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Events | 07.07.2017

Bach meets Dance

Top. Wer sie schon gesehen hat, schwärmt in höchsten Tönen. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich den Auftritt von „Flying Bach“ beim look!- Event Fashion@Opera am 9. Juli auf keinen Fall entgehen lassen.

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Genial. Die Flying Steps tanzen zu J. S. Bachs „Wohltemperiertem Klavier“. © Red Bull Content Pool / Jakub Kovalik

Die erste abendfüllende und mit Standing Ovations bejubelte Show der „Red Bull Flying Bach“ ging 2010 in der Berliner Nationalgalerie über die Bühne. Die Idee zu diesem 70-Minuten-Stück, in dem Breakdance zu klassischer Musik getanzt wird, kam „Flying Steps“-Gründer Vartan Bassil, 41, nach dem Besuch eines Konzerts. „Früher hat mich meine Schwiegermutter oft zu Klassikkonzerten mitgenommen. Bloß habe ich mich da furchtbar gelangweilt, weil man meistens nur Musik hörte, ohne dass auf der Bühne etwas passierte. Aber irgendwann kam mir die Idee, dass man zu Klassik auch Breakdance tanzen könnte. Ich fand die Vorstellung toll, dass an die Stelle einer Balletttänzerin, die ihre Pirouetten auf den Zehenspitzen dreht, ein Breaktänzer treten könnte, der beim Headspin auf seinem Kopf rotiert“, erklärt der Choreograf und küstlerische Leiter der Show, dessen Idee viele am Anfang nur für verrückt hielten. Dass die Wahl der Musik auf das „Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach fiel, entstand schließlich aus der Zusammenarbeit mit Opernregisseur Christoph Hagel (bekannt dafür, klassische Musik an ungewöhnlichen Orten zu präsentieren, wie u. a. „Don Giovanni“ im Berliner E-Werk), der gemeinsam mit Bassil die künstlerische Leitung innehat.

 

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Ein atemberaubende Show! © Red Bull Content Pool / Carlo Cruz

Neue Wege. Bei „Red Bull Flying Bach“ wollten die „Flying Steps“ sich nicht, wie sonst üblich, allein von den Klängen und Rhythmen der Musik inspirieren lassen. Sondern sie machten es sich gemeinsam mit Hagel zur Aufgabe, Bachs Musik zu visualisieren: Note für Note, Ton für Ton, Fuge für Fuge. Und ihnen war auch klar, dass sie ihrem Publikum eine Geschichte erzählen wollten, die eng mit ihrem eigenen Selbstverständnis und der Battle-Kultur des Breakdance verbunden sein sollte. Mit ihrer einzigartigen und innovativen Übersetzung von Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ wurden auf der Bühne die Grenzen zwischen Hoch- und Jugendkultur gesprengt. Mit Klavier, Cembalo und elektronisch verfremdeten Beats. Mit Headspins, Powermoves und Freezes. Mit Visuals. Und mit eigener Geschichte. Mittlerweile gastieren sie rund um den Erdball. In ausverkauften Häusern.

 

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Multikulti. Tanzen begeistert, verblüfft, beflügelt - wirkt verbindend. © Red Bull Content Pool / Jakub Kovalik

Die Story. Verschiedene Welten begegnen einander: sechs Tänzer und ein Lehrer. Die Gruppe trainiert im Probenraum für ihren großen Auftritt. Präludien und Fugen von Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ bestimmen das Geschehen. Streit, Kampf, Enttäuschung und Freude – die wechselnden Stimmungen der Musik spiegeln sich in den Gesten der Tänzer wider. Als eine mysteriöse Frau den Trainingsraum betritt, erreichen die Auseinandersetzungen ihren Höhepunkt: Breakdance trifft auf Contemporary Dance, Mann auf Frau, Begehren auf Ablehnung, Arroganz auf Neugier. Die klassischen Klänge vonJohann Sebastian Bach vermischen sich mit elektronischer Musik von Vivan und Ketan Bhatti. Gehen die Tänzer einen Schritt aufeinander zu? Sind die Welten vereinbar? Das große Finale steht vor der Tür …

Zielstrebig. Der gebürtige Libanese Bassil, der erst im Alter von sieben Jahren nach Deutschland kam, erinnert sich in einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“ an seine erste Zeit in einem Flüchtlingsheim und die Reaktion seiner Eltern, als er ihnen sein Berufsziel mitteilte. „Sie wollten, dass ich eine kaufmännische Lehre mache. Sie haben gesagt: ,Wir sind doch nicht vor dem Krieg geflüchtet, damit du hier Breakdancer wirst.‘“

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Bach meets Dance! © Ya-Chun By NYP Photography

Alle hielten die idee, klassische Musik mit Ballett und breakdance zu komb inieren, für verrückt.“ Vartan Bassil

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