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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 15.10.2016

Von geschmeidigen Sprungschenkeln und Berg Feeling.

Oder: Herbstbeginn mit Knoblauch.

Aaaahhhhh!! Herbst Herbst Herbst! Nach Wochen des Zauderns und der Schwerkraft folgenden Mundwinkel ob des plötzlichen Sonne- und Wärmeentzugs ist heute plötzlich alles anders. Nicht das Wetter. Das ist genauso nass, kalt und trüb wie gestern und vorige Woche.... Aber in mir hat etwas klick gemacht. Es heißt ja, dass die Seele bei langen Reisen immer ein bisserl braucht, bis sie nachkommt. Mit dem Herbst scheint es bei mir diesmal ähnlich zu sein.

 

Also jetzt. Angekommen. Ich habe das Gefühl, die Knoblauch-Orgie gestern Mittag hat dazu beigetragen. Ich hatte auf einmal so eine Lust darauf, dass beim Kochen die Hälfte der Zehen schon im rohen Zustand Eingang in mein System bekommen hat. Und das hat diesem offensichtlich gut getan! Bei all den positiven Eigenschaften, die dem Knoblauch zugeschrieben werden (z.B. das Immunsystem stärkend, entzündungshemmend, antibakteriell etc.) hat seine Schärfe und Kraft wohl auch mein Gemüt positiv beeinflusst – und mir in den Herbst rüber geholfen? Ein weiteres „Herlferlein“ war aber bestimmt auch die Vorfreude. Zum einen die auf die Berge. Nächste Woche geht es los. Zuerst zum Yogaherbst Gastein – Quelle der Inspiration, wo ich wieder aktiv mitwirken darf. Und danach gleich ins traumhafte Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe zum Familienyoga.

 

Yoga, Entspannung, Natur, Inspiration in Form von Gesang, Vorträgen zum Thema gesunde Ernährung, Tanz, philosophische Cafés, das eine oder andere Spa Treatment, eine große Portion Herzlichkeit und Gastfreundschaft.... und natürlich die Berge, die ich gerade zu dieser Jahreszeit, wo es wieder mehr nach Innen geht, als besonders wertvoll empfinde. Sie vermitteln mir Geborgenheit, Schutz und Kraft. Und helfen so beim natürlichen Prozess des Loslassens. So wie die Bäume jetzt nach und nach ihre Blätter fallen lassen, dürfen sich auch alte oder verbrauchte Gedankenmuster, Beziehungen, Routinen, Gewohnheiten langsam lösen und im Idealfall auf-lösen. All das tut Körper, Geist und Seele einfach gut!

Bild Yogaherbst Gastein.jpg
© Yogatage Gastein - Yogaherbst Gastein - Quelle der Inspiration

Aber davor noch eine Wohltat auf der Herzens- und Genussebene. Die Vorfreude auf ein ganz wichtiges privates Event ist besonders groß: meine kleine Schwester heiratet!!! Heute. Und im Haus meiner Eltern, wo die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, summt und surrt es wie in einem Bienenstock. Wer schon einmal bei einer burgenländischen Hochzeit dabei war, hat vielleicht eine Idee von den Un-men-gen an Hochzeitskeksen, die schon im Vorfeld, dann bei der Hochzeit und auch danach verteilt, ausgetragen und natürlich auch genossen werden! Das versüßt jede Jahreszeit. Und einen trüben, kalten Herbst ganz besonders!

 

Heute morgen war trotz aller Geschäftigkeit noch Zeit für etwas Yoga und einen entspannenden Lauf in der Natur. Erholt, erfrischt und wach kann es jetzt in den feierlichen Tag – inkl. Genuss auf allen Ebenen – gehen!

 

Das nehme ich auch gleich als Motto mit für diesen Herbst: Mir Zeit nehmen für's Innehalten und Krafttanken. Immer wieder. Und zwar rechtzeitig. Damit ich das Wesentliche dann umso mehr genießen kann!

 

Als wirkungsvolles Bild und Reminder dazu kommt mir gerade die Geschichte vom Frosch in den Sinn, der gekocht wird: Wenn man den Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser wirft, springt er sofort wieder raus. Wenn man den Frosch aber in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und dieses langsam zum Kochen bringt (- so wie der Stress manchmal ganz unbemerkt immer mehr wird...), merkt er erst, was los ist, wenn es zu spät ist. Falls überhaupt.

 

In diesem Sinne, auf kräftige Sprungschenkel und geschmeidige Sprünge – in die wohltuende Gemütlichkeit des Herbstes!

 

 

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