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Events | 08.02.2016

Ein Film, der produktiven Zorn weckt

Sarah Gavrons Film über die Frauenbewegung, die den Britinnen das Wahlrecht erkämpft hat, ist eine hochspannende Geschichtsstunde – mit Carey Mulligan, Helena Bonham Carter und der großen Meryl Streep. Wir verlosen Karten!

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© Suffragette - Taten statt Worte

Brennende Briefkästen, eingeworfene Schaufensterscheiben: Zu lange hatten die Britinnen lieb und nett um politische Mitsprache gebeten. Es reichte. Endgültig. „Taten statt Worte“ forderte Emmeline Pankhurst, Anführerin der Suffragetten-Bewegung: Nachdem 1910 eine Gesetzesinitiative für die Erweiterung von Frauenrechten gescheitert war, tauchten überall in London Damen auf, die in ihren Handtaschen Wurfgeschosse mit sich führten, es gab Bombenanschläge, große Landsitze wurden angezündet. Die Polizei war überfordert vom Gewaltausbruch des schwachen Geschlechts, die Männer fassungslos.

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© Suffragette - Taten statt Worte

Es war eine wilde Zeit, die hier von Regisseurin Sarah Gavron in Szene gesetzt wird: Suffragette – Taten statt Worte, nach dem Drehbuch von Shame-Autorin Abi Morgan, handelt von der Wäscherin Maud (Carey Mulligan). Sie muss schon als Kind in einer der berüchtigten Londoner Großwäschereien schuften, unter einem Chef, der sich an den kleinen Mädchen vergreift. Die schweren Bottiche, die chemischen Laugen, die brutalen Arbeitszeiten setzen den Frauen heftig zu: Das Leben einer Wäscherin zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist kurz. Maud ist mit ihrem Kollegen Sonny (Ben Wishaw) verheiratet, die beiden haben einen kleinen Sohn. Oft sieht sie ihn nicht, Rechte für Arbeiterinnen sind inexistent, denn wer sollte die denn durchsetzen? Ohne Vertreterinnen in der Politik können Frauen nur auf die Güte der Chefs hoffen. 

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© Suffragette - Taten statt Worte

Doch eine neue Kollegin bringt Maud auf rebellische Gedanken: Wenn Frauen wählen könnten, dürfte nicht mehr über ihre Köpfe hinweg entschieden werden! Gegen den Willen ihres Mannes schließt sich Maud zuerst aus Neugierde der Suffragetten-Bewegung an, mit Protagonistinnen wie der selbstbewussten Apothekerin Edith Ellyn (Helena Bonham Carter) – und sie begegnet sogar der großen Emmeline Pankhurst (Meryl Streep). Es dauert nicht lange, bis sie zum ersten Mal verhaftet wird, vom väterlichen Inspektor Arthur Steed (Brendan Gleeson), der sie zur Vernunft bringen will. Doch Maud ist endlich, endlich aufgewacht: „Wir sind die halbe Menschheit. Ihr könnt uns nicht alle stoppen!“ Bis heute ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Frauen angehört werden. Selbst im modernen Österreich soll es Bundesländer geben, die keine einzige Frau in der Landesregierung haben. Suffragette – Taten statt Worte ist ein Film, der produktiven Zorn weckt.

 

Letzte Woche startete mit Suffragette - Taten statt Worte einer der heiß ersehnten Blockbuster 2016 also auch endlich auch in den österreichischen und deutschen Kinos. Und zu diesem Anlass verlosen wir 3x2 Karten, einlösbar in allen österreichischen Kinos. Hier könnt ihr mitspielen!

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Suffragette startete letzte Woche endlich auch in den heimischen Kinos. Wir haben Karten! © Suffragette - Taten statt Worte

Dass Suffragette einer der ganz großen Filme 2016 ist, ist dabei längst kein Geheimnis mehr. Bei unzähligen Award-Verleihungen konnte der Blockbuster schon Preise einheimsen, so auch bei den British Independent Film Awards (BIFA), die letzten Dezember stattfanden.

BIFA 2015
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Carey Mulligan war bei den British Indpendent Film Awards als Beste Hauptdarstellerin nominiert. © WILL OLIVER / EPA / picturedesk.com
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Helena Bonham Carter war bei den BIFA letzten Dezember als beste Nebendarstellerin nominiert. © WILL OLIVER / EPA / picturedesk.com
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Gewonnen hat den Preis des Besten Nebendarstellers aber ein anderer, und zwar Brendan Gleeson, hier im Bild mit Carey Mulligan als Maud. © Suffragette - Taten ohne Worte

Fact-Box:

Suffragette - Taten statt Worte
Mit: Meryl Streep, Carey Mulligan, Helena Bonham Carter, Anne-Marie Duff, Brendan Gleeson, Romola Garai, Ben Whishaw
Filmstart: 5. Februar
Genre: Historiendrama
Land, Jahr: GB, 2015
Länge: 106 Minuten
Drehbuch: Abi Morgan
Kamera: Eduard Grau
Schnitt: Barney Pilling
Musik: Alexandre Desplat
Produktion: Faye Ward, Alison Owen

 

Suffragette bei Marc Jacobs

Das Thema um die Frauenbewegung im 20. Jahrhundert ist schon lange nichts mehr Neues und inspirierte seither auch andere Branchen. So nahm sich Marc Jacobs für seine Spring / Summer 2009 Kollektion ohne Zweifel dieser Thematik an und kreierte Looks, die direkt aus der Suffragette-Zeit entsprungen sein könnten!

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Marc Jacobs SS09. © PETER FOLEY / EPA / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © PETER FOLEY / EPA / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © PETER FOLEY / EPA / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © PETER FOLEY / EPA / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © STAN HONDA / AFP / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © PETER FOLEY / EPA / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © PETER FOLEY / EPA / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © PETER FOLEY / EPA / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © STAN HONDA / AFP / picturedesk.com
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Marc Jacobs SS09. © STAN HONDA / AFP / picturedesk.com
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Carey Mulligan und Anne-Marie Duff in Suffragette. © Suffragette - Taten statt Worte

Ihr geht gern ins Kino und wollt wissen, was euch außer Suffragette heuer sonst noch so erwartet? Dann werft mal schnell einen Blick in unseren Kinokalender 2016!

 

Film-Rezension: Magdalena Miedl / Skip - Das Kinomagazin

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