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Lifestyle | 16.03.2015

(M)ein Schiff wird kommen

Frischer Wind auf hoher See: Auf den neuen Cruise-Linern hat man alte Kreuzfahrer-Konventionen längst über Bord geworfen. Ein guter Grund also, beim nächsten Urlaub einmal den festen Boden unter den Füßen zu verlieren.

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Zu verstaubt, zu langweilig, zu teuer: Vorurteile gegen einen Kreuzfahrturlaub gibt es noch immer wie Sand am Meer. Dabei hat sich in den letzten Jahren vieles geändert: Smoking und Abendkleid dürfen inzwischen getrost zu Hause bleiben. Dafür gehören aber Kletterschuhe fürs Freeclimbing am Schiffsschornstein in den Koffer – und außerdem schicke Party-Outfits für die Clubbings an Deck. Oder man entscheidet sich für einen geruhsamen Wellnessurlaub auf den Wellen und für ein Schiff mit exklusiver Spa-Area. Und wer am liebsten auf der Luxuswelle schwimmt, bucht eben (s)einen 5-Sterne-plus-Cruiser mit garantiertem Privatyachtfeeling. Bei mehr als 400 Kreuzfahrtschiffen auf allen sieben Weltmeeren ist alles möglich. Damit Euch die Auswahl leichter fällt, präsentieren wir drei Trends, die derzeit hohe Wellen schlagen.

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Der MSC Yacht Club. Viel Platz und ein exklusives Ambiente für alle, die auch dem Meer etwas mehr abverlangen.

Eine Klasse für sich

Der Vorteil von Megakreuzfahrtschiffen: das riesige Sport-, Entertainment- und Kinderbetreuungsangebot – wem da fad wird, ist selber schuld. Der Nachteil: Mitunter fehlt es an ruhigen Rückzugsorten und an luxuriösem Service. Bei MSC-Kreuzfahrten wurde das mit der Einführung des „MSC Yacht Clubs“ gelöst. Und der ist so eine Art „Schiff auf dem Schiff“ – ganz weit vorne, ganz weit oben und ganz privat hinter dicken Türen angesiedelt. Wer zu den glücklichen Clubpassagieren zählt, kann sich auf eigene Pool- und Deckbereiche, Butler- und Conciergeservice, ein privates Restaurant sowie jede Menge andere Privilegien freuen. Gewohnt wird im Club übrigens nur in Balkon-Suiten – eine von ihnen wurde sogar von Sophia Loren eingerichtet!

(Infos: msckreuzfahrten.at)

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Halbe Fahrt voraus. Auf den Schiffen der Costa neoCollection geht es ebenso gediegen wie entspannt zu. Schöner kann man kaum entschleu­nigen.

Slowcruising

Sechs Mega-Häfen in sechs Tagen? Bei den meisten Kreuzfahrten ist das so üblich – und das bedeutet viel Stress und wenig Zeit, um Land und Leute kennenzulernen. Die drei Schiffe der Costa neoCollection setzten dem ihr neues Slowcruising-Konzept entgegen: Zum einen fahren sie Häfen an, die etwas abseits der üblichen Routen liegen, und zum anderen bleiben sie dort auch gerne mal über Nacht. So hat man die Möglichkeit, individuellere und längere Landausflüge zu unternehmen und die Abende nicht immer nur an Bord zu verbringen. Außerdem gibt es in den Restaurants keine festen Tischzeiten mehr – je nach Appetit oder Ausflugsende kann auch um 22.30 Uhr noch vorzüglich und in Ruhe diniert werden.

(Infos: costakreuzfahrten.at)

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Unterwegs auf der Luxuswelle. Die Europa 2 gilt als bestes Schiff der Welt – und präsentiert sich dabei wunderbar unverkrampft und familienfreundlich.

Legerer Luxus

Captain’s Dinner und Krawattenzwang waren gestern. Auf der 2013 in Dienst gestellten ­Europa 2 definiert man allerfeinsten Luxus sehr viel lässiger: Gespeist wird in sieben sehr unterschiedlichen Gourmet-Restaurants, die trotz sternereifer Küche keinen Dresscode kennen. Und auch sonst geht es an Bord wunderbar entspannt zu. Dafür sorgen die zwischen 35 und 114 m2 großen Suiten, das Ocean-Spa mit Panorama-Sauna, die schwimmende Dependance der Sylter Sansibar und die vielen dienstbaren Geister: 370 Crewmitglieder für maximal 500 Passagiere – das ist einzigartig und mit ein Grund für die verliehene Bestnote „5 Sterne plus“! So etwas gefällt auch Lifestyle- und Luxusprofis wie Thomas Rath. Gleich zweimal in diesem Jahr bietet der Designer und ehemalige GNTM-Juror dem trendbewussten Publikum an Bord seine Fashion- und Styling-Workshops an. Wir überlegen schon, ob wir da nicht auch mal aufkreuzen sollten …

(Infos: hlkf.de)

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Jörg Bertram hat für look! die schönsten Schiffe, neuesten Trends und besten Insider-Tipps aufgetan.

Die schönsten Kreuzfahrthäfen der Welt

  1. New York. Die Freiheitsstatue im Morgennebel, Manhattans Skyline im ersten Sonnenlicht und dazu die US-Nationalhyme von der Bordband gespielt. Spektakulärer und schöner kann eine Transatlantiküberquerung bis heute nicht zu Ende gehen!

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  2. Stockholm. Stundenlang dauert die Fahrt durch die bilderbuch­hübschen Schärengärten in Richtung Schwedens Hauptstadt. Ein unvergessliches Erlebnis, vor allem im Sommer, wenn es nachts nicht wirklich dunkel wird.

  3. Sydney. Harbour Bridge und Opernhaus immer im Blick, gleitet man vorbei an Traumstränden und kleinen Buchten, bis das Schiff in Sydneys Naturhafen festmacht und eine der faszinierendsten Metropolen der Welt vor der Reling liegt …

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  4. Funchal. Der Hafen von Madeiras Hauptstadt liegt direkt in der Stadt. Von Deck aus schaut man hinunter auf den historischen Stadtkern und hinauf in die imposanten, dschungelgrünen Berge.

  5. Miami. Keiner ist größer, kaum einer schöner: Miamis Kreuzfahrthafen ist das Tor zur Karibik. Zur Einstimmung geht’s beim Auslaufen schon mal vorbei an staubzuckerfeinen Stränden und zuckerlbunten Art-déco-Hotels …

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  6. Monte Carlo. Hier können zwar nur kleinere Cruise-Liner anlegen, die bekommen aber einen großartigen Ausblick auf Casinohügel, Fürstenfelsen, Mega-Yachten und die alles über- ragenden Wolkenkratzer geboten.

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  7. Hamburg. Mehrere Stunden dauert die Fahrt über die Elbe hinaus aufs Meer. In der Zeit gibt’s Deckkino vom Feinsten: riesige Frachter, romantische Kapitänshäuschen, kleine Dörfer, grüne Weiden – und dann die raue Nordsee …

  8. Valletta. Besonders schön ist das Ein- oder Auslaufen am frühen Abend, wenn die letzten Sonnenstrahlen Maltas aus Sandstein erbaute Hauptstadt in ein goldenes Licht tauchen.

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  9. Venedig. Über den Canale della Giudecca, vorbei an Markusplatz und Dogenpalast, geht es durch die Lagune ins Mittelmeer … Das ist zwar wunderschön anzuschauen, aber leider schlecht für die Umwelt und für die Bausubstanz Venedigs. Deshalb leider kein ungetrübtes Vergnügen.

  10. Istanbul. Blaue Moschee? Hagia Sophia? Topkapi-Palast? Oder die Einfahrt ins Goldene Horn mit Blick auf Bosporusbrücke und altes Stadtzentrum? Schwer zu entscheiden, was Istanbul vom Wasser aus so einzigartig macht …

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Damit Ihr an Bord nicht untergeht

Die beste Kabine. Wer schnell seekrank wird, schläft am besten in der Mitte des Schiffs. Hier schaukelt es am wenigsten. Kreuzfahrtprofis achten bei Balkonkabinen zusätzlich aufs Routing und buchen je nach Sonnenstand steuer- oder backbords.

Die günstigsten Routen. Zweimal im Jahr finden „Überstellungsfahrten“ statt – im Herbst meist Richtung Karibik, im Frühling zurück ins Mittelmeer. Diese Reisen sind bis zu 60 % günstiger als normale Kreuzfahrten – und außerdem selten ausgebucht.

Die Landgänge. Meistens teuer und selten wirklich toll. Reserviert lieber vorab einen Mietwagen im Ankunfts­hafen oder vereinbart mit einem Taxifahrer einen Festpreis für einen Sightseeing-Trip.

Der ideale Zeitpunkt zum Buchen. Drei bis maximal sechs Monate vor Reisebeginn senken viele Reedereien die Preise für noch freie Kabinen. Oder sie locken mit kostenlosen Upgrades, Wellness-Gutscheinen, Getränke­paketen …

 

(Bilder: Hersteller, beigestellt, privat,Getty Images)

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