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Lifestyle | 30.03.2017

Und wie viele Sexpartner hattest du so?

Bei diesem Thema wird gelogen, was das Zeug hält. Wir versuchen ein bisschen Klarheit zu schaffen, warum das wohl so ist.

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Eins, zwei, zehn oder bedeutend mehr, was ist eigentlich noch normal? © iStock by Getty Images

Ach, die Ladiesnight bringt einfach immer die besten Themen auf. Nach ein paar Gläschen Martini befassen wir Mädels uns nämlich mit den wichtigen Fragen des Lebens, naja eher wohl des Sexuallebens. Nur gut, dass wir mit unseren Freundinnen über einfach alles reden können. Egal ob sich wieder einmal ein kleines Beziehungsproblem anbahnt, oder ein neuer, richtig heißer Tinder-Match unser Leben versüßt – all das wird „Sex and the city“-like mit unseren besten Hobby-Psychologinnen, Schrägstrich Freundinnen, geteilt und ordentlich bequasselt. Auch wenn wir zugeben müssen, dass wir nur allzu oft ihren Rat nicht ganz so erst nehmen.

Bei unserer letzten Ladiesnight kam plötzlich die Frage aller Fragen auf und ohne Vorwarnung wurde sie einfach so in den Raum geworfen. Na, wie viele Sexualpartner hattet ihr so? Da ahnte noch niemand, was diese Frage nun welche Diskussion auslösen wird. Bei kaum einer Frage gehen die Meinungen stärker auseinander, als bei dieser einen und auch bei kaum einem anderen Thema wird so viel geschummelt und gemogelt. Wir Frauen versuchen die Zahl immer runterzulügen, während die Herren der Schöpfung oft ein paar Flunker-Bettgeschichten draufpacken. Doch warum ist das eigentlich so? Wieso sollten Männer auf ihre Eskapaden stolz sein dürfen oder gar ihr Ego damit stärken, während wir Frauen diese verschweigen oder uns gar dafür schämen sollten?

 

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Lakenwechsel. Was sagt die Anzahl unserer Sexualpartner nun über uns aus? © iStock by Getty Images

Fakt ist...

Haben Männer einmal ein gewisses Alter erreicht, rechnen wir Frauen schon mit einer zweistelligen Zahl und verurteilen sie normalerweise auch nicht dafür. Kommt die selbe Zahl aus dem Mund einer Frau, im etwa gleichen Alter, kann sie mit geschockten Blicken förmlich rechnen. Anscheinend vertritt die heutige Gesellschaft noch immer die Meinung, dass bei Frauen alles, was über 10 Sexualpartner hinausgeht way too much ist. Irgendwie traurig. Keinesfalls will ich nun Frauen dazu anspornen mit jedem x-beliebigen Typen ins Bett zu springen, um ihre Zahl in die Höhe zu treiben. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass wir hier zwischen Mann und Frau nicht so stark differenzieren sollten. Denn warum werden Männer in Sachen Sexualleben immer anders behandelt, als wir Frauen?

 

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Zahlen sagen manchmal mehr als tausend Worte. © iStock by Getty Images

ZAHLEN ÜBER ZAHLEN

Eine Umfrage von FriendScout24 aus dem Jahr 2013 durch das Marktforschungsinstitut GfK bestätigt genau diese Gedanken. Deutsche haben in ihrem Leben im Schnitt 5,8 Sexpartner – Männer grundsätzlich mehr als Frauen. Während Männer mit etwa 7,4 Frauen ihr Bett geteilt haben, liegen wir Frauen mit 4,3 Männern deutlich hinter ihnen. Natürlich gibt es Menschen - auch Frauen - die mit 20 oder mehr Sexualpartnern weit über dem Durchschnitt liegen, doch macht sie das nun zu einem schlechtern oder einem besseren Liebhaber? Hierbei ist zu erwähnen, dass Beziehungen den Schnitt runterziehen und die Statistik nie etwas über den Einzelfall aussagt. 

Jeder vierte Deutsche meint immer noch, dass eine Frau nicht mehr als 5 Sexpartner gehabt haben sollte. Jeder Zehnte meint sogar, dass ein einziger Partner vollkommen ausreichend sei und 7 Prozent fänden es sogar gut, wenn Sex vor der Ehe für die Frauenwelt generell tabu wäre. Aha, gerade diese Männer erwarten dann wahrscheinlich in der Hochzeitsnacht den Sex ihres Lebens. Dass sexuelle Erfahrung, wie das Wort schon sagt, nur durch Erfahrung zu Stande kommt, leuchtet denen wohl eher nicht ein. Aber gut. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch, denn mittlerweile sind 41 Prozent der Deutschen der Ansicht, die Anzahl der Sexpartner einer Frau spiele absolut keine Rolle.

Übung macht den Meister

Ob wir nun glücklicher oder besser im Bett sind, nur weil wir mehr Erfahrungen mit verschiedenen Sexpartnern gesammelt haben, ist schwer zu sagen. Jede Erfahrung, ob gut oder schlecht, lässt uns sicherer werden. Ob wir unsere Liebesabenteuer nun mit einem oder unterschiedlichen Sexpartner teilen, lassen wir hier mal außen vor. Denn schlussendlich hängt guter Sex nicht nur von der Übung ab, sondern auch von der Situation, der Einfühlsamkeit, der Experimentierfreude und am allermeisten von der sexuellen Anziehungskraft. Manche Menschen harmonieren im Bett einfach besser, da spielt es auch keine Rolle, wie viel Erfahrung sie zuvor hatten.

 

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Ohne die gewisse Chemie, geht nichts. © iStock by Getty Images
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