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Lifestyle | 11.05.2015

Reif für die Inseln

Abtauchen, wo auch Kate und William Urlaub machen: Die ­Seychellen gehören zu den exklusivsten und teuersten Reisezielen der Welt. Aber auch mit kleineren Budgets lässt sich hier Großartiges erleben.

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Zwölf Minuten dauert der Luftsprung im 18-Sitzer von Mahé nach Praslin. Noch kürzere Linenflugverbindungen gibt es nur wenige auf der Welt. Noch schönere sowieso nicht: zunächst im weiten Bogen über die strahlend-weißen Kolonialvillen und den bonbonbunten Hindutempel der Seychellen-Hauptstadt Victoria. Dann ein paar Propellerdrehungen lang nichts als tausend Töne Türkis unter dem Kabinenfenster. Und wenig später auch schon die ersten Palmenwipfel, gefolgt von den letzten Metern Landepiste … So ist es also, wenn ein Flug tatsächlich einmal „wie im Flug“ vergeht!

Wildlife.
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Wasserschildkröten trifft man mit etwas Glück sogar beim Schnorcheln in Strandnähe.
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Tierisch-gefährliche Begegnungen sind hingegen selbst auf dem einsamen Anse-Major-Hiking-Trail ausgeschlossen. Auf den Seychellen gibt es weder Raubtiere noch giftige Schlangen oder Spinnen.

Himmlisch wohnen im Raffles auf Praslin. Gut nur, dass dieser wunderbare Schwebezustand auch in unserem Hotel anhält. Raffles-Gäste residieren nämlich in eigenen, auf ­meterhohen Stelzen ins steil ansteigende Dschungelgrün erbauten Traumvillen – spektakulärer Traumblick und privater Traumpool direkt vor der Schlafzimmertür inklusive. Himmlischer als in dem 5-Sterne-Resort lässt es sich auf Praslin nicht wohnen. Deshalb steigen im Raffles auch so viele Honeymooner ab. Wenn man sie überhaupt einmal zu Gesicht bekommt, dann zumeist beim intimen Candle-Light-Dinner unten am Strand. Oder im hoteleigenen „Love Tree Garden“, wo jedes frischvermählte Paar dicht nebeneinander zwei Pälmchen pflanzen darf, die sich dann im Laufe der Jahre zu einer einzigen Palme verzwirbeln sollen. Ein schönes Symbol – und ein guter Grund, an einem besonderen Hochzeitstag nochmal wiederzukommen …

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Pool-Position. Das Raffles, mit seinem spektakulären Infinity-Pool auf zwei Etagen sowie den offenen, auf Stelzen über dem Dschungelgrün errichteten Gästevillen und öffentlichen Bereichen, gehört zu den besten Hotels auf den ­Seychellen.
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Mehr als einfach nur „Zimmer mit Aussicht“. Im Raffles wohnen die Gäste in privaten Villen mit großen Terrassen, eigenem Pool und einem Traumblick, der vom riesigen Hotelgarten hinaus aufs Meer reicht.

Perlenstaub-Peelings & Yoga auf dem Paddleboard.

Doch, man muss nicht „madly in love“ sein, um sich in dieses Hotel zu verlieben. Es passiert einfach so. Bei einem Perlenstaub-Peeling im Spa beispielsweise. Oder bei ­einer anfänglich zumeist recht „feuchtfröhlichen“ Yogastunde auf dem Paddleboard. Oder aber, wenn beim Lunch im Poolrestaurant kunstvoll aufeinandergestapelte Türmchen aus Melone und Ziegenkäse serviert werden … Will man so einen Ort während seines Aufenthalts auch nur ein einziges Mal verlassen? Eigentlich nein! Sollte man es trotzdem tun? Definitiv ja! Schließlich gilt es auf der vorgelagerten Mini-Insel Curieuse den dort frei ­lebenden Riesenschildkröten beim (übrigens gar nicht so langsamen) Rumkriechen zuzuschauen. Oder mindestens einmal an der hotelnah gelegenen Anse Lazio auf- und unterzutauchen. Immerhin gehört die Bucht mit dem staubzuckerfeinen Strand und den fotogenen Felsen zu den zehn schönsten Beaches auf der ganzen Welt! Und wer die nur auf Praslin wachsenden Cocos de Mer nicht nur auf dem Einreisestempel in seinem Pass, sondern auch in echt bewundern möchte, der muss auch noch dem Vallée de Mai einen Besuch abstatten. In dem zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannten Tropenwald fallen die Riesennüsse nämlich entlang der in die grüne Wildnis geschlagenen Wanderpfade von den Palmen.

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Vallée de Mai. In dem von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannten Nationalpark lässt es sich mit und ohne Ranger ganz wunderbar wandern.
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Luftsprünge machen. In zwölf Minuten von Mahé nach Praslin: So ein Flug ist selbst für unseren vielfliegenden Reise­experten Jörg Bertram noch ein Erlebnis.
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Farbenfroh. Der Hindu-Tempel in der Seychellen-Hauptstadt Victoria.
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Baden im Luxus. Der Hotelstrand vom Raffles-Hotel auf Praslin.

Vertreibung aus dem Paradies. Ortswechsel. Vor dem Heimflug haben wir noch einige Tage auf der Hauptinsel Mahé eingeplant. Und die dürfen ruhig ein bisschen weniger luxuriös ausfallen. Wegen des Reisebudgets. Und weil die Vertreibung aus dem Paradies danach vielleicht ein wenig leichter hinzunehmen ist. Unsere Wahl fällt auf das Sables d’Or in Beau Vallon – ein sehr komfortables Guesthouse, nur einen Muschelwurf vom Meer entfernt. Durch den privaten Garten erreicht man von hier aus die schmale Strandpromenade mit ihren kleinen Bars, Restaurants, Obstständen und den köstlich duftenden Grillstationen, an denen die Einheimischen für wenig Geld viel groß­artig schmeckendes kreolisches Essen auf Plastiktellern verkaufen. Es ist eine ganz andere Welt – aber keine schlechtere! Das wird uns auch am nächsten Morgen klar, als wir per Linienbus die Markthalle in Victoria sowie eine alte Teefabrik und die Ruinen einer ehemaligen Missionarsstation in den Bergen besuchen. Umgerechnet 35 Cents kostet eine Fahrt quer über die Insel. Kein Geld – und nicht nur deshalb ein unbezahlbares Erlebnis im nicht nur an Inseln so reichen Inselreich der Seychellen … 

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Lisa Lautner lebt im Paradies

Zu Hause im Paradies

Lisa Lautner aus Liezen arbeitet als Management Trainee im Raffles auf Praslin. Wir haben die 24-jährige Steirerin vor Ort getroffen …

Redakteur: Was hat Sie auf die Seychellen gebracht?

Lautner: Ein Zufall, um ehrlich zu sein. Ich wollte ein Praktikum im Hotelmanagement machen und wie das Leben so spielt, kannte ich jemanden, der jemanden kannte, der mir geraten hat, mich hier zu bewerben.

Redakteur: Wie lebt es sich denn so im Paradies?

Lautner: Da ich ja nicht nur zum Relaxen hier bin, kann es sogar im Paradies manchmal stressig werden. Ich genieße meine Freizeit jedoch in vollen Zügen und wo könnte man das besser als an einem der schönsten Plätze der Welt!? :)

Redakteur: Ihre Lieblings-Hotspots auf den Seychellen? Lautner: Auf jeden Fall Anse Source d’Argent und Grand Anse auf La Digue – die wunderschönsten Strände überhaupt! Und nach der Arbeit entspanne ich am liebsten am Strand „Anse Lazio“ auf Praslin.

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Anse Lazio. Baden an einem Strand, der zu den zehn schönsten auf der ganzen Welt gehört.

Was Ihr über die ­Seychellen wissen solltet:

  • Anreise: Flüge ab € 550,­– (hin und zurück) gibt es unter anderem mit Condor über Frankfurt, mit Etihad über Abu Dhabi, mit Emirates über Dubai oder mit Ethiopian über Addis Abeba. EU-Bürger benöti­gen zur Einreise einen gültigen Reisepass.

  • Hotels: Das Raffles Praslin gehört zu den besten und exklusivsten Hotels der Seychellen. Ü/F ab € 390,– im DZ. raffles.com/praslin. Als günstigere Alternative (oder Ergänzung) empfehlen sich Guesthouses wie das Sables d’Or. sables-dor.sc Es gibt sie in allen Preis- und Ausstattungskategorien. Leider fehlt eine zentrale Reservierunsplattform, deshalb am besten über TripAdvisor oder andere Internetanbieter mit Bewertungsfunktion buchen.

  • Beste Reisezeit: Die Seychellen sind ein Ganzjahresziel mit geringen Temperaturschwankungen (25–32 °C). Die wenigsten Regentage (1–2 im Monat) gibt es zwischen Mai und August.

  • Inselhopping & Ausflüge: Inlandsflüge von Mahé nach Praslin sowie Taxis auf beiden Inseln sind relativ teuer. Wer sparen will und Zeit hat, nimmt stattdessen die öffentlichen Fähren und Busse, mit denen fast alle Ziele problemlos und zuverlässig erreichbar sind.
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