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Fashion | 01.08.2017

Modische Vielfalt für jeden Frauenkörper

Was hinter der Plus-Size-Mode steckt.

Shoppen kann Spaß machen, vor allem, wenn man in eine der gängigen Konfektionsgrößen passt. Kurvigen Frauen kann jedoch schnell die Lust vergehen, denn passende Kleidung in Läden zu finden, gestaltet sich oft als schwierig. Besonders bei gutsitzenden BHs kann sich die Suche schon mal hinziehen, sodass man über kurz oder lang doch in einem Onlineshop für große Größen nach Lingerie sucht. Es gibt diverse Anbieter, die sich auf Plus Size-Mode spezialisiert haben, doch der Grund dafür ist nicht allein die Body-Acceptance-Bewegung.

 

Zielgruppenorientierte Produktauswahl

Zwar mischen immer mehr Stars in der Plus-Size-Modebranche mit und entwerfen ihre eigene Modelinie, beispielsweise die Schauspielerin Melissa McCarthy unter dem Namen Melissa McCarthy Seven7, doch hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um überschaubare Kollektionen, die überwiegend in Onlineshops und nicht in der Masse erhältlich sind. Kollektionen, deren Kleidungsstücke in den Größen von 32 bis 56 angeboten werden, sind überschaubar. Ein Grund dafür ist, dass viele Unternehmen ihre Produktauswahl auf eine Zielgruppe ausrichten, um so auf dem hart umkämpften Modemarkt bestehen zu können. Durch Analysen können sie genau die Produkte verfügbar machen, die die relevante Zielgruppe fordert – eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

 

Festgelegte Maßtabellen

Die Begriffe Große Größen und Plus-Size sind zudem keine Beschreibung für den Körper des Trägers, sondern vielmehr eine Einteilung des Größensystems, an dem sich die Hersteller orientieren. Wie die Modeschöpferin Anna Fuchs verrät, sind die Konfektionen 32 bis 42 gängige Größen, während ab Größe 44 ein neuer Proportionszyklus anfängt, der die Schnitte in ein anderes Größensystem gradiert. Für die serienmäßige Herstellung von Kleidung, wie sie beispielsweise bei H&M oder C&A zu finden ist, stellt dies kein Problem dar, doch kleine Modellabels müssten eine eigenständige Kollektion entwerfen, was ein kostspieliges Unterfangen ist.

Bei der Herstellung von Kleidungsstücken nach einer festgelegten Maßtabelle bleiben also die Frauen auf der Strecke, die mit ihren körperlichen Eigenschaften von der Konfektion abweichen. Dies betrifft nicht nur die Körpergröße, sondern auch Frauen mit beispielsweise einem kleinen Busen und einer breiten Hüfte. Ein passendes Kleid müsste dementsprechend zwei Konfektionsgrößen haben, da Brustumfang und Hüfte unterschiedlich proportioniert sind.

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Mode für alle! © Flickr Sewing needle Anderson Mancini CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Individuelle Mode-Kollektionen

Plus-Size-Mode ist also keinesfalls ein Ausschluss von gängigen Mode-Kollektionen, sondern vielmehr der Versuch, die Wünsche und Anforderungen von kurvigen Frauen zu erfüllen. Auch wenn wir uns in jeder Größe schick und sexy fühlen wollen, gibt es doch den einen oder anderen Trick, wie Kleidung den Körper in Szene setzen kann. Und mit individuellen Mode-Kollektionen für die unterschiedlichsten Frauenkörper ist dies auch möglich.

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