“ - „Ja, das wäre vielleicht sinnvoll,“ meint das Innere Kind dazu. „Aber ich möchte jetzt viel lieber spielen!“ Und ich erinnere mich an die Worte, die eine weise Freundin auf meiner Durchreise in Panama mal zu mir gesagt hat: Stop should-ing yourself, Julia! Quasi, hör auf, dich mit dem Sollen zu quälen! Wenn sie wüsste, wie oft ich seither an diese ihre Worte gedacht habe.... Sie hat bestimmt oft Schluckauf, die Liebe.

Also lasse ich das mit den Fotos oder genaueren Beschreibung jetzt einfach.

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© Julia Schweiger I www.yogaju.at

Heute ist schon Donnerstag. Mein erster Tag in Bangkok war genial. Chinatown mit seiner Flut an Impressionen.... Der Fluss.....die Bootsfahrt....der Night Market.....die Essensstände an jeder Ecke und dazwischen.....die Thai Massage (yam!)....das scharfe Curry, das kühle thailändische Bier....der verrückte Verkehr, wo jedes Überqueren einer Straße zur Herausforderung wird: Schaffe ich es? Schaffe ich es nicht? Irgendwann, ganz plötzlich und unerwartet könnte es sich dann ausgehen – jetzt bloß nicht zögern! Und: geschafft!! Yeah!

Alles ist in Bewegung aber doch irgendwie entspannt! Und so fühle ich mich auch – in Bewegung aber entspannt. In diesem Sinne, schöne Tage, egal, wo du diese Zeilen gerade liest!!!

And remember: Stop should-ing yourself! Auch im Urlaub! ;-)

 

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