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Lifestyle | 20.01.2017

Sicherheit beim Skifahren: Ein Helm ist keine Pflicht, aber sinnvoll

Während in anderen Ländern bereits eine Helmpflicht beim Skisport gilt, kann man hierzulande noch oben ohne über die Piste brettern. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie aber beim Spaß im Schnee auf jeden Fall einige Dinge beachten.

Sicherheit beim Skifahren: Ein Helm ist keine Pflicht, aber sinnvoll (© Cover Media)
Sicherheit beim Skifahren: Ein Helm ist keine Pflicht, aber sinnvoll (© Cover Media)

Während einige momentan den Sommer und den Urlaub am Meer kaum erwarten können, kann es für andere gar nicht kalt genug sein. Denn das bedeutet: Schlitten, Skier und Snowboard kommen endlich wieder zum Einsatz!

Die Skisaison ist in vollem Gange, um die vier Millionen Deutsche sind im Schnitt jährlich auf den Skipisten unterwegs. Da kann es natürlich ganz schon voll werden bei den Abfahrten - was die Gefahr von Unfällen leider steigert. Nach Angaben der Auswertungsstelle für Skiunfälle mussten in der Saison 2015/2016 um die 42.000 Skifahrer ärztlich behandelt werden.

Neben Knie- und Schulterverletzungen wird der Kopf am häufigsten in Mitleidenschaft gezogen. Dabei gibt es eine einfach Lösung, dem entgegen zu wirken: Laut Ski-Sicherheitsexperten Norbert Höflacher lassen sich "mit dem richtigen Helm [...] 85 Prozent der Schädel-Hirn-Traumata ganz verhindern oder abmildern." Kein Wunder, dass in Ländern wie Österreich, Italien und Polen eine Helmpflicht für Kinder bis mindestens 14 Jahren gilt - in Deutschland gibt es so ein Gesetz bislang noch nicht.

Immerhin: Andreas König vom Deutschen Skiverband erklärte unlängst, dass es in keiner anderen Sportart eine so hohe freiwillige Helmtragequote gäbe. Tragischerweise hänge das aber auch mit dem Unfall des Ex-Formel-1-Stars Michael Schumacher zusammen, der 2013 in den französischen Alpen verunglückte. Er überlebte, hätte aber laut Angaben mehrere Ärzte ohne seinen Helm keine Chance gehabt. Seit seinem Unfall vermeldete Verbände und Händler einen rasanten Anstieg beim Verkauf von Skihelmen.

Noch ist es also eine freiwillige Entscheidung, ob man mit oder ohne Skihelm die Piste runterbrettert. Wer dennoch etwas zur Vorbeugung tun möchte, der kann zumindest eine Versicherung abschließen. "Beim Ski- oder Snowboardfahren ist eine Unfallversicherung mit einer guten Invaliditätsleistung, einem Reha-Management und Assistance-Leistungen, wie z.B. Such-, Bergungs- oder Rettungsschutz, besonders sinnvoll", erklärte Frederick Krummet, Leiter Unfallversicherungen bei AXA.

Und noch etwas ist unabdingbar für jeden, der sicher unten ankommen will: Die FIS-Regeln. Diese allgemeine Verhaltensregeln wurden vom Internationalen Ski-Verband FIS aufgestellt und sind mit der Straßenverkehrsordnung vergleichbar. Hier sind sie im Überblick:

1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder nehmen

2. Geschwindigkeit und Fahrweise beherrschen

3. Wahl der Fahrspur: Wer von hinten kommt, darf niemanden gefährden

4. Beim Überholen ausreichend Abstand einhalten

5. Beim Einfahren und Anfahren und hangaufwärts Fahren sicherstellen, dass niemand gefährdet wird

6. Anhalten an engen und unübersichtlichen Stellen vermeiden

7. Aufsteigen und zu Fuß absteigen nur am Rand

8. Markierungen und Signalisierungen beachten

9. Bei Unfällen ist jeder zur Hilfeleistung verpflichtet

10.Bei Unfällen müssen Beteiligte wie auch Zeugen ihre Personalien angeben

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