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Lifestyle | 29.06.2016

Glücklich im Job …?

Take it easy. Wenn sich der graue Montags-Blues durch die ganze Arbeitswoche schleicht: 10 effektive Glücksstrategien für mehr Hochgefühl am Schreibtisch.

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Probleme im Office?

Leistungsdruck, Kollegen-Zoff, die To-Do-Liste rotiert selbst im Traum weiter und vermutlich nagt das Burn-out schon am kleinen Zeh. Das Privatleben wird nur allzu gerne auf „später“ verschoben, kollektives Sudern ist im Büro ein Dauerzustand und das Modewörtchen „Work-Life-Balance“ lässt euch hysterisch auflachen. Gratulation, der Frust ist perfekt. Es gibt viele Gründe, die den Job vergrauen, dabei verbringen wir gut ein Drittel unseres erwachsenen Lebens in der Arbeit – was also tun, wenn der Büroalltag nicht mehr erfüllend ist und uns zu ersticken droht? Raus aus dem Dilemma. Kündigen, weiterjammern oder die klügste Variante – sich professionelle Hilfe von außen holen. Denn die Fähigkeit zum Glücklichsein ist nicht nur eine Frage des Job-Umfeldes, sondern lässt sich auch durch Gedanken und Handlungen aktiv beeinflussen, erklären die beiden Glückspsychologinnen Sabine Piotrowski und Renate Pils, die auf Basis von Lebensfreude ganzen Firmen zu mehr Leistungsstärke verhelfen. Einen Auszug, wie aus Arbeitsfrust wieder Lust wird, verraten uns die Spezialistinnen mit ihren wissenschaftlich fundierten Glücks-Tipps. Prädikat: Sehr zufriedenheitsfördernd! 

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Take it Easy.

Wundern statt Ärgern

Energieräuber loswerden. Unmöglich, was Kollegin X von sich gibt, und schon wieder sind die unliebsamen Aufgaben zu viel, zu langweilig, zu anspruchsvoll und überhaupt: Warum funktioniert die Kaffeemaschine nicht?! Stopp: Mit Ärger wird weiterer Ärger gezüchtet, was zu den größten Stimmungskillern im Job zählt und uns enorm viel Kraft kostet. Probleme werden dadurch nicht gelöst, eher neue geschaffen. Seht den Anlass zum Aufregen distanziert und als sogenanntes „Ärgerangebot“. Wollt ihr es jetzt wirklich annehmen und Ihre Energie verschwenden? Im Zweifelsfall: Wundern statt ärgern!

After Work mal anders

Glücksmomente sammeln. Ein Lob, eine gelungene Arbeit, eine nette Geste einer Kollegin, ein Witz zur richtigen Zeit, eine leckere Mittagsjause oder ein Stück Schokolade zwischendurch …

Legt euch ein „After Work Book“ zu und notiert darin eure ganz persönlichen „Happy Moments“, bevor ihr nach Hause geht. Der Arbeitstag wird so positiv abgeschlossen. Läuft ein Tag mal nicht so gut, holt euer Büchlein hervor und lest, wie viele wunderbare Dinge tagtäglich passieren – und die Laune steigt!

Sharing is caring

Freude teilen vs. kollektives Jammern. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Emotionen wie Fröhlichkeit und Traurigkeit ansteckend sind und unsere Gehirne im selben Takt schwingen lassen. Schuld daran sind die Spiegelneuronen, die uns in die Lage versetzen, die Gedanken anderer Menschen so zu erfassen, als wären sie unsere eigenen. (Stichwort: Massenpanik!) Daher: Jeder von uns erschafft die Arbeitsatmosphäre im Büro mit! Statt gemeinsam zu schimpfen oder zu klagen, lieber die positiven Aspekte sehen und kommunizieren (z. B. die Freude über ein gelungenes Projekt oder gutes Feedback vom Chef). Das gibt Kraft, Lösungsenergie und beflügelt den Teamgeist! Und fängt bei jedem Einzelnen an.

Findet Euren Work Buddy

Vertrauensperson. Habt Ihr einen Freund/eine Freundin im Büro? Entwickelt vertrauensvolle Beziehungen, das stärkt und schafft Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Studien zeigen, dass ein Freund am Arbeitsplatz wichtiger ist als Status und Gehalt. Also zuhören, gemeinsam mittagessen, gemeinsam lachen, gemeinsam Ideen entwickeln etc. Steigert zudem die Produktivität und Motivation!

Endlich auf den Punkt kommen

Klare Ansage. Sprecht die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche konkret aus, aber ohne jemanden dabei zu verletzen oder anzuklagen. Menschen sind keine Gedankenleser! Ein Beispiel: „Wenn du dich mehrere Tage nicht auf meine Anfrage zurückmeldest, dann fühle ich mich angespannt und verärgert, weil ich meine Arbeit nicht abschließen kann. Bitte gib mir doch bis morgen Bescheid!“

Für Positive Vibes sorgen

Motivations-Booster. Beginnt Meetings immer mit dem Bewusstmachen, was letzte Woche gelungen ist, und nicht gleich mit den Herausforderungen. Spürt, welche Energie von den Erfolgen ausgeht, und sprecht auch Dankbarkeit aus für jene, die euch dabei unterstützt haben.

Vergleiche sind ungesund

Nobody is perfect. Zufriedenheit/Unzufriedenheit entsteht durch (oft unbewusste) Vergleiche: Wir haben ein Idealbild: vom Kollegen, der eigenen Karriere, dem Chef. Und dann ist da aber die Realität …Je größer der Unterschied, desto größer die Unzufriedenheit. Meistens versuchen wir dann die Realität zu verändern. Aber wie wäre es mal, das Idealbild zu hinterfragen und die Erwartungen runterzuschrauben? Wir sind ja auch nicht perfekt.

Kühlen Kopf Bewahren

Ablenkungsmanöver. Stress und Unsicherheiten können ganz schnell zu emotionalen Überreaktionen führen. Legt eine Pause ein, wenn ihr merkt, dass sich die Pulsfrequenz erhöht. Sagt ganz bewusst Stopp zu der eigenen Gedankenspirale und atmet mehrmals tief und ruhig durch. Lenkt euch kurz mit einer anderen Tätigkeit oder einem „Sinneskurzgenuss“ ab, wie etwa das Lieblingslied anhören, ein Stück Schokolade essen, sich strecken und lockern, einen Duft aufsprühen, an einer Blume riechen etc.

Stärken erkennen

Neues Selbstbewusstsein. Wir beschäftigen uns meistens viel mehr mit unseren Schwächen als mit unseren Stärken. Überlegt, was euch besonders macht, und nutzt diese positiven Fähigkeiten/ Einstellungen/ Stärken jeden Tag. Es ist euer ganz persönlicher Beitrag für alle und für euer persönliches Wachstum.

Sich auch mal loben

Good Job. Feiert und würdigt bewusst das Erreichen eurer (Teil-)Ziele! Und nicht gleich weiterhetzen. Klopft euch sich ruhig mal selbst auf die Schultern – so werdet ihr unabhängiger von Anerkennung von außen!

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dont worry, be happy. Mehr Wohlgefühl am Arbeitsplatz: Mit lösungs-fokussierten Coachings verhelfen die Psychologinnen allen Glücksuchenden zu mehr Lebensfreude. Infos: www.glueckspsychologie.at

Bilder: Stefan Joham, Getty Images

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