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Lifestyle | 18.05.2016

LOST IN PARADISE

Wer nach Thailand reist, gönnt nicht nur sich, sondern auch seiner Seele einen Traumurlaub. Fernab des Massen-Tourismus lernt man hier, das Glück des Augenblicks zu schätzen.

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Hyatt Regency Hua Hin

Die Landung in Bangkok ist brandheiß. Gefühlte 50 Grad, tatsächlich sind es nur schwache 38. Gewöhnlich beginnen und enden alle Wege der Thailand-Reisenden in Bangkok, der aufregenden Metropole, die von Widersprüchen geprägt ist: futuristische Hochhäuser, schnurgerade, endlos lange Schnellstraßen, dahinter und davor aber schmale Gassen mit einfachen Holzhäusern und unzählige Tempelanlagen. Die zeitlose Ruhe und Bescheidenheit vermitteln. Und Glück. Das ist es nämlich, was mir in Thailand zuallererst aufgefallen ist. Hätte das Glück einen fixen Wohnort, müsste es wohl Thailand sein. Nirgendwo auf der Welt strahlen die Menschen solch innere Zufriedenheit aus wie hier. Buddha ist allgegenwärtig und wird großzügig konsultiert. Für Danksagungen, aber noch öfter für Wünsche aller Art. Als Konsulent bei Familien- und Ehe-Streitigkeiten ist er oberste Instanz. Und hilft immer. Punkt. Wenn die Kraft der Gedanken glücklich machen kann, sind die Thailänder Weltmeister in der Disziplin „glücklich denken“.

 

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Hier fliesst das Glück. Im Hyatt Regency and The Barai Spa in Hua Hin werden höchste Ansprüche erfüllt. Prachtvolle Anlage, stilvolles Wohnen in Suiten mit eigenem Pool und eine Spa-Landschaft, die zu den besten der Welt zählt. www. huahin.regency.hyatt.com www.the barai.com
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Das Hyatt Regency and The Barai Spa in Hua Hin werden von General Manager Christian Wurm mit viel Liebe zum Detail geführt.

Traumstrände. Die meisten Besucher kommen wegen der Strände nach Thailand, nach Hua Hin, Pattaya oder Phuket, genauso viele zieht es der Kultur wegen in Asiens beliebtestes Reiseland. Dass Thailand vor allem auch ein Paradies für gestresste Wellness-Hungrige ist, mag bekannt sein. Nicht aber, dass man hier nicht nur binnen nur einer Woche das (beinahe) ganze Land erleben, sondern auch „runderneuert“ werden kann. Genau das war das Ziel der ungeduldigen Autorin: möglichst „viel“ in möglichst kurzer Zeit.

Bevor wir Körper und Geist runderneuern, denn genau das haben wir vor, zeigt uns unsere aufmerksa­me Reiseleiterin, Mitarbeiterin der thailändischen Botschaft, in 24 Stunden die schönsten Seiten Bangkoks.

Der Königspalast und der Königs­tempel, ein 20 Hektar großes, prachtvolles Areal im Zentrum der Stadt, wo das religiöse Herz des Landes schlägt.Nicht korrekt gekleidete Touristen (Shorts, kurze Röcke, schulterfreie Tops) werden nur eingelassen, wenn sie sich an der Kassa angemessene Kleidungsstücke kaufen. Das gilt übrigens für alle Tempelanlagen des Landes – Buddha ist großzügig, aber kleinlich, wenn es um leger gekleidete Touris geht.

Apropos großzügig: In Bangkok hat man das Gefühl, dass die Menschen entweder mit Buddha kommunizieren oder – essen. Foodcenter mit Dutzenden kleinen Garküchen, die ihr vielfältiges Angebot an Gerichten frisch zubereiten, findet man auf allen Märkten, in allen Einkaufscentern und nahezu in jeder Straße. Eine Reise durch Thailand wäre unvollständig, würde man sich beim Essen nur auf die Restaurants beschränken. Während dort ein Abendessen zwischen 100 und 500 Baht kostet, zahlt man für eine hervorragende Mahlzeit in einer Garküche nur 20 bis 50 Baht. Die thailändische Küche gilt übrigens als eine der gesündesten der Welt, vorausgesetzt, man besteht auf Zuckerfreiheit. Thais lieben es süß, und wann immer möglich, wird (vor allem bei Getränken) reichlich gezuckert. Wer nicht aufpasst, bekommt mit strahlendem Lächeln sogar gezuckertes Wasser serviert. Und erntet bei Zurückweisung freundliches Unverständnis. Doch in den Augen der Thais sind Menschen, die die Uhr im Nacken ticken haben und offensichtlich von Äußerlichkeiten bestimmt sind, ohnehin bedauernswerte Wesen, die von Buddha auf den rechten Weg geleitet werden müssen. Wir stehen zumindest mal an der richtigen Abzweigung.

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Oasis Baan Saen Doi spa in Chiang Mai - Traumhaft. Im Oasis Spa Resort in Chiang Mai wird Entspannung zur Lebenseinstellung.

Seit Jahrhunderten nutzen die Thais Meditationen zur Entspannung. Sie wissen um die heilende Wirkung von Kräutern, Ölen und Massagen. Buddhistische Mönche, brahmanische Lehrer und Händler brachten das Wissen um die heilende Wirkung von Massagen aus Indien mit. Nahezu jedes Hotel im oberen Preissegment schmückt sich mit eigenem Spa, die Gesundheitstempel werden von Designern in exotische Welten oder minimalistische Zen-Oasen verwandelt.

Royal Thai Touch. Mmmh! Eineinhalb Stunden vom Zentrum Bangkoks entfernt, tauchen wir ein in die Welt des Phothalai Leisure Parks, einer gigantisch großen und dennoch friedvoll ­ruhigen Wellness-Anlage mit luxuriösem Spa und angeschlossenem Golfplatz. Angeboten werden hier Seelen- und Körpernahrung vom Feinsten. Neben traditionellen thailändischen Blitz-Kochkursen, wo der Erholungssuchende lernt, seine persönliche „Creamy Tom Yum Goong“-Suppe zu präparieren und fachgerecht mit Kräutern und ­natürlich viel frischem Chili zu würzen, warten bestens geschulte Therapeuten darauf, die Seele ihrer Klienten zu ent­stressen. Wir entscheiden uns für die „Royal Thai Touch“-Massage, eines von über 100 angebotenen Treatments. Und schweben die kommenden vier Stunden im siebenten Himmel. Eigentlich wollen wir von dieser mit allen Herrlichkeiten ausgestatteten Oase der Stille gar nicht mehr weg. Allein die Aussicht auf weiteren Seelenbalsam in einem anderen Spa-Hotspot des Landes motiviert ... 

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Oase des Friedens. Im Phothalai Wellness Spa in Bangkok taucht man ein in eine Welt der Ruhe und des Genusses. www.phothalai.com
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Die Autorin bereitet ihre erste „Tom Yum Goong“-Suppe beim Kochkurs im Phothalai Wellness Spa zu. Fazit: Ziemlich lecker!

Chiang Mai. Am nächsten Morgen fühlen wir uns leicht, beschwingt und von Buddhas Glückszuwendungen durchflutet. Der Glaube vermag Berge zu versetzen ... und wir freuen uns auf den zweistündigen Flug nach Chiang Mai, wo der nächste vielversprechende Wellness-Tempel wartet. Die im Vergleich zu Bangkok beschauliche Stadt im Norden vermittelt intensiv das Gefühl des ursprünglichen Thailands. Rund eine Stunde dauert die Fahrt mit dem Auto zum Oasis Spa Chiang Mai. Und dort steigen wir, wie alle Touristen, ­sofort auf den Drahtesel um. Die Zeit bis zum Beginn des ersten Treatments wird allerdings knapp, schließlich sind wir nicht zum Vergnügen hier, sondern um die thailändische Spa-Kultur zu erforschen. Das kann dauern, denn das Menü des Oasis Spa, das eingebettet in ein entzückendes Hotel mit Privathaus-Charakter liegt, ist umfassend: „Oasis Four Hands“-Massage (bei der man synchron von zwei Therapeutinnen massiert wird), Sieben-Chakren- und Ölmassagen, balinesische, indonesische oder hawaiianische Massagen. Um alles zu probieren, bräuchte man Monate. Also entscheiden wir uns für eine traditionelle Thai-Massage, die gleichzeitig Körper und Geist aktiviert und, so schwört die Spa-Leiterin, den Glücks-Flow in Bewegung setzt.

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Zwei Tage lassen wir das Glück in Chiang Mai fließen. Dann transformieren wir es zu unserer dritten Spa-Destination, dem prachtvollen Hyatt Regency mit The Barai Spa in Hua Hin. Bereits in den 1920er Jahren traf sich die High Society Thailands im ­Badeort Hua Hin zum Golf, heute ist der Ort vor allem bei jenen beliebt, die auf Komfort, Internationalität und ­gehobenes Wohnen Wert legen und auf laute Beach-Bars verzichten wollen.

Das Hyatt in Hua Hin verfügt nicht nur über spezielle prachtvolle Spa Suites – man residiert in über 100 m2 großen, architektonisch herausragenden Suiten mit eigenem Garten und Pool an der Beachfront –, sondern auch über das schönste Spa, das die nicht unverwöhnte Autorin jemals betreten hat. The Barai ist eine Welt für sich, wer sie betritt, ist für immer verdorben, was durchschnittliche Spa-Standards betrifft. Deshalb verfliegen die sechs Treatment-Stunden im Spa wie Minuten. Aber vielleicht ist das auch Buddha zu verdanken, der lehrt, dass die Zeit gar nicht existiert und das Leben aus Lernen und Fühlen besteht. Insofern kann ich eigentlich hier bleiben ...

CHECKLISTE FÜR THAILAND

Einreise. Österreicher dürfen ohne Visum 30 Tage im Land bleiben. Der Reisepass muss mindestens sechs Monate gültig sein. Wer länger bleiben will, braucht ein Touristenvisum: 60 Tage gültig, 30 Euro.

Flüge. Fast alle großen Airlines fliegen Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi an. Flüge ab Frankfurt dauern etwa 11 Stunden. Tickets z. B. von EVA-Air ab Wien nach Bangkok und retour schon ab 670 Euro.

Klima & Reisezeit. Das ganze Jahr über ist es sehr warm und feucht. Im Frühjahr wird es besonders heiß, im August und September besonders feucht. Die ideale Reisezeit ist der „kühle“ Winter, mit Temperaturen um 30 Grad. Fast ganzjährig trocken ist es auf Ko Samui, Ko Tao und Ko Phangan.

Bitte nicht! Kritische Worte über das thailändische Königshaus werden mitunter hart bestraft: Für Majestätsbeleidigung droht Haft. Thailänder lieben ihr Königshaus, Debatten darüber sind unerwünscht.

 

INFO - HOTELS IN BANGKOK

Hotel Shangri-La. Direkt am Chao Phraya-Fluss gelegen, bietet das Shangri-La höchsten Komfort und eine atemberaubende Kulisse. Besonders die Bar mit Terrasse, wo auch das Frühstück serviert wird, ist ein Hotspot. Apropos Frühstück: Das Beste aus allen Welten, alleine das prachtvolle Buffet bietet Spezialitäten auf 50 Metern Länge. Ein Gourmet-Traum! shangri-la.com

Hotel K Maison. Gute Lage, noch besserer Preis. Keine zehn Minuten vom Siegesdenkmal entfernt, überzeugt das Boutique-Hotel mit einem simplen Konzept: Luxus für wenig Geld.kmaisonboutique.com

Hotel U Sathorn. Französisch geprägte Kolonialarchitektur, gepflegte Gärten und ein riesiger Pool als Mittelpunkt und Blickfang der Anlage – so lässt sich Bangkok genießen.uhotelsresorts.com

 

FOTOS © Getty Images / PRIVAT

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