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Lifestyle | 12.04.2018

Was bedeutet...

...Glück eigentlich?

Eines wünscht sich wohl jeder Mensch, mit Ausnahme vielleicht derer, die gerne griesgrämig durchs Leben schreiten: Glücklich zu sein. Nur ist Glück kein Schokoladenpudding, der sich leicht definieren lässt. Glück ist ein ziemlich schwammiger Begriff und so ziemlich jeder versteht etwas anderes darunter. Natürlich gibt es Überschneidungen und Faktoren, die unweigerlich zur Glücksdefinition gezählt werden können. Welche das sind und ob »viel« gleich »mehr Glück« bedeutet, betrachtet dieser Artikel.

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Glück hat viele Facetten - doch welche ist für uns am wichtigsten? © meineresterampe (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Macht Geld glücklich?

Immer wieder wird behauptet, dass Geld glücklich macht. In gewisser Weise stimmt diese Tatsache, denn:

  • Sicherheit - wer ausreichend Geld hat, um die monatlichen Rechnungen zu zahlen, sämtliche Ausgaben zu tätigen und sein Leben zu finanzieren, hat weniger Sorgen.
  • Belohnung - wer genügend Geld hat, um sich außer der Reihe etwas zu leisten, regelmäßig in den Urlaub zu fahren und sich selbst zu belohnen, ist zufrieden.
  • Zukunft - wer zudem ausreichendes Vermögen hat, um abgesichert in die Zukunft blicken zu können, lebt zufriedener.

Gerade in Familien spielt das Geld eine wichtige Rolle, denn hier muss im Notfall nicht nur eine einzelne Person zusehen, wie sie über die Runden kommt, sondern die ganze Familie leidet unter finanziellen Problemen. Dennoch macht Geld nur in einem gewissen Umfang glücklich. Selbstverständlich ist ein Lotteriegewinn wie bei EuroMillionen nützlich, aber der Glücksfaktor steigert sich nicht mit der Anzahl der Millionen. Im Gegenteil, denn in einer Studie wurde tatsächlich ein Wert herausgefunden, der die Zufriedenheit auf das jährliche Einkommen einer Person basiert:

  • Allgemein - 95.000 Dollar sind für die Lebenszufriedenheit ideal. Um sich emotional wohlzufühlen, reichen 75.000 Dollar.
  • Australien - in Australien liegt der finanzielle Wert der Lebenszufriedenheit bei 125.000 Dollar.
  • Nordamerika - in Nordamerika kann die Lebenszufriedenheit bereits mit 105.000 Dollar erreicht werden.
  • Westeuropa - hier liegt der Wert bei 100.000 Dollar.

Die Studie zeigt auch, dass in den Industrienationen ein höheres Jahreseinkommen nötig ist, als beispielsweise in Lateinamerika oder Osteuropa. Und was bedeutet das? Es ist relativ einfach:

  • Sättigung - bis zum Erreichen des finanziellen Werts, an dem sich jemand emotional wohl und mit seinem Leben zufrieden fühlt, steigt das selbst empfundene Glücksgefühl an. Ist dieser Wert erreicht, kann das Glücksgefühl nicht mehr steigen.
  • Anforderungen - ein weiterer Faktor ist, dass ein extrem hohes Jahreseinkommen auch mit Anforderungen einhergeht. Die persönlichen Kosten, die das Einkommen verursacht, schmälern die Zufriedenheit und somit das Glücksgefühl: extrem hohe Arbeitsbelastung, wenig Zeit, hohe Verantwortung.
  • Freunde - gute Freunde gehören ebenfalls zu einem glücklichen Leben dazu. Nur mit dem Vermögen sinkt die Zahl echter Freunde und die Anzahl der falschen Bekanntschaften steigt.

Wer selbst im Lotto gewinnt, schmälert sein Glück natürlich nicht durch die enorme Belastung. Doch auch Gewinner werden merken, dass das Glücksgefühl nicht proportional mit den Millionen steigt. Zudem erfährt nahezu jeder Gewinner einer gewissen Geldsumme, dass manche angeblichen Freunde besser nicht einmal mit der Kneifzange angefasst werden sollten. Gewinner sollten sich daher unbedingt mit einer Gewinnberatung auseinandersetzen und ihr Lottoglück für sich behalten. Sonst könnte der Spruch Selfmade-Millionärs auf einen selbst zutreffen: Desto reicher man wird, desto größer ist die Angst, nicht mehr reich zu sein.«

Welche Faktoren beeinflussen unser Glückempfinden?

Wenn Geld allein nicht glücklich macht, dann muss es doch andere Wege zum Glück geben? Ja und die definiert praktisch jeder Mensch für sich persönlich. Diese Faktoren sind es, die es völlig verarmten Menschen erlauben, sich selbst als reich und zufrieden zu bezeichnen. Von wissenschaftlicher Seite aus gibt es natürlich ebenfalls spezielle Faktoren, die die Zufriedenheit steigern:

  • Unterkunft - jeder benötigt einen Ort, an dem er sich sicher und zu Hause fühlt. Das kann ein Einzimmerapartment sein, das kann eine Familienwohnung oder ein Einfamilienhaus sein. Der Ort muss für einen selbst das Zuhause ausstrahlen.
  • Nahrung - die Grundbedürfnisse müssen gedeckt sein. Hier haben es Familien wieder schwerer als Singles. Denn das eigene Glück wird minimiert, wenn ein Familienmitglied nicht die Grundbedürfnisse decken kann.
  • Familie/Freunde - eine eigene Familie, alternativ auch wenige sehr gute Freunde gehören ebenfalls zu den Zufriedenheitsfaktoren dazu.
  • Soziale Integration - das ist in erster Linie die Arbeit, doch kann dieser Punkt wieder von anderen Möglichkeiten eingenommen werden. Senioren können diesen Punkt durch die Teilnahme am Vereinsleben erfüllen, bei Kindern und Jugendlichen ist die Schule der Integrationspunkt.

Wie lässt sich das eigene Glück steigern?

Am Glück ist das schöne, dass jeder die Möglichkeit hat, das Gefühl noch über Nacht zu steigern. Wirklich, das ist möglich, gar nicht so schwer und tut nicht einmal weh. Denn der erste Weg ist, seine eigenen Ansprüche zu überdenken und runterzuschrauben. Unzufriedenheit entsteht nämlich zumeist dort, wo die Ansprüche unerfüllbar hoch sind. Aber auch so gibt es Wege, das Zufriedenheitsgefühl zu steigern, indem die Produktion der Glückshormone im Körper angeregt wird:

  • Sport/Bewegung - Bewegung allgemein ist nicht nur gesund, durch die Anstrengung schüttet der Körper auch Hormone aus. Gerade das Hormon Serotonin spielt hier eine wichtige Rolle und hilft, mit sich selbst zufrieden zu sein.
  • Stressabbau - sich zwischendurch Zeit für sich selbst nehmen, sich mal etwas gönnen, aber auch durch Sport Stress abzubauen steigert das eigene Glücksgefühl.
  • Nervennahrung - es darf ruhig mal ein großes Stück Schokolade sein. Die Inhaltsstoffe wirken sich wieder auf den Hormonhaushalt aus und bringen Serotonin in Umlauf.

Auch ruhige Abende im Kreis der Familie oder unter Freunden schüren die Zufriedenheit und helfen dabei, sich allgemein besser zu fühlen.

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Das Lebensglück lässt sich durchaus beeinflussen © ErikTanghe (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Fazit - Glück ist ein Zusammenspiel

Geld allein macht nicht glücklich, doch hilft es bei der eigenen Absicherung und der Absicherung der Familie. Das finanziell abhängige Glücksgefühl hat jedoch seine Grenze und steigt irgendwann nicht mehr, sondern sinkt eher ab. Wer wirklich glücklich und zufrieden sein möchte, der muss auf mehrere Bereiche achten und sich in allen Positionen gut aufstellen. Das hat einen großen Vorteil: Bricht ein Faktor einmal ein, beispielsweise durch ein gesundheitliches Leiden, helfen die anderen Positionen, die Zufriedenheit auf einem hohen Level zu halten.