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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 19.01.2017

Mit welchem Tempo ins neue Jahr, bitte?

Oder: Was ich am Freitag dem 13. gelernt habe.

Freitag. Der 13. Und ich habe ihn quasi verschlafen. Hm, vielleicht eh gut. Aber....habe ich nicht vielleicht etwas versäumt...?

 

Nach einem aktiven Vormittag mit 16 Kindergarten Kids, vielen Yogatieren, -spielen und -geschichten bin ich heute Mittag nach Hause gekommen und - das Sofa hat mich wie magnetisch angezogen. Na gut, ein bisschen die Füße hoch legen und in die Kuscheldecke einkuscheln.... Drei Stunden später bin ich selig wieder aufgewacht. Köstlich ausgeruht. Und ohne jegliche Lust mich auch nur irgendwie an die administrativen To-dos zu machen, die ich mir für heute Nachmittag vorgenommen hatte. Aber zuerst hatte ich ja sowieso Hunger. Also habe ich mir einen bunten Berg Gemüse zusammengeschnipselt und ins Backrohr geschoben. Dazu Ziegenkäse und Süßkartoffeln. Herrlich. Ja, und dann? Dann war an Arbeit sowieso nicht mehr zu denken....zu weit fortgeschritten war der Freitag bereits..... Aber bin ich raus gegangen? In die Stadt gefahren? Habe ich Freunde getroffen? War ich bei der Eröffnung des neuen Yogastudios, wo ich vorbei schauen wollte? Oder beim Get-together mit ein paar KollegInnen? No, no, no, no und no. Ich habe mich wieder in die Kuscheldecke gewickelt und habe gelesen....geträumt....ein paar Ideen und Gedanken aufgeschrieben....gedöst.....die Woche Revue passieren lassen....über die schönen und lustigen Momente geschmunzelt....habe Musik gehört, die mir ein lieber Freund heute spontan geschickt hat....3 Telefonate geführt..... und dann war ich auch schon bereit von der Couch ins Bett zu wechseln - und zu schlafen.

 

Bild Yoga in Rishikesh-0201.jpg
© Wari Om Photography

Vielleicht werde ich krank? Vielleicht war die erste Woche nach den Weihnachtsferien besonders anstrengend und mein Körper wollte sich einfach nur ausruhen? Vielleicht ist mein System heute herunter gefahren, weil es morgen wieder fit sein soll für einen Workshop? Vielleicht.....braucht es auch keine Erklärung? Dass sich das 'Nichtstun' so gut angefühlt hat, sagt mir, dass es für mich heute genau das Richtige war. Und ich lerne immer mehr, diesem Gefühl zu vertrauen. Fällt mir das leicht? Nein. Denn mein Verstand hat bestimmte Vorstellungen von dem was geht und was nicht. Er verfügt über Erfahrungswerte, was ich schaffen kann und was nicht, was die Folgen von Handeln oder Nicht-handeln sind oder sein können. Und er hat vor allem einen Plan. Wenn die Erwartungen, die diesem Plan zur Umsetzung verhelfen sollen, nicht erfüllt werden, wird er nervös. Und hat Angst davor, dass all die Vorarbeit umsonst war, wenn ich jetzt auslasse....

 

Jetzt kann ich dieser Angst natürlich neue Erfahrungswerte entgegen setzen. Diese können aber erst entstehen, wenn ich aus der Komfortzone des gewohnten Tuns herausgehe und meinem Gefühl bewusst folge.

 

Dabei vertraue ich darauf, dass alles, was in meinem Tempo geht und geschieht, das Richtige für mich ist. Dieser Satz begleitet mich ins Neue Jahr. Und er fühlt sich verdammt gut an.

 

Pssst! Falls du dein Tempo für das neue Jahr noch nicht ganz gefunden hast, lass dich inspirieren: 2017 - Ready? Set. Flow!

 

 

Mehr über Julia Schweiger und YOGAJU!

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