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Lifestyle | 08.03.2016

Weltfrauentag: Wir können alles schaffen!

Zur Feier des Tages haben wir eine Powerlady vor's Mikro geholt. Warum wir alles schaffen können, erzählt uns Vorstandsdirektorin der Wiener Stadtwerke Holding Dr. Gabriele Domschitz.

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Weltfrauentag: Wir können alles schaffen! © iStock by Getty Images

Es gibt so viele starke Frauen in diesem Land, von denen wir einiges lernen können. Wir Frauen müssen keine Männer werden, keinesfalls, aber wir müssen beginnen unsere Vorzüge besser zu nutzen und nicht unseren Kopf einzuziehen. Wenn mal wieder ein Mann mit großem Ego neben uns steht und Hymnen auf sich singt, dann müssen wir mitsingen und uns aufrichten - nicht den Kopf einziehen und lauschen. Zum Weltfrauentag haben wir Karrierelady Dr. Gabriele Domschitz zum Thema "Frauen und Führungspositionen" ein paar Fragen gestellt, die uns auf der Zunge lagen. Sie ist Vorstandsdirektorin der Wiener Stadtwerke Holding AG und ist in ihrer Karrierelaufbahn schon an so einigen Männern vorbeigezogen.

 

 

Brauchen wir überhaupt noch einen Weltfrauentag in Österreich?

Ja auf jeden Fall, laut des aktuellen Frauen.Management.Reports der Arbeiterkammer sind von 609 Vorstandsposten nur 44 weiblich besetzt. Das entspricht einem Gesamt-Anteil von mageren 7,2 % Frauen in den heimischen TOP 200 Betrieben. Das sind viel zu wenig Frauen in Führungspositionen. Genau darauf soll der Frauentag aufmerksam machen.

 

Was wäre ihr Tipp für Frauen, die Karriere machen wollen und nicht im Schatten eines Mannes stehen möchten?

Mein Tipp: Stellen Sie sich selbst in die erste Reihe, andere werden es nicht für Sie tun.

 

Frauen sind bekanntlich sehr stark, verkaufen sich jedoch gerne unter ihrem Preis. Was sind ihre Tipps?

Ja, dies erlebe ich leider oft genug. Woran es liegt, kann ich so pauschal wohl nicht beantworten. Wichtig ist jedoch, zu seinen Entscheidungen im Berufsleben zu stehen und seinen Weg zu gehen, auch wenn einem manchmal Steine in den Weg gelegt werden.

 

Was motiviert Sie, weiterzumachen obwohl die Wirtschaft noch immer eine von Männern dominierte Welt ist?

Ich bin es seit meiner Kindheit gewohnt, für Chancengleichheit zu kämpfen, sowohl für mich, als auch für andere Frauen. Ich bin für die Zukunft positiv gestimmt. Es gibt genügend starke Frauen, die zunehmend in Führungspositionen drängen. Das motiviert mich ebenso wie die Freude, durch meine Arbeit etwas bewirken zu können.

 

Was sind ihrer Meinung nach die größten Hürden für Frauen, die an Führungspositionen möchten?

Es gibt leider immer noch viele engagierte und intelligente Frauen, die sich eine Führungsposition einfach nicht zutrauen. Das ist schade! Ich rate daher allen Frauen, sich aktiv für Führungspositionen zu bewerben und diese auch einzufordern.

 

Mama und Karriere - ein so oft gehörter Spruch, aber denken sie wirklich, dass dies ohne großem Eigenkaptial und Fulltime-Nanny möglich ist?

Ja, hier braucht es vor allem ein gutes Zeitmanagement. Die Wiener Stadtwerke fördern zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch diverse Maßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle, Väter-Karenz und einen Betriebskindergarten in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien. Das fördert die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen und erleichtert damit den Wiedereinstieg von Müttern.

 

Was möchten Sie jungen Frauen mitgeben, die selbst anpacken möchten?

Je höher man die Karriereleiter hinaufsteigt, desto wichtiger ist ein authentisches und selbstbewusstes Auftreten. Und: sich trotz Kritik von außen einfach nicht unterkriegen lassen.

 

 

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Vorstandsdirektorin der Wiener Stadtwerke Holding Dr. Gabriele Domschitz über Frauen, Karriere und was uns stärker macht! © Wiener Stadtwerke/Kurz Keinrath
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