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Lifestyle | 16.02.2017

ICH HAB NOCH SAND IN DEN SCHUHEN …

Erinnerungen an den letzten Familienurlaub hochhalten heißt Vorfreude auf den Nächsten wecken.

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fotolia©Monkey Business

Eltern befinden sich naturgemäß immer in einer kniffligen Lage, wenn ein gemeinsamer Urlaub mit den Kindern gelingen soll. Ein für alle Seiten gelungener Familienurlaub stellt für Erziehungsberechtigte stets auch ein gewisses Maß an Herausforderung dar. Da gilt es, den Spagat widerstrebender Interessen zum Wohle aller zu meistern: Einerseits steht der elterliche Wunsch im Raum, Abstand von Hektik und Stress des Alltags zu gewinnen und der Beziehung zueinander in Harmonie frischen Schwung zu verleihen.

 

Andererseits wollen Kinder dabei vor allem eins: Bloß keine Langeweile aufkommen lassen und endlich einmal die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern einfordern und genießen – und so ganz nebenbei noch viele spannende Abenteuer erleben – gleich ob am Strand, in den Bergen oder beim Zelturlaub mitten in der Natur.

 

Gemeinsame Abenteuer und Erlebnisse verbinden

 

Ist ein versöhnlicher Ausgleich zwischen den verschiedenen Anforderungen gelungen, ist die Erinnerung an gemeinsame Urlaubserlebnisse gleich noch schöner und ruft angenehme Gefühle wach. Gemeinsam auf etwas positiv Erlebtes zurückblicken zu können, in lebhaften Erinnerungen zu schwelgen, kann noch etwas Anderes: Es fördert den dauerhaften Familien-Zusammenhalt ungemein, auch wenn der Sand in den Schuhen schont längst wieder entfernt ist und die leeren Koffer auf dem Dachboden vor sich hinschlummern.

 

Spätestens dann beginnen Familienalltag und tägliche Routine wieder breiten Raum einzunehmen. Doch bevor gemeinsame Abenteuer und Erlebnisse wieder allzu schnell verblassen, können verantwortungsbewusste Eltern aufkommender Familienroutine entgegensteuern und mit einigen kleine Tricks dafür sorgen, dass der letzte gemeinsame Urlaub für alle in bester Erinnerung bleibt.

 

Die während den schönsten Tagen im Jahr lebendig erlebte Familiengemeinschaft – das vertraute Gefühl aufeinander als Einheit eingeschworen zu sein – soll und darf keine Alltagsfliege bleiben. Denn: Kinder brauchen Beständigkeit, Zusammenhalt und das Gefühl von Geborgenheit, das ihnen ein Familienverbund bieten kann – gleich ob der Verbund aus Mama und Papa oder auch aus Mama und Oma oder bester Freundin besteht.

 

Positive Erinnerungen miteinander sind sozialer Klebstoff

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pixabay©StockSnap

Neben der Fürsorge einer emotionalen Bezugsperson, hoher Sozialkompetenz und Selbstwirksamkeit gehört ein stabiler Familienzusammenhalt zu den wichtigsten Schutzfaktoren der Psyche in der Kindheit. Einige Maßnahmen können dabei helfen, die gewonnenen sinnstiftenden Erfahrungen auch zu Hause nachträglich dauerhaft zu festigen.

 

So können die schönsten Momente für alle täglich gut sichtbar an einem besonderen Platz bewahrt werden. Welcher Ort eignet sich dazu besser als die Küche, die traditionell Hauptbegegnungsstätte und zentraler Mittelpunkt allen häuslichen, familiären Geschehens ist. Was liegt näher, als die schönsten Fotos aus dem letzten Urlaub in einem personalisierten Fotokalender zusammenzustellen? So bleiben die Erinnerungen an die schönsten Tage im Jahr stets frisch und aktuell. Jeder Gang in die Küche mit Blick auf den frohen Wandkalender sorgt gleichermaßen für Urlaubslaune. Und praktischen Nutzen hat ein Kalender ja auch noch.

 

Kinder sollten bei Sichtung und Vorauswahl der geeignetsten Fotos nicht außen vor bleiben und ihre eigenen Ideen miteinbringen und mitgestalten dürfen, das stärkt das familiäre Wir-Gefühl. Forschungen haben gezeigt, dass ein Wir-Gefühl in einer Gemeinschaft Kraft gibt und für die Psyche eine große Bedeutung hat. Solche Identitätsstiftenden Strukturen wurden seit jeher in gesellschaftlichen Systemen wie Glaubensstämmen etwa über hunderte Jahre hinweg aufrechterhalten. Der Mensch als Nachfahre hat sie zwar verinnerlicht, kann sie aber nicht immer ausleben.

 

Daher macht es Sinn, gemeinschaftsstiftende Ereignisse so oft als möglich in das tägliche Familiengeschehen miteinzubinden, vielleicht etwa im Rahmen eines gemeinsamen Familienabends. Eine Auswahl und Zusammenstellung der schönsten gemeinsamen Urlaubsfotos erhöht Vorfreude und positive Erwartung der Kinder auf das zu erwartende Endergebnis ungemein. Ob als Wand- oder Tischkalender: Positive Emotionen werden hierbei 365 Tage auf alle Beteiligten strahlen und dafür sorgen, dass die schönsten Tage im Jahr dauerhaft nichts an ihrem Glanz einbüßen.

 

Im wahrsten Sinn beeindruckend

 

Ein Foto aus dem letzten Urlaub, auf ihren Kinderbechern oder ihr T-Shirt gedruckt, kann schon wesentlich dazu beitragen, die positiven Erlebnisse und Erinnerungen im Kreis der Familie lebendig zu halten. Moderne Drucktechniken erlauben die individuelle Gestaltbarkeit neutral und lieblos wirkender Gegenstände, und ihre einfache Verwandlung zu einem einmaligen, fröhlichen Objekt der Erinnerung.

 

Dabei hilft Eltern die psychologische Erkenntnis, dass unliebsame oder als negativ empfundene Eindrücke der Kinder eher in der Schublade des Vergessens landen als emotionale Highlights. Sie drücken sich im Bedruckten aus und prägen das Unterbewusstsein seines Nutzers.

 

Erinnerungen machen einen großen Teil der menschlichen Identität aus. Sie sind ein Sammelbecken von Gefühlen, Erlebnissen und Sinneseindrücken aller Art. Als positiv empfundene Erinnerungen bleiben besser im Gedächtnis haften.

 

Den Umstand können sich fürsorgliche, verantwortungsbewusste Eltern zu Nutze machen. Selbst wenn ein Kind etwas Schönes erlebt hat und darauf negative Erfahrungen folgen, blickt es nostalgisch auf ein Erlebnis zurück. Denn das Gedächtnis ist trügerisch und blendet unliebsame Erinnerungen aus. Doch sobald sich darauf angenehme Geschehnisse ereignen, kann das Gefühl der Erinnerung sehr intensiv und wundervoll sein.

 

Die letzten Urlaubstrophäen

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fotolia©Monkey Business

Auch die Präsentation einiger „Leihgaben“ der Kinder im elterlichen Wohnzimmer, vielleicht in einer Vitrine ausgestellt, können signalisieren: „Dinge, die euch wichtig sind, sind auch uns wichtig“.

Das schafft ein Klima der Verbundenheit und Nähe. Beides ist wiederum wichtig für Vertrauen der Kinder in die elterliche Liebe und Sorge um das eigene Wohlergehen.

 

Geht es nach den Wünschen der Kinder, steht ein Strand zum Toben und Spielen auf der Skala ganz oben. Entsprechend werden Muscheln oder farbige Kieselsteine gesammelt und als stolze „Jagdtrophäen“ im Reisekoffer verstaut. Umso schöner, wenn sie dann als „Leihgaben“ auch von den Eltern geschätzt und effektvoll präsentiert werden. Auch lässt sich mit ihnen gemeinsam so allerlei basteln und spielen.

 

Gerade zur Urlaubszeit sorgen Erholung und viel Freizeit auch für entspannte Kauflaune. Durch die Geschäfte zu schlendern ist dabei nicht nur eine willkommene Abwechslung für Eltern. Auch Kinder lieben es, sich ein Urlaubsmitbringsel von den Eltern zu wünschen. Laut einer Umfrage unter 1500 Personen aus dem Jahr 2015, kaufen 66 Prozent während des Urlaubs in regionalen Geschäften, 55 Prozent stöbern am liebsten durch Märkte und Basare. Auch Kindern macht Shoppen im Urlaub Spaß – entsprechendes Taschengeld vorausgesetzt.

 

Wer denkt da nicht gleich an die üblichen Favoriten, die Kinderherzen höherschlagen lassen: Schneekugeln mit regionalem Motiv von der Urlaubsregion, bunte Postkarten, aus Muscheln gefertigte Accessoires - oder einfach etwas, was sich die Kleinen schon immer gewünscht haben, aber darauf bis zum Urlaub warten mussten.

 

Familienabende pflegen

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pixabay©sarahbernier3140

Schön, wenn das einst geliebte Urlaubssouvenir dann nicht nach gewisser Zeit lieblos in der Ecke verstaubt, sondern wieder aufs Neue von den Eltern aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wird und seinen repräsentativen Platz im elterlichen Wohnbereich finden darf – die Zustimmung seines kleinen Besitzers natürlich vorausgesetzt.

 

Auch Erinnerungen können aufgefrischt werden und lassen den Familiengeist hochleben, etwa bei einem gemeinsamen Foto-, Dia-oder Filme-Abend mit selbst gedrehten Urlaubs-Videos. Dabei können Kinder und Erwachsene gleichermaßen in gemeinsamen glücklichen Erinnerungen schwelgen und dabei Erlebtes selbst kommentieren – vielleicht im Rahmen eines gemütlichen Familien-Spieleabends. Dabei darf selbstverständlich jeder aus seinem Nähkästchen plaudern und abwechselnd eine persönliche Erinnerung, Geschichte oder Anekdote in fröhlicher Runde zum Besten geben.

 

Die Kinder werden es zu schätzen wissen und sich bereits voller Erwartung auf den nächsten gemeinsamen Urlaub freuen – und die Erwachsenen natürlich auch. 

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