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Lifestyle | 22.11.2016

Einmal um die Welt mit Kind

Abenteuer. Mit nur sieben Reisetaschen ging es für eine deutsche Familie fünf Monate durch 11 Länder. look! stellt das Buch zum aufregenden Reisetrip vor.

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Angkor Wat. Auf ihrer Weltreise machten die Pohlmanns auch in Kambodscha Halt. © Privat

Mit hängender Zunge und schwer keuchend erreichen Bettina und Frank Pohlmann mit den Töchtern Antonia (9) und Helen (4) am Flughafen Frankfurt ihren Anschlussflieger nach Johannesburg. Um ein Haar hätten sie ihr großes Abenteuer gar nicht antreten können, denn wer den Frankfurter Flughafen kennt, weiß, dass 50 Minuten Zeit zum Umsteigen eine schier unlösbare Herausforderung darstellen. Die Pohlmanns gehören der Generation der um die 50-Jährigen an. Die Hälfte ihrer Lebensreise haben sie hinter sich. Jeder in dieser Situation möchte doch gern auf halber Strecke eine Zäsur setzen oder sich einen Traum erfüllen.

Traumreise. Fünf Monate nahmen sich die Unternehmungslustigen eine Auszeit, um mit einem Round-theworld-Ticket 11 Länder zu erkunden. Die Reise begann eigentlich schon auf dem heimischen Balkon, als die beiden mit dem Finger auf der Landkarte fuhren und die Route berechneten. Doch abgesehen von einem schulpflichtigen Kind und dem darauffolgenden Behörden-Canossagang (samt Selbstunterricht) stellte sich auch die Frage: Wer soll das bezahlen? Frank ist freier
Fotograf, Bettina Autorin und Dokumentarfilmerin. Beide verdienen mal mehr und mal weniger. Doch Bettina hatte ein wenig geerbt und so wurde ihr Traum wahr.

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Go West. Fünf Monate durch 11 Länder. Da durfte auch der Westen der USA nicht fehlen.

11 Länder. Und diese Destinationen wurden erobert: Südafrika, Singapur, Indien, Nepal, Vietnam, Kambodscha, Australien und Neuseeland, Cook Islands, der Westen der USA und New York. Hier ein paar Auszüge aus Bettina Pohlmanns Reisebuch.

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Naturspektakel. Die Pohlmann- Mädchen im Dschungel des Abel-Tasman-Parks.

Südafrika. Nach neun Tagen Reise fuhren wir nach Limpopo Richtung Botswana und erreichten unseren ersten Nationalpark: den Marakele Nationalpark nordwestlich von Johannesburg. Als wir durch den Park fahren, entdecken wir kein weiteres Auto. Dafür laufen uns Zebras über den Weg, auch neugeborene,
die wie Plüschtiere aussehen. Die Mädchen sind entzückt. Wir auch. Danach entdecken wir Antilopen und einige Gnus, und nachdem wir durch ein weiteres Gate gefahren sind, lugt plötzlich ein riesiger Elefant durchs Gebüsch. Wir halten an und lassen langsam das Autofenster hoch. Bei Elefanten weiß man ja nie so genau,
was als Nächstes kommt, deshalb lieber jetzt nicht laut niesen. Ein Elefant kommt selten allein, weil Elefanten Herdentiere sind, deshalb können die anderen nicht weit weg sein.

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O Happy Africa. Gut gerüstet fährt Helen (4) mit einem Guide auf Game Drive.

Indien & Singapur. Das Meer rauscht. Die Zikaden zirpen und in der Bambushütte summt der Ventilator. Wir wohnen in einem Resort direkt am Strand in der Nähe von Varkala in Südindien. Palmen, Hängematten, jeden Abend der Ball der glutroten Sonne, der im Meer versinkt, und absolute Ruhe. Wenig los hier, ein paar Yogis, ein paar Traveller und zwei, drei Familien. Das Restaurant hat fünf Tische unter Palmen mitten im Sand. Man läuft barfuß und ist einfach da. Mehr nicht. Ein guter Einstieg in das neue Jahr. Wir legen eine kurze Pause vom Reisen ein. Denn in den Tagen zuvor haben wir täglich eine wahre Sinnesexplosion erlebt. In Singapur z. B., wo wir ausnahmsweise vom vom Luxus eines der berühmtesten Hotels der Welt naschten.

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Auszeit in SüdIndien. Natur von ihrer schönsten Seite in der Nähe von Varkala.
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Luxus in Singapur. Der höchste Infinity-Pool der Welt im Marina Bay Sands Hotel.

Nepal. Auf den steilen Stufen des Basantapur-Turmes, den man auf fast jedem Foto von Kathmandu sah, sitzen bunt gekleidete Nepalesen in der warmen Sonne, Jung und Alt, und genießen die Aussicht. Der Tempel stammt, wie auch einige der umliegenden Bauten, aus dem dreizehnten Jahrhundert.

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Volle Fahrt voraus. Antonia hat sichtlich Spaß auf ihrer Rikscha-Fahrt in Nepal.

Neuseeland. Gigantische Regenwälder mit baumhohen Farnen, schneebedeckte Berge, weiße Sandstrände mit türkisfarbenem Wasser, dahinter Palmen, heiße Quellen und kochende Erde, Vulkane, glasklare Seen und merkwürdige, flugunfähige Vögel, die urzeitlich daherkommen und so speziell sind, dass Ornithologen
ihren Spaß hätten. Und nein, ich erwähne ausdrücklich nicht das Wort Paradies! Okay, nun habe ich es doch geschrieben!

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Weit gereist. Antonia und Helen flogen fünf Monate lang durch 11 Länder.

Was kostet die Welt? Wieder daheim sah die Familie Pohlmann das Angebot für ein Auto: der neue XY schon ab 64.989 Euro! Papa Frank meinte daraufhin, dass man um diese Summe zu viert die Welt bereisen könne, und seine Tochter fragte: „Aber warum kaufen sich Menschen denn ein so teures Auto, obwohl es doch viel toller ist, die Welt zu sehen?“

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Buchtipp 154 Tage abenteuer Familienreise. In „Frühstück mit Giraffen“ beschreibt die Autorin Bettina Pohlmann ihre Reise mit Ehemann Frank und ihren zwei Töchtern. Blanvalet Verlag, € 15,50.
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