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Lifestyle | 07.04.2015

Meine Boho-Farm

Die Star-Designerin fühlt sich am wohlsten in ihrem Anwesen „Cloudwalk“ in Connecticut. Dort zog sie ihre Kinder fernab vom Society-Leben New Yorks groß.

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Immer on Duty. Diane von Fürstenbergs Arbeitsplatz ist im Wohnzimmer.

Eine Frau wie Diane von Fürstenberg – multikulturell und multinational aufgewachsen – hat viele Häuser, aber wenn es nach ihr geht, nur ein Zuhause. Das ist ihre 160 Jahre alte Farm in Connecticut. Sie kaufte sich das Bauernhaus im Alter von nur 26 Jahren: „Ich habe mich damals gerade von meinem ersten Mann, Prinz Egon von Fürstenberg, scheiden lassen und hatte zwei kleine Kinder. 1977 wurde Calvin Kleins Tochter entführt. In Cloudwalk fühlten wir uns einfach sicher.“

Fashion Community.

Die Gegend in New Milford scheint ein guter Nährboden für Kreative, Künstler und Modemenschen zu sein. Der damals legendäre Künstler und Artdirector Alexander Liberman besaß bereits ein Landhaus in dieser Gegend. „Als ich eines Tages bei den Libermans ein­geladen war, verliebte ich mich in das Gebiet. Das war der perfekte Platz, um meine Kinder großzuziehen. Ich schnappte mir ein Telefonbuch und suchte mir einen Makler. Er schickte mir ein paar Bilder mit verschiedenen Anwesen mit größeren Häusern und kleineren Hütten. Ich sagte ihm damals, mein Budget sind 10.000 Dollar. Noch vor meinem 27. Geburtstag unterschrieb ich den Vertrag für die Cloudwalk-Farm, die 200.000 Dollar gekostet hat.“

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Geometrie. Der Teppich erinnert an eines der Muster ihrer berühmten Wickelkleider. Das Gemälde erstand Diane Von Fürstenberg auf einem Flohmarkt in Paris.

Schöner Besitz.

Das 40 Hektar große Areal beherbergt fünf Gebäude und jede Menge Acker- und Weideflächen. Heute ist Cloudwalk doppelt so groß, da Diane im Laufe der Zeit viele Nachbargrundstücke dazugekauft hat. Im Haupthaus befinden sich die Gästezimmer und offiziellen Aufenthaltsräume. Diane und ihr jetziger Mann Barry Diller bewohnen ein riesiges Studio, dann gibt es zwei Cottages für ihre nunmehr erwachsenen Kinder, die sie wiederum zur vierfachen Großmutter gemacht haben. Ein Gebäude ist für das Personal. Auf dem Areal laufen Hühner herum, im Garten wird Biogemüse angebaut und die Ernte von 120 Apfelbäumen ist beachtlich.

 

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Sammel-Leidenschaft. Jeder Gegenstand hat eine eigene Geschichte. Sie besitzt eine ansehnliche Sammlung an Art-déco-Vasen.

Gut gewickelt.

Den Grundstein für die Cloudwalk-Farm legte eigentlich Diane von Fürstenbergs berühmtes Wickelkleid, das sie 1973 entwarf. Keine Frage, der Prinz zu Fürstenberg (Diane wandelte später das zu in von Fürstenberg um) war wohlhabend, aber nur Mutter und Ehefrau zu sein, war der New Yorker Bohemian Icon der Studio 54-Zeit zu wenig. „Ich kannte da einen Fabrikanten in Italien, den bat ich ein kleines Kleid für mich zu entwickeln. Eigentlich hab ich nichts Neues entworfen. Ein Hemdblusenkleid. Neu war nur, dass ich es aus Jersey gemacht habe, der den Körper perfekt umschmeichelt. Ich verkaufte damals in fünf Jahren fünf Millionen Kleider.“

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Romantisch. Dianes Garten blüht und gedeiht recht wild und naturbelassen.

Letzte Ruhestätte.

Seit 1999 ist Cloudwalk zur Gänze in ihrem Besitz: „Da habe ich die letzte Hypothek abbezahlt. So wirklich fertig wird es nie sein. Vor einiger Zeit habe ich einen Meditationsgarten angelegt und aus der Scheune gedenke ich ein Hallenbad zu machen. Aber eines weiß ich fix: Hier möchte ich einmal begraben werden.“

So wohnt Diane von Fürstenberg
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Antike Details. Ein weiteres Badezimmer; im Kaminzimmer steht eine alte Chaiselongue.
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Splish Splash. Schwarzer Holzboden, eine Marmorbadewanne und ein antikes Gemälde runden die Badezimmer-Kulisse ab.
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Sauber-Frau. Die Designerin ist ein großer Fan von Nassräumen. Die Dusche hat Tageslicht.
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Blick auf 80 Hektar. Idylle pur in New Milford, Connecticut. Zum Outdoor-Pool soll sich in einer Scheune noch ein Hallenbad dazugesellen.

Zur Person

DVF – wie sie liebevoll genannt wird – wurde 1946 in Brüssel geboren. 1969 heiratete sie Prinz Egon von Fürstenberg. Eine Verbindung, mit der seine Eltern nicht glücklich waren, da Diane Jüdin ist. Mit ihm zog sie nach New York und bekam zwei Kinder. Alexandre (1970) und Tatiana (1971). Relativ bald nach der Geburt ihres zweiten Kindes ließen sich Diane und Egon scheiden. 1973 entwarf sie das sogenannte „Wickelkleid“, das bis heute ihr berühmtester Entwurf ist. Seit 2001 ist DVF mit dem US-Mogul Barry Diller verheiratet.

Fotos Michel Arnaud/Beateworks/Corbis Outline

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