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Uschi Fellnerlook into my life

Uschi Fellner | 09.05.2016

Kennt ihr schon Helmi?

Wenn ja, mein Beileid!

Bild Uschi Fellner_Jürgen Hammerschmid.jpg
© Jürgen Hammerschmid

Ich weiß schon, kein Mensch ist schlecht, nur weil er einen Fahrradhelm trägt. Wenn ich in der Stadt einen auf mich zukommen sehe, ist bei mir trotzdem Alarmstufe ROT!

Mit keinem Typus Mensch bin ich öfter aneinandergeraten als mit fahrradbehelmten Menschen. Meistens Männer. Mittleres Alter. Sportlich. Wahrscheinlich auch Läufer. Die Sorte, die sich verbissen bei drei Grad und Regen die Bergstraße hochquält. Wenn dieser Typus mir auf einem Fahrrad entgegenkommt (knallbunte Windjacke, Trinkflasche!), hechte ich zur Seite. Bleibe mit dem Rücken zur Hauswand oder zum Gebüsch mit angehaltenem Atem stehen, bis der Irrsinn mit Helm vorbeigerast ist. Der mittelalterliche, männliche Helmi benutzt seinen Helm nämlich weniger zum Schutz, sondern vielmehr aus -Signal-Gründen: „Aus dem Weg! Jetzt komme ich!“ Wehe, man vertrödelt sich da in seinem Umfeld. Helmi verachtet nicht nur Menschen in Autos, unter seiner Würde sind vor allem Fußgänger, die sich einem Fahrradweg nähern: „Kannst net ausweichen, du … (aus Rücksicht auf unsere minderjährigen Leserinnen gehen wir nicht näher darauf ein). Da Helmis viril und zielstrebig sind, wollen sie keine Sekunde Lebenszeit durch Bremsenmüssen verschenken. Die Helmis in Wien haben Glück, dass ich kein Hund bin, Helmis Wadl wirkt zwar zäh wie ein altes Hühnerbein, aber zur Not …

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