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Lifestyle | 08.05.2017

"Auf dem Weg hungerten alle"

Dzam Dzam* hat einen Albtraum erlebt, den keine Mutter je durchmachen sollte. Als Boko Haram ihr Dorf in Nigeria überfällt, werden ihr Ehemann und zwei ihrer Kinder auf brutale Weise umgebracht.

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Trauer. Dzam Dzam ist nur ihr jüngster Sohn Haspe geblieben.

In Todesangst verstecken sich Dzam Dzam und ihre beiden überlebenden Söhne, bis die Rebellen das Dorf verlassen. Dann fliehen sie so schnell sie können. „Das Leben im Dorf war gut, bis der Krieg auch zu uns kam. Wir liefen und liefen, ohne zurückzuschauen“, erinnert sich Dzam Dzam. Als hätte die Familie nicht schon genug gelitten, wird auch noch der ältere Sohn schwer krank. Er überlebt die Flucht nicht. „Er ist noch vor der Grenze zu Kamerun gestorben“, Dzam Dzams Augen füllen sich mit Tränen, „aber ich musste weiterlaufen. Ich konnte nichts zu essen finden. Alle auf dem Weg hungerten fürchterlich.“ Dzam Dzam bleibt nur ihr jüngster Sohn, Baby Hapso. Ohne ihn weiß Dzam Dzam nicht, wie sie weiterleben soll. Doch Hapso ist stark unterernährt und kämpft um sein Leben. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. UNICEF hilft. Nach sieben Tagen erreichen Dzam Dzam und Hapso ein Dorf in Kamerun. In einem Gesundheitszentrum wird Hapso gleich von UNICEF-MitarbeiterInnen gegen Unterernährung behandelt. Nach einigen Besuchen im Zentrum ist er auf dem Weg der Besserung. Dzam Dzam fällt ein Stein vom Herzen: „Hier kümmern sich die Leute wirklich um die Kinder. Schaut meinen Sohn an, es geht ihm schon viel besser.“ Viel zu viele Familien erleben den gleichen Albtraum wie Dzam Dzam.

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Engagiert. UNICEF-Botschafter Orlando Bloom.

Durch den brutalen Krieg werden sie vertrieben, die Kinder müssen hungern. Hapso ist nur eines von 2,1 Millionen Kindern in Nigeria, die 2017 von UNICEF Hilfe bekommen sollen. (*Name zum Schutz geändert). Die Uhr tickt. Nigeria gehört zu den vier Ländern, in denen zurzeit eine Hungersnot dramatische Ausmaße annimmt. Mehr als 1,4 Millionen Kinder in Nigeria, Somalia, dem Südsudan und Jemen leiden an schwerer akuter Mangelernährung. Für sie läuft die Zeit ab! UNICEFMitarbeiterInnen vor Ort berichten von Kindern, die Gras, Blätter und Holz essen, weil sie so hungrig sind. Zu den Ursachen der Hungersnot gehören die Auswirkungen des Klimawandels, Kriege und Gewalt. UNICEF ist vor Ort und unternimmt alles, um die Kinder vor dem Hungertod zu retten. UNICEF-MitarbeiterInnen sind in den betroffenen Regionen und liefern Nahrung, Wasser und Medikamente. Doch die finanziellen Mittel werden immer knapper. Eine Mitarbeiterin berichtet: „Es tut weh, zu sehen, wie die Kinder leiden, und ihnen in manchen Fällen nicht helfen zu können, obwohl wir wüssten, wie.“ Hilfe vor Ort. Vor 70 Jahren, am 11. Dezember 1946, wurde UNICEF von den Vereinten Nationen gegründet, um Nothilfe für die Kinder im zerstörten Nachkriegseuropa zu leisten. Heute ist UNICEF die größte Kinderrechtsorganisation der Welt und setzt sich für Mädchen und Buben in rund 190 Ländern ein. UNICEF arbeitet dafür, dass die Kinder nicht hungrig sind. Dass sie gesund sind, Trinkwasser und Gesundheitsversorgung haben. Dass sie in die Schule gehen und vor Gewalt und Ausbeutung geschützt sind. In Krisenregionen leistet UNICEF seine bewährte Nothilfe – bereits in jenen ersten Stunden, die den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten

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Hilfe. Dem kleinen Hapso geht es schon besser. Viele andere Kinder brauchen noch dringend Hilfe.

So hilft Unicef 

  • Untersuchung und Behandlung schwer unterernährter Kinder
  • Lieferung von therapeutischer Nahrung und Medikamenten
  • Bereitstellung von sauberem Trinkwasser
  • Impfungen gegen Masern und Polio
  • Verteilung von Hygieneartikeln

 

Werden Sie Lebensretterin!

Um nur einen Euro sichern Sie therapeutische Nahrung für ein Kind für einen ganzen Tag. Um 30 Euro wird ein mangelernährtes Kind einen ganzen Monat lang behandelt. UNICEF Österreich bittet dringend um Spenden für die hungernden Kinder. Im Kampf gegen den Hunger zählt jeder Euro! UNICEF Österreich AT46 6000 0000 0151 6500 „Hungersnot Afrika“ unicef.at/spenden

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