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Lifestyle | 01.03.2015

Fitnessrevolution: EMS-Training

Ihr habt sicher schon mal von dem Training gehört, das nur 20 Minuten dauert und doppelt so effektiv wie ein Fitnessstudio Besuch sein soll! Wie das geht? Dank elektrischer Impulse auf die Muskeln während des Trainings! Wir möchten wissen, ob dieses neue System wirklich eine Revolution ist. Daher werden wir 10 Wochen lang im Wiener Studio STROMWERK trainieren und das EMS-Training testen!

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20 Minuten Training auf der Matte, am Ball oder der Sprossenwand. (© Stefan Joham)

Zu allererst: Was tue ich da eigentlich 10 Wochen land im Studio STROMWERK? Trainieren unter Strom?

EMS steht für "Elektrische Muskelstimulation". Stromimpulse beim Trainieren verstärken die Wirkung der durchgeführten Übungen. Daher sollen sich 10 Liegestütze für die Muskeln so anfühlen, als würdest du 30 machen. Und nicht nur so anfühlen sondern natürlich auch so effektiv sein.

Wie das genau funktionieren soll, Frage ich Tom, den Besitzer des STROMWERK im Wiener 2. Bezirk.
"Bei Sport werden niemals 100% deiner Muskeln ausgenützt. Meist trainieren nur 30% und die restlich 70% machen auch während des Trainings im Fitnessstudio Pause. Das ist wie beim Gehirn: Keiner denkt mit 100% Gehirnvolumen - gerade mal mit 30%. Beim EMS werden bis zu 100% der beanspruchten Muskelfasern gleichzeitig aktiv. Das ist das Geheimnis."

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Tom in seinem Studio Stromwerk im 2. Bezirk. (© Stefan Joham)

Und warum werden beim EMS-Training alle Muskelfasern beansprucht und im Fitnessstudio nicht, frage ich nach.

"Das kann man sich ein wenig wie eine Extremsituation vorstellen. Ein Mutter, die ihr Kind aus einem brennenden Haus retten muss, wird dreimal so schnell laufen können, wie wenn sie im Park zum Spaß sprintet. Den gleichen Kick geben die elektrischen Muskelsimulationen den Muskeln. Beim herkömmlichen Training im Fitnessstudio spannen sich zuerst die roten, ausdauernden und dann erst schnellen, weißen Muskelfasern an. Bei EMS ist das andersrum!

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(© Stefan Joham)

Gesagt, getan!

Zweimal die Woche, je 20 Minuten ... das reicht um Körperfett abzubauen, Cellulite loszuwerden, Muskeln aufzubauen und Rückenschmerzen loszuwerden ... achja, und das in der halben Zeit die man für dieses resultat im Fitnessstudio brauchen würde. Das wollen wir doch mal ausprobieren und haben uns in eine Probestunde in's STROMWERK getraut.

 

Ab auf die Matte
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Man kennt ja die offenen Studios an der Straße, in denen man in der Auslage trainiert. Das Gegenteil ist hier der Fall. Wie ein Brooklyn-Loft wirkt das Studio innen mit großem Wohnzimmer, Küche und hippem Interieur. Pump-Studios wie McFit waren also nicht ihr Design-Vorbild. Und das gut versteckt in einem Innenhof an der Praterstraße im 2. Bezirk. (© Stefan Joham)
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Die sechs Umkleidekabinen haben individuellen Innengestalten mit Tapeten, Gras ausgekleidet, usw. Sehr nett gemacht. Vor dem Training bekommt man Baumwollt-Top und Trainingshose. BH darunter wird ausgezogen und dabeihaben musst du nur Socken und Sportschuhe. (© Stefan Joham)
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Dann gehts los. Der Trainer legt die am Anfang die Gürtel für Gesäß, Beine, Rücken und Arme an. (© Stefan Joham)
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Die Weste und Gurte sind mit Kabeln verbunden, durch die die elektrischen Impulse beim Training dann zu deinen Muskeln gelangen. (© Stefan Joham)
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Trainiert wird nicht nur mit Eigengewicht sondern auch mit Hanteln, Bällen und Bändern. Je weiter man im Training schon ist, desto mehr kann man sich hier natürlich fordern. Das ist wie bei klassischem Krafttraining. (© Stefan Joham)
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Ich fange jedoch statt mit Gewichten erst mal mit Wasser an. Denn vor dem Training soll man ausreichend trinken. (© Stefan Joham)
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Lets go! (© Stefan Joham)
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So, los gehts. Begonnen wird mit der EInstellung der Intensität der Impulse. Dafür spannst du deinen Körper an und der Trainer stellt die Impulse hoch. Erst Beine, dann Arme, Po, Bauch und Rücken. Du spürst sofort ob die Impulse zu stark sind oder es er es noch weiter raufstellen kann. Das fühlt sich nicht wie Schmerz an sondern eher wie ein hoher Druck. Der Druck ist natürlich anstrengend für die Muskeln. (© Stefan Joham)
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Wer schon etwas öfter beim Training war, hat die Impuls-Stärke schon voreingestellt und kann sich von mal zu Mal leicht steigern. (© Stefan Joham)
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Meine Stärken sind eingestellt. Also ab Auf die Matte! 20 Minuten lang wird in 4 Sekunden-Intervallen trainiert. Also 4 Sekunden anspannen und die Stromimpulse sind aktiv, 4 Sekunden Ruheeinheit. (© Stefan Joham)
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Ca. 10-15 Wiederholungen pro Übung - also 4 Sekunden Übung, 4 Sekunden Pause. Da gibt es Liegestütz, Kniebeugen, usw. (© Stefan Joham)
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Wenn es mal zu anstrengend ist, sollte man die Übung dennoch in einer erleichterten Form weitermachen oder zumindest anspannen. Denn die Impulse werden ganz schön unangenehm wenn du dabei die Muskeln nicht angespannt hast. (© Stefan Joham)

20 Minuten sind um! Anstrengend waren sie auf jeden Fall, ich hätte aber wohl noch mehr geben können. Der Trainingserfolg hängt nämlich ganz davon ab, wie viel du während der einzelnen Übungen anspannst und wie korrekt man die Übungen durchführt. Beim ersten Training war ich jedoch so beschäftigt damit, mit dem neuen Gefühl zurechtzukommen ;), dass es gar nicht so einfach war, sich immer top auf die Übung zu konzentrieren. Der große Muskelkater am nächsten Tag blieb zwar auch aus aber ich bin mal gespannt wie ich mich nach dem nächsten Training fühle ... da wird dann an der Intensität raufgedreht!

Ein Probetraining mit Personal Trainer kostet € 20,–. Ansonsten gibt es 10er-Blöcke, Monatsmitgliedschaften und Jahresmitgliedschaften. Pro Training fängt es hier ab € 29,– an. Alle Tarife findet ihr hier!

So, für mich heißt es jetzt: 10 Wochen lang, zweimal pro Woche ab ins STROMWERK. Wie es mir dabei ergeht, lest ihr regelmäßig hier.

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Let's start my 10 Weeks Challenge! (© Stefan Joham)
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