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Events | 04.12.2015

Die Österreichische Krebshilfe feiert 105 jähriges Bestehen

In den letzten Jahren konnten in der Krebsdiagnose und Krebsbekämpfung zwar große Erfolge verzeichnet werden, doch aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung gibt es auch mehr Neuerkrankungen.

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Pressekonferenz im Café Landsmann am 4. Dezember - v.l.n.r. Doris Kiefhaber, Uschi Pöttler-Fellner, Sabine Oberhauser, Paul Sevelda, Martina Löwe

 Pro Jahr werden 35.000 Erstdiagnosen gestellt, und die Hälfte davon enden tödlich.
„Seit 1910 hat sich an den grundsätzlichen Aufgaben der Krebshilfe nichts geändert“, erklärt der Präsident der Österreichischen Krebshilfe Univ.Prof. Dr. Paul Sevelda.

Im Wesentlichen hat die Österreichische Krebshilfe drei Standbeine: Information der Bevölkerung, Betreuung von PatientInnen und Forschungsförderung.

Mittels Schwerpunktkampagnen konnte das Vorsorgebewusstsein von Herrn und Frau Österreicher in den letzten Jahren entscheidend verbessert werden. Bei Brustkrebs etwa ist die Mortalität in den letzten 20 Jahren um 30% zurückgegangen. Auch die Aufnahme der HPV-Impfung in das Kinderimpfprogramm war ein Meilenstein in der Arbeit der Krebshilfe. Humane Papilloma-Viren sind weit verbreitete Viren, mit denen sich sowohl Männer als auch Frauen infizieren können. Mehr als zwei Drittel der Menschen - Männer, Frauen und auch Kinder - infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV, ohne dass sie es wissen oder bemerken. Die Infektion mit HPV verursacht zunächst keine klinischen Symptome und heilt meist von selbst ab. Bei manchen Frauen kann es jedoch zu einer chronischen Infektion mit HP-Viren kommen, was im Laufe der Zeit zu Zellveränderungen und in der Folge zu Krebsvorstufen führen kann.

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Dr. Sabine Oberhauser mit Prof. Paul Sevelda

Ministerin Dr.in Sabine Oberhauser nimmt in Anlehnung an den Weltkrebstag im Februar die Gelegenheit zum Anlass, den 4.Dezember als den „Österreichischen Tag der Krebshilfe“ auszurufen. Auch für sie sind Prävention und Früherkennung wichtige Aufgabenstellungen: „Um die Zahl der Krebserkrankungen zu senken, ist eine frühzeitige Diagnose und die Koordination sämtlicher Behandlungsmaßnahmen von zentraler Bedeutung.“ Eine Herzensangelegenheit sei ihr der Nichtraucherschutz. Man müsse bereits bei Kindern und Jugendlichen ansetzen. Der Begriff YOLO ist momentan ziemlich in bei der Jugend. Yolo bedeutet „you only live once“ - du lebst nur einmal. Das Bundesministerium für Gesundheit hat diesen Begriff für eine Kampagne für 10 bis 14jährige hergenommen: Yolo. Leb dein Leben und zwar ohne Rauch. Ziel ist es, auf die Schäden des Rauchens aufmerksam zu machen.

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Gesundheitsministerin Dr.in Sabine Oberhauser

Betreuung von PatientInnen

Die Hilfe und Betreuung von KrebspatientInnen und deren Angehörige erfolgt mittlerweile in rund 50 Krebshilfe Beratungsstellen in ganz Österreich. Manchmal muss man den Menschen auch finanziell unter die Arme greifen: „Der Bedarf ist steigend, denn immer mehr Patienten und Patientinnen geraten durch ihre Krebserkrankung unverschuldet in finanzielle Not“, so Sevelda. Das hätte auch mit dem Thema Teilzeitkrankenstand zu tun. Die Rückkehr in den Arbeitsprozess ist derzeit auf freiwilliger Ebene geregelt: „Wir führen hier eine starke Finanzierungsdiskussion mit den Arbeitnehmern, weil sie in einigen Fällen auch zusätzliche Arbeitskräfte einstellen müssen“, erklärt Oberhauser.

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Forschungsförderung

Die Krebshilfe unterstützt kontinuierlich eine Vielzahl von Wissenschaftern und deren Projekte. Aber Forschung sei teuer, so Sevelda. Finanziert werden die Leistungen der Krebshilfe ausschließlich von Spenden aus der Bevölkerung und von Unternehmen. „Wir werden nicht das Mittel finden, das Krebs heilt, aber wir können immer mehr Arten früher erkennen und besser behandeln“, erklärt der Krebshilfe Präsident. Man könne sich aber vor vielen Krebsarten schützen, nämlich durch ausreichende Bewegung, eine gesunde Ernährung und der damit verbundenen Reduktion des Übergewichts und dem Verzicht auf das Rauchen.

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