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Events | 05.10.2016

James Dean aus Simmering

Hot. Wenn er nicht gerade modelt, im Gym trainiert oder Brillen designt, dann malt Werner Schreyer am liebsten. Ab 10. Oktober zeigt er in Wien neue Kunstwerke.

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Das Multi-Talent zeigt seine Werke in Wien. © Sabine Hauswirth

Werner Schreyer, unser James Dean aus Simmering, ist immer wieder für Überraschungen gut. Denn das charismatische Top-Model muss ständig in Bewegung sein und vor allem mag er es, Neues zu lernen, wie er selbst erzählt. Dass der 46-Jährige berufsbedingt viel herumjettet, versteht sich von selbst, aber der Mann ist zudem ein Energiebündel. Täglich drei bis vier Stunden Sport, der Figur und der Gesundheit zuliebe, dazwischen Shootings, Kurzausflüge in diverse Städte zwecks Charity-Einsatz (nicht einmal eine arge Fußverletzung konnte ihn vor kurzem davon abhalten, seinen Freund Kurt Faist bzw. dessen Benefiz-Beachvolleyball-Trophy zu unterstützen) und dann malt er ja auch noch. Aus Leidenschaft und als Selbsttherapie. Vielseitig. Im Mai 2012 präsentierte Schreyer, der in Zürich eine Kunstschule absolvierte, sich zum allerersten Mal als Maler und stellte im mondänen Hotel Le Méridien am Ring ein Best-of seiner Bilder aus. Das Medienecho war enorm. Dazwischen hatte er u. a. auch eine Ausstellung in Berlin und nun überrascht der Feschak mit rund 15 neuen Werken – darunter auch übermalte Fotos – in der Hollerei Galerie (von 10. 10. bis 18. 11.).

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Für Werner Schreyer ist Kunst eine Therapieform. © Stefan Joham

look: Was bedeutet Ihnen die Malerei?
Schreyer: Es ist eine Art von Selbstheilung. Wenn ich male, schalte ich total ab und kommunziere nur mit mir. Dieser kreative Prozess tut mir sehr gut. Beim Malen finde ich mich selbst. Außerdem bestimme ich, wann ein Bild fertig ist. Ich bin mein eigener Chef. Als Model oder Stuntman z. B. gibt es immer einen, der dir sagt, was zu tun ist.

Haben Sie schon je daran gedacht, Ihren Beruf als Model aufzugeben und nur noch als Maler tätig zu sein?
Solange mich Kunden buchen, werde ich modeln. Es bereitet mir nach wie vor Freude. Zudem lässt sich beides gut miteinander vereinbaren. Tatsache ist: Solange ich arbeiten kann, werde ich arbeiten.
Still sein kann ich noch meinen ganzen Tod lang (lacht).

Was kosten Ihre Kunstwerke durchschnittlich?
Über Preise und Geld spreche ich nicht, das überlasse ich meiner Galerie.


Haben Sie bereits Sammler?
Ich habe zwar schon einige Bilder verkauft, aber Sammler habe ich noch keine. Zumindest nicht, dass ich wüsste (lacht).

Wie gehen Sie mit dem Älterwerden um?
Ich liebe das Älterwerden. Ich finde es schrecklich, wenn der Jugend erzählt wird, zu altern sei uncool. Im Gegenteil: Das Alter hat sehr viele Vorteile. Und die unangenehmen Begleiterscheinungen
bei Optik und Kondition kompensiert man mit Gelassenheit. Gesundheit ist das Wichtigste und darum habe ich auch überhaupt keine Probleme mit meinen Falten.

„Ich liebe es, älter zu werden, man kompensiert vieles mit Gelassenheit.“ - Werner Schreyer.

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Was für ein Bild von einem Maler. © Getty Images

Seit über 25 Jahren als top-model gefragt.
Einzig. Werner Willibald Schreyer, 1970 in Wien geboren, wurde ab 1990 von Starfotografen wie Mario Testino, Herb Ritts und Richard Avedon für Designer wie u. a. Versace, Gucci und Louis Vuitton fotografiert. Und er schaffte es als erstes Männermodel aufs Vogue-Cover. Zudem jobbte der Wiener als Schauspieler und Stuntman, spricht drei Sprachen und lebt seit knapp zehn Jahren in einem kleinen Ort in der Ostschweiz.

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Einige Werke von Werner Schreyer. © Werner Schreyer

Was sind Ihre nächsten Aufträge?
Ich habe bei meinen Agenturen einige Optionen und falls das alles klappt, wird man es in den sozialen Medien lesen.


Ihr Sohn Marlon, inzwischen 21, will sich auch als Model etablieren. Sind Sie damit einverstanden? 

Er darf machen, was er will. Ich unterstütze ihn auf jeden Fall bei allem.

Schon ans Heiraten und Nestbauen gedacht?

Heiraten? Nein, diesen Fehler mache ich kein zweites Mal. Man kann auch ohne Vertrag glücklich sein. Und mein Nest habe ich schon. In der Schweiz.

Sie haben vor kurzem auch Ihre Mutter in Wien besucht, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren …
Ja, man hat nur eine Mutter und ich versuche, sie zu ehren. Was ich geschenkt habe, bleibt allerdings ein Geheimnis (lacht).

 

Am 10. Oktober zeigt der sympatische Künstler seine Werke in Wien.

Text: Andrea Buday

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