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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 29.09.2015

Laufen & Lebendigkeit

- und was das mit dem Sinn des Lebens zu tun hat.

Kürzlich habe ich ein Zitat gelesen, das mich zum Nachdenken gebracht hat: „In Wahrheit suchen wir nicht nach dem Sinn des Lebens, sondern nach unserer Lebendigkeit. Sobald wir diese gefunden haben, ergibt sich der Sinn von selbst.“ Meint Anodea Judith, eine meiner meist geschätzten ExpertInnen auf dem Gebiet der menschlichen Energiezentren.

 

Die Wahrheit dahinter habe ich diese Woche besonders schön gespürt. Ich habe meine Laufschuhe wieder zum regelmäßigerem Gebrauch hervor geholt. Und nicht nur hervor geholt. Ich habe sie auch mehrmals ausgeführt. Über die nassen, zum Teil leicht vereisten Wege durch den Schönbrunner Schlosspark.

Das Gefühl von Lebendigkeit stellt sich für mich nicht nur beim Laufen selbst schnell ein, sondern wirkt auch noch nach und in verschiedene Bereich hinein: Mein Gehirn arbeitet schneller. Die Frustrationsgrenze wird höher. Ich sehe das Schöne um mich herum viel klarer.

 

Damit das nicht nur kurze Momentaufnahmen bleiben, ist Regelmäßigkeit erforderlich.

 

Regelmäßigkeit also. Wie kriege ich es bloß hin, regelmäßiges Laufen in der Natur ab jetzt wieder in meinen Alltag zu integrieren? Was streiche, kürze oder stelle ich dafür hintan? Schlaf am morgen? Niemals! Na okay, ein bisschen. Die Zeit im Internet? Da sehe ich definitiv Kürzungspotenzial. Oder kann es sein, dass ich durch das Laufen so lebendig und aktiviert bin, dass danach Dinge, für die ich sonst Ewigkeiten brauche, plötzlich schneller gehen?

 

Wie auch immer. Ein Ziel kann hier nicht schaden, habe ich mir gedacht und dieses im heurigen Österreichischen Frauenlauf am 31. Mai für mich gefunden. Bis dahin möchte ich eine bestimmte Strecke unter einer bestimmten Zeit schaffen. Verbindlichkeit und Accountability bieten die vorbereitenden Lauftreffs. Und ich merke, wie schon allein die Intention meine Energie in Bahnen lenkt, die zu diesem Ziel führen!

 

Egal ob ich dieses nun erreiche oder nicht, wenn ich wirklich dran bleibe, steigt nicht nur das Gefühl von Lebendigkeit und mein körperlicher Fitensslevel. Ich lerne mich beim Lauftraining durch Achtsamkeit auch ein gutes Stück weit besser kennen: Was braucht mein Körper wann? Wann fühlt er sich am kraftvollsten? Wann am schwächsten? Warum? Welche Gedanken blockieren mich? Welche spornen mich an? Wie fühle ich mich vor, während und nach dem Laufen? Etc. Und damit wird auch Laufen zu Yoga.

 

A propos Yoga. Das regelmäßige Üben von Yogahaltungen (Asanas) gibt mir eine wertvolle Basis für's Laufen. Es schult die Körperwahrnehmung, erhöht meine Körperspannung, stärkt die Muskulatur, vor allem auch die für's Laufen so wichtige Rumpfmuskulatur, hilft die Hüften zu öffnen, die Muskeln zu dehnen und den Körper insgesamt zu regenerieren.

 

In diesem Sinne, frohes Yogieren – auf der Matte, in den Laufschuhen oder am besten in Kombination!

 

Namasté!

 

Julia Schweiger & YOGAJU

 

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