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Uschi Fellnerlook into my life

Uschi Fellner | 30.12.2015

Happy New Year!

Das neue Jahr beginnt für mich mit einer gewissen Unruhe. Basierend auf einem lieben Geschenk ...

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Unsere neue Jänner-Ausgabe ist da!

Zu Weihnachten bekam ich „Das große Buch der Körpersignale“ geschenkt. „Harmlos oder gefährlich? So verstehen Sie die Zeichen Ihres Körpers“, steht auf dem Cover. Noch in der Weihnachtsnacht begann ich, darin zu blättern, man will ja wissen, wie dramatisch es um einen steht.  

Durch Zufall schlug ich „Z“ wie Zunge auf. „Eine glatte, leicht gerötete Zunge kann ein Warnzeichen für perniziöse Anämie, auch bekannt als Morbus Biermer, sein“, las ich. Diese Störung könne im Ernstfall zu einem Zusammenbruch des Immunsystems führen. Ich streckte mir im Spiegel die Zunge entgegen. Sie war glatt und leicht gerötet. Außerdem zuckte sie ein wenig. Ich schaute sofort unter „Zungenzucken“ nach: „Eine langsam fortschreitende Bewegungsstörung, die auf multiple Sklerose hindeuten kann ...“

Irgendwie fühlten sich meine Füße kalt an. Also schlug ich unter „Kalte Füße“ nach. Gewiss würde mir das Buch ein wärmendes Tee­rezept empfehlen. „Kalte Füße können auf das sogenannte Raynaud-Syndrom hindeuten, das bei Frauen leider oft mit dem Fibromyalgie­syndrom einhergeht, welches im schlimmsten Fall zu Amputationen der betroffenen Gliedmaßen führt ...“
Irrte ich mich oder wurde mir ein wenig heiß? Mit flatternden Händen blätterte ich zum Kapitel „Hitzegefühle“. „Plötzlich auf­tretende Hitzegefühle können lebensbedrohlich sein für Menschen, die ansonsten nur schwer schwitzen ...“ Ich schwitze praktisch gar nicht. Setzt mich in eine Sauna bei hundert Grad und mir platzt eher die ­Birne vor Hitze, als dass ich schwitze.
Klappte das Buch zu. Draußen wurde es langsam hell. Der beste Ehemann von allen grunzte wohlig im Schlaf. „Schlafgeräusche: Ein erster Hinweis darauf, dass die Atemwege kollabieren können. Es kann zu Atemstillständen kommen ...“ Ich rüttelte Schatzi wach. Womöglich die letzte Gelegenheit, ihn in die Arme zu schließen.

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Happy New Year, Ladies!

Mein Mann hat es nicht besonders geschätzt, am ersten Weihnachtsfeiertag mit einem hysterischen „Lebst du eh noch?!“ von mir geweckt zu werden. Dabei will ich doch auch nur meine Ruhe. Gähn! Ein reiner Akt der Selbstquälung, dass ich – nur ganz kurz – unter „Gähnen“ nachschlug: „Kann auf das Lou-Gehrig-Syndrom hindeuten, eine neurologische Störung, die durch Schock ausgelöst wird ...“
Welcher Schock? Vom Grübeln bekam ich Schluckauf. „Schluckauf: Heftiger Schluckauf kann einen Schlaganfall ankündigen ...“
Unter „Schlaganfall“ steht übrigens, man spüre davor häufig nicht das Geringste. Keine Schmerzen. Rein gar nichts.
Während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir eiskalt auf, dass ich im Moment nicht die geringsten Schmerzen habe. Mein Gott! Liebe Leserinnen: Ich spüre überhaupt nichts! Null! Vielleicht ist das das Ende.

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neu. Uschi Fellners neues Buch „Chanel hat Tiffany heute ins Ohr gebissen“, echomedia buchverlag; www.amazon.de
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