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Lifestyle | 24.01.2017

Übergewicht: Erhöhtes Risiko für asthmatische Kinder?

Kinder mit Asthma neigen einer neuen Studie zufolge eher dazu, fettleibig zu werden.

Übergewicht: Erhöhtes Risiko für asthmatische Kinder? (© Cover Media)
Übergewicht: Erhöhtes Risiko für asthmatische Kinder? (© Cover Media)

Asthma kann bei Kindern das Risiko für Fettleibigkeit erhöhen.

Forscher von der University of Southern California in den USA beschäftigten sich mit der Frage, wie sich die Erkrankung der Atemwege bei jungen Menschen auf die Körperentwicklung auswirkt. Dabei stellten sie fest, dass das Risiko, später im Leben übergewichtig zu werden, bei asthmakranken Kindern um 51 Prozent höher ist als bei gesunden. Wird die Krankheit allerdings medikamentös behandelt, sind es nur noch 43 Prozent.

Dr. Zhanghua Chen, einer der Studienleiter, erläutert: "Asthma und Fettleibigkeit treten bei Kindern häufig gemeinsam auf, aber es ist unklar, ob Kinder mit Asthma ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit haben oder ob fettleibige Kinder Asthma entwickeln oder beides. Unsere Studienergebnisse ergänzen die Literatur dazu, dass frühkindliches Asthma zu einer höheren Wahrscheinlichkeit für Übergewicht im Kindesalter führen könnte."

Analysiert wurden die Daten von 2.200 Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter, die zu Beginn der Untersuchung noch nicht übergewichtig waren. Außerdem verzeichneten anfänglich 13,5 Prozent, an Asthma zu leiden. Zehn Jahre lang verfolgten die Wissenschaftler den gesundheitlichen Prozess der Kinder und während dieser Zeit entwickelten 15,8 Prozent von ihnen Fettleibigkeit.

Auch andere Faktoren wurden bei der Studie beachtet, zum Beispiel ob die Kinder krankenversichert waren, welcher Ethnie sie angehören, wie viel die Familie verdiente, körperliche Betätigung und Passivrauchen. Eine Erklärung, warum Asthma-Medikamente beim erhöhten Übergewichtsrisiko eine entgegenwirkende Wirkung haben, lieferten die Daten allerdings nicht. Deshalb darf man auch weitere Studien zu diesem Thema erwarten, wie Dr. Frank D. Gilliland - ebenfalls Studienautor - betonte. Veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse im 'American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine'.

© covermg.com

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