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Lifestyle | 11.12.2014

Schlank durch die Festtage

Nur 5% aller Abnehmwilligen schaffen es, ihr Gewicht langfristig zu halten. Die Stimmtrainerin Ingrid Amon ist eine von ihnen. Vor 20 Jahre nahm sie 25 Kilo ab und kann ihr Wunschgewicht heute noch halten. In ihrer jüngsten Veröffentlichung "Mein Essbuch" erzählt sie humorvoll und motivierend von ihren persönlichen Erfahrungen und gibt ihr Wissen weiter. Damit wir schlank durch die Adventszeit kommen hat sie für look! ein paar Tipps speziell für diese kalorienreiche Jahreszeit zusammen gestellt.

Bild weihnachtsschlanktipps.jpg
In der Weihnachtszeit bewusst genießen. (© Thinkstock)

Erstellt eine Liste

Gerade in der Weihnachtszeit ist das Schlemmer-Angebot ganz anders als unter dem Jahr. Welche Naschereien und Speisen mag ich ganz besonders in diesen Tagen? Wovon möchte ich eine ganze Menge von Portionen genießen? Was ist mir von den weihnachtlichen Spezialitäten wirklich ein Genuss?
Ideal ist auch eine zweite Aufzählung: Was schmeckt mir eigentlich nicht wirklich gut? Zum Beispiel die viel zu trockenen Kekse von Tante Adelheid, die matschigen Knödel vom familiären Traditionsgasthaus? Was habe ich, wenn ich ehrlich mit mir bin, bisher nur gegessen, weil es halt da war und weil Weihnachten ist?

Die Liste schafft Klarheit und Bewusstsein, lenkt die Aufmerksamkeit auf die Esswaren, die Sie wirklich möchten. Das „Abarbeiten“ dieser Liste macht Freude und befriedigt.

„Anstatt – Mahlzeiten“ zulassen.

Gebt Euch frei. Advent, Weihnachten und Silvester DÜRFEN und SOLLEN „andere“ Zeiten sein. Lasst die normalen Mahlzeiten weg und ersetzt diese durch die Leckereien. Wenn ihr auf Maroni und Punsch steht, dann ist das eine vollständige Abendmahlzeit. Wenn Ihr Vanillekipferln mögt, dann ist ein Teller voll ein Mittagessen. Dasselbe gilt für heiße Schokolade mit Schlagobers, Früchtebrot, je nachdem, wonach Euch ist.

Das macht Euch zuverlässiger zufrieden, als ein übliches Dreigang-Menü, dem dann mit Schuldgefühlen drei/vier/fünf Vanillekipferln zusätzlich folgen. Esst so viele Kekse wie Ihr mögt, aber eben als Hauptmahlzeit.

Eine Handvoll Ausgleich.

Damit die Gesamtversorgung gut, gesund, und stabil bleibt, schaden zwischendurch „Basenbomben“ keineswegs. Konsequent vormittags und nachmittags je eine Handvoll Obst oder Gemüse. Eine Banane im Büro, zwei Karotten nachmittags dämpfen den Hunger und sorgen für Vitamine.

Äpfel und Co sind auch prima als Überbrückung, wenn ihr vorhabt, eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, weil ihr Abends schlemmen gehen wollt.

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Ingrid Amon passt dank ihren Schlank-Tipps auch nach ein paar leckeren Cupcakes in ihr Lieblings-Outfit.

4. Was will ich selber?

Schon beim Einkaufen, planen, kochen, braten, zubereiten, backen: Achtet drauf, dass eure Lieblingssachen dabei sind. Oft vergessen wir aus Tradition zu überprüfen, ob und der Karpfen zu Weihnachten wirklich noch schmeckt, oder ob eigentlich alle schon drauf warten, dass eine neue Tradition entsteht. Keine Kekssorten backen, die seit Jahren ohnedies keiner mehr mag.

Redet mit Familienmitgliedern und Gästen. Wer würde sich was wirklich am Gaumen wünschen? Und dann entwerft heuer einen besonders kreativen Menüplan. So fühlen sich alle mehr wertgeschätzt – unter Garantie.

Die simplen Schritte.

Schmuggelt ab dem 1. Adventwochenende unauffällig eine Spur mehr Bewegung in euren Alltag. Keine Rolltreppen, keine Lifte benützen, gute Schuhe beim Weihnachtshopping tragen, zwischendurch mit den Einkäufen ins Auto zum Abladen gehen, viel Treppen steigen, zwischendurch kleine Wege zu Fuß erledigen, parkt weiter entfernt vom Shop-Eingang. Seid kreativ. Bückt euch sich oft. Geht gelegentlich schneller als gewöhnlich. An den hohen Feiertagen 10 Minuten mindestens allein oder mit Familie hinaus ins Freie.

Mehr Schritte von nun an bis Dreikönig summieren sich. Zwei, drei Völlereien sind damit locker ausgeglichen.

Auf Qualität achten und anspruchsvoll sein.

Wenn schon, denn schon. Weigert Euch, JEDES Punschgebräu zu trinken. Lasst Kekse, die im Mund mehlig, wenig süß etc. schmecken, selbstbewusst liegen, von schlecht gelungenen Menüs maximal den Anstandsbissen essen, nicht auf jedem Adventmarkt schmeckt die Sauce von den Ofenkartoffeln gut, also lasst sie übrig.

Achtet darauf, dass ihr heuer wirklich nur Kekse vom Feinsten, Braten und Fisch vom Zartesten, Bratäpfel ohne künstliche Aromen, Punsch und Sekt von bester Qualität zu euch nehmt. Gute Dinge erfreuen den Gaumen mehr. Meist braucht man davon nur soviel, bis man sich zufrieden fühlt!

Vorher noch was „runterräumen“.

Werft einen Blick in den Terminkalender. Vielleicht gibt es doch noch vor der großen Feierzeit, 2 -3 Tage, in denen nicht soviel los ist. Legt genau da noch Entschlackungszeiten ein. Kartoffelgerichte, viel Obst, viel Trinken – und einfach mal eine Mahlzeit knapp halten oder ausfallen lassen. +

Es gibt euch ein gutes Gefühl, auch in nasch- und stresstechnisch hektischen Zeiten für sich vorzubeugen. 

Der Serviettentrick.

Bewusst Essen ist ein Schlüssel zum Maßhalten. Jede Mahlzeit, jeden Imbiss in der vorweihnachtlichen Zeit auch wirklich bewusst wahrnehmen. Kekse direkt aus der Dose sind tabu. Nehmt euch ausnahmslos für jeden Keks, für jeden Bissen, für jede Dattel, für jeden Lebkuchen eine Serviette. Führt ein kleines Päckchen Servietten in der Handtasche mit! Zur Not tut es auch ein weihnachtliches Taschentuch!

Die Serviette signalisiert dem Körper: Jetzt gibt es etwas Gutes. Was gibt es Schöneres als diesen Genuss!

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Damit ihr nach dem deftigen Käse-Fondue kein schlechtes Gewissen haben müsst. (© iStock)

Seid großzügig mit euch selbst.

Versucht erst gar nicht, euer Gewicht auf Biegen und Brechen zu Weihnachten auf der allerniedrigten Stufe zu halten. Wir schwanken im Winter allesamt eher zur oberen Grenze. Zwei Kilo mehr als im Juli müssen drin sein, ohne dass ihr an eurem Selbstwert zweifelt. Sorgt eher dafür, dass die Festtagskleidung perfekt, aber jetzt schon ganz locker sitzt und ihr nicht nach jedem Festmenü mit kneifendem Bund leiden und euch schlecht fühlen müsst.

Stress vermeiden: Bereitet eher eine tolle, außergewöhnliche Weihnachtsfrisur und ein fließendes Silvesterdress vor, mit dem ihr auch mit zwei Kilo mehr toll ausseht – sonst hat die Psyche zusätzlichen Stress mit dem Outfit.

Feiertage sind mehr als Essen und Trinken.

Auch Geist und Seele möchten genährt werden zu den Feiertagen. Nährt eure Seele, indem ihr aufmerksam zuhört, versucht, gute Gespräche und Begegnungen zu haben. Schöne Musik, gute und unterhaltsame Filme, gute Bücher und Zeitschriften, feine Düfte, Kerzenschein und ein bisschen Dekoration in eurer Umgebung machen viel aus.

Vanillekipferln und Festtagsbraten sind kein Ersatz für menschliche Nähe und Begegnungen

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