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Lifestyle | 11.07.2016

Geheimtipp Südtirol

Wer im Sommer nicht ans Meer, aber auf meditteranes Flair dennoch nicht verzichten will, ist in Südtirol bestens aufgehoben. Der Meltingpot zwischen Österreich und Italien bietet gute Luft, Leben und natürlich Lifestyle.

Griffig - das ist ein Wort, das zu Südtirol passt. Das Land ist aus starkem Material, es hat Struktur. Felsen geben ihm seine Form, Natur und Kultur greifen ineinander, an Tradition und Brauchtum hält man auch im dritten Jahrtausend fest - aber auch gerne mit einem Twist.

Einer der berühmtesten Söhne Südtirols ist Reinhold Messner. Schon zu Lebzeiten hat sich der Bergfex mit einem eigenen Museum ein äußerst stylisches Denkmal gesetzt. Das Messner Mountain Museum über das er selbst sagt: "Mein „15. Achttausender“ ist die Summe all meiner Erfahrungen". Es ist ein Museumsprojekt mit sechs ungewöhnlichen Standorten in der grandiosen Landschaft Südtirols und in Belluno.

Bild Extrembergsteiger und Museumsbesitzer Reinhold Messner_©IDM Südtirol_Alex Filz.jpg
Extrembergsteiger Reinhold Messner

Das MMM Corones, auf über 2000 m gelegen, ist der Königsdisziplin des Bergsteigens gewidmet: Dem Trad Adventure Alpinism, den Reinhold Messner geprägt hat. Der Blick auf die Dolomiten und Alpen ist atemberaubend. Die berühmte und leider schon verstorbene Star-Architektin Zaha Hadid hat es entworfen.

Berühmtheit erlangte der malerische Ort Meran einst als Sommerfrische- und Kurort der Belle Epoque. Nicht heißt, nicht scharf, die Meraner Luft ist gerade richtig für wohlgeborene bleiche Hüstler. Nach der Fürstin Schwarzenberg schöpfte Kaiserin Sissi von Österreich in Meran Kraft, von da an kurierte sich hier, wer Schnitzler, Rilke oder Kafka hieß. In einem Brief schrieb der Dichter an seine unglückliche Liebe Olga Waissnix: "Ich wollte, ich könnte Ihnen ein wenig Meran senden, den goldenen Sonnenschein und diese müde duftende Luft."

Bild Gärten von Schloss Trauttmansdorff_©TMD_Marion Gelmini.jpg
Schloss Trauttmannsdorf und seine Gärten. Heute das Landesmuseum für Tourismus ©Marion Gelmini

Heimat ist in Südtirol ein starkes Wort, aber vielleicht fühlt man sich deshalb gleich so heimisch, wenn man zu Besuch ist. Es ist auf jeden Fall ein Fleckchen Erde, das Menschen anzieht, die auf Nachhaltigkeit und Umwelt großen Wert legen. Hier ist man, wenn man will, mit der Natur eins und mit seinen Gedanken alleine.

Bild Seiser Alm - ©IDM Südtirol-Clemens Zahn.jpg
Die Seiser Alm ©Clemens Zahn

Alles in Butter! Die Küche an sich ist eher deftig, schließlich benötigten die vielen Bergbauern genug Kalorien, um ihre Arbeit zu verrichten. Schlutzkrapfen mit viel Butter, auch die Knödel - teils aus alpinen, teils aus mediterranen Zutaten vermengt - werden mit zerlassener Butter serviert. Dazu viele frische Alpenkräuter. Und nicht zu vergessen der Speck. Auch der Wein (immer öfter biodynamisch) macht sich langsam einen Namen, der über die Grenzen hinaus geht. Noch ist es zu früh, aber im Herbst, wenn Törggelen-Zeit nach der Ernte ist, wird gewandert und geschlemmt. Na gut, wahrscheinlich eher mehr geschlemmt. Übrigens: Nirgendwo ist die Guide Michelin-Sterne-Dichte im Verhältnis zur Landesgröße höher als hier.

Der Tourismus hat sich an das (teils gehobene) Klientel bereits angepasst und wartet mit wahren Hotspots der Hotellerie auf.

Die schönsten Hoteles Südtirols

Südtirol hat 300 Sonnentage im Jahr. Egal, ob Wintersport, Törgelen, die Apfelblüte oder jetzt im Sommer. Noch gilt es als Geheimtipp. Wer über Unterkünfte und Aktivitäten wissenmöchte, klickt hier. Alls dann, Pfiat euch Gott in Südtirol!

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