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Lifestyle | 28.10.2016

Anti-Aging aus der Natur

Parakresse als neues Botox? Wir verraten Ihnen, welche Stoffe aus der Natur die beste Anti-Aging-Wirkung haben.

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© Shutterstock

Verjüngend: der Granatapfel

Der Granatapfel wird im Nahen Osten und im Mittelmeerraum schon seit Jahrhunderten für die Schönheitspflege eingesetzt. In den letzten Jahren wurde die schöne Frucht auch wissenschaftlich erforscht – und sie hat die in sie gesetzten Erwartungen nicht enttäuscht. Der Granatapfel enthält sehr viel der Gesundheit zuträgliche Inhaltsstoffe. Stichwort: Antioxidantien! Genau deshalb ist er auch ein „Beauty-Booster“. Das Öl aus den Granatapfelsamen eignet sich wunderbar für die Pflege trockener, nicht mehr junger Haut. Heute nutzen den Granatapfel auch die professionellen Kosmetikhersteller. Übrigens: Neue Studien geben Hinweise, dass ein Abbauprodukt der Frucht (Urolithin A) sogar der altersbedingten Muskelschwäche entgegenwirken könnte. Folgestudien wollen herausfinden, ob die vollkommen natürliche Essenz die Muskelalterung auch beim Menschen verlangsamen kann.

Ein Jungbrunnen: die Weintraube

Beim Gedanken an Weintrauben denken wir zuerst einmal an den Wein. Doch der Weinstock, der neben dem Olivenbaum die älteste Kulturpflanze der Menschen ist, wird auch für seine Anti-Aging-Substanzen genutzt. Die Traube, genauer der Traubenkern, enthält Resveratrol: dein wahres Schönheitselixier. Diese Substanz gehört zur Familie der Polyphenole, kommt potenziert in der Schale von Trauben vor und wirkt extrem antioxidativ. In Cremes und Seren wirkt Resveratrol Prozessen, die die Alterung der Hautzellen beschleunigen, entgegen. Darüber hinaus sorgt es für ein strafferes Erscheinungsbild der Haut.

Der Straffmacher: Arganöl

Arganöl. Das Öl wird aus den Früchten des in Marokko heimischen Arganbaumes gewonnen. Der Kern der Frucht, die einer Olive recht ähnlich sieht, besteht zu 50 Prozent aus dem typisch hellbraunen Öl. Arganöl ist ein richtiges Schönheitsöl: Es wirkt straffend, nährend, schmeichelnd auf der Haut und neutralisiert freie Radikale. All das prädestiniert das exotische Öl zur Schönheitspflege (auch fürs Haar). Besonders wertvoll ist das kosmetische Öl
in Bio-Qualität.

Tipp: ein Weichmacher für trockene, winterlich raue Hautpartien.

Natürliches Hyaluron: aus dem Hahnenkamm

Wussten Sie, dass Hyaluron – anders als der Name vermuten lässt – in der Natur vorkommt? Über Jahre wurde die Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen (ja, wirklich!) hergestellt und medizinisch, z. B. bei Arthrose im Knie, genutzt. Hyaluronsäure wir auch im Körper gebildet (das meiste davon in der Dermis), mit dem Alter lässt die Produktion aber stark nach. Biotechnologisch nachgebautes Hyaluron ist heute in der Schönheitschirurgie ein etabliertes Mittel zur Faltenbehandlung und zum Aufbau von Gesichtskonturen. In Cremen (auch Augengel) sorgt es dafür, dass sich die Haut glatter und praller gibt. Für Hyaluroninjektionen (z. B. Mesotherapie) muss man sich in ärztliche Obhut begeben. Übrigens: Auch die Alpha-Hydroxysäuren, die in Peelings dabei helfen, die obere Hautschicht abzutragen, kommen in der Natur (z. B. in Zitrusfrüchten, Weintrauben und Äpfeln) vor. In Cremen dienen sie dem Straffen der Haut.

Muskelentspannend: die Parakresse

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika, wächst aber auch bei uns problemlos. Auch in steirischen Gärtnereien ist sie vorrätig. Das Besondere an der Zierpflanze ist: Sie wird derzeit als die Quelle für das neue, sympathischere, weil pflanzliche Botox gehandelt. Schon eine rein äußerliche Anwendung führt dazu, dass sich Krähenfüße und Mimikfalten reduzieren – das nützen natürlich die Kosmetikhersteller. Aber auch mit der Do-it-Yourself-Methode bekommt man sein „Botox“ ab:
Man kann die Pflanze frisch genießen (als Würze) oder Essenzen destillieren und diese in einer Gesichtscreme verarbeiten.
Wie das geht? Siegrid Hirschs Buch „Die Kräuter in meinem -Garten“ (siehe S. 51) verrät es.

Sorgt für Dichte: der Anis

Beim Kochen reicht oft eine Messerspitze von einem Gewürz oder Kraut, um große Wirkung zu erzielen. Fast so ist es auch in der Kosmetik. Das süßliche Aroma von Anis schmeckt nicht nur auf den Anisbögen oder als Brotgewürz, Anis enthält überraschenderweise auch tolle Anti-Aging-Wirkstoffe. Die uralte Kulturpflanze, die aus dem Orient stammt, aber auch in unseren Gärten wächst, wird langsam von der Kosmetikforschung entdeckt. Aus dem Samen des Anis werden Apiaceae-Peptide extrahiert – das sind aktive Wirkstoffe, die die Anti-Aging-Forschung zur Steigerung der Hautspannkraft nützt. Dünnes und geschwächtes Bindegewebe kann davon profitieren. Als Wirkstoff in Cremen steigert es die Hautspannkraft sowie Dichte und Elastizität der Haut.

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