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Lifestyle | 31.08.2017

Wenn die Ehe kriselt - welche Möglichkeiten gibt es?

Bis dass der Tod Euch scheidet – dieses Zitat werden viele Paare in Österreich kennen.

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Wenn die Ehe kriselt, ist guter Rat oft teuer. Doch welche Möglichkeiten gibt es in einer solchen Situation? © Tumisu (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Bis dass der Tod Euch scheidet – dieses Zitat werden viele Paare in Österreich kennen. Schließlich geben sich Ehepartner oft nicht nur im Standesamt das Ja-Wort. Die konfessionelle Trauung gehört für viele Österreicher nach wie vor dazu – trotz der Tatsache, dass das Standesamt Pflicht ist. Trotzdem: Ehen werden aus unterschiedlichen Gründen immer wieder geschieden. In Österreich war die Zahl der Ehescheidungen zwischen 2006 und 2012 rückläufig. In den letzten Jahren pendelt die Zahl der Scheidungen zwischen 16.500 und 15.900 pro Jahr. Der eigentlichen Scheidung voraus geht in aller Regel eine längere Phase, in der kleine und große Konflikte zwischen den Partnern zu einer wachsenden Entfremdung führen.

Verbale Auseinandersetzungen können am Ende in häuslicher Gewalt kulminieren. Oder einer der beiden Partner kappt die emotionale Verbindung zum Partner und ist trotz noch bestehender Ehe bereit für eine neue Beziehung – sprich beginnt eine Affäre. In diesen Momenten ist die Partnerschaft in der Regel so stark zerrüttet, dass sich die Krise nicht mehr überwinden lässt. Laut Statistik Österreich fällt knapp jede zweite Scheidung in die ersten zehn Jahre nach der Trauung. Besonders hoch ist die Zahl der Scheidungen bei Trauung, die zwischen 10 Jahren und 25 Jahren bestehen. Wie sehen die Möglichkeiten aus, um das „große Finale“ zu verhindern? Eines muss klar vorweggenommen werden: Eine Krise kann nur überwunden werden, wenn beide Ehepartner Interesse an gemeinsamen Lösungen haben!

Ursachenforschung: Was führt zur Krise?

Auch wenn es auf den ersten Blick mehr als trivial wirkt: Ehepaaren ist mitunter nicht klar, wie Probleme entstehen – die schließlich in eine Scheidung münden. Verantwortlich sind oft mehrere Gründe. Sehr häufig führt der Alltag zu einer Überforderung bei einem oder beiden Partnern. Besonders deutlich rückt dieser Aspekt mit der Geburt von Kindern in den Mittelpunkt.

Aus dem Familienzuwachs ergibt sich in mehrfacher Hinsicht Potenzial für Konflikte:

  • Veränderung der Rollenverteilung
  • Veränderungen im Beruf
  • Verschiebungen im sozialen Umfeld.

Hierbei handelt es sich nur um drei häufige Problemfelder. Während die Frau heute immer noch primär die Mutterrolle ohne berufliche Perspektive/in Teilzeit übernimmt, sehen sich Männer schnell der Belastung ausgesetzt, als Ernährer auftreten zu müssen.

Es kommt zu einer dramatischen Verschiebung der individuellen Bedürfnisse. Erschwerend kommt in dieser Situation hinzu, dass die Versorgung der Kinder eine prominente Rolle einnimmt. Die Folge: Das bilaterale Beziehungsgeflecht zwischen den Ehepartnern rückt in den Hintergrund. Ergänzt werden die Probleme durch Veränderungen in der Intimbeziehung.

Letztlich lassen sich die genannten Aspekte so zusammenfassen, dass sich im Verlauf der Partnerschaft Bedürfnisse und Ansprüche verändern. Kann die Beziehung hier nicht Schritt halten, wächst das Konfliktpotenzial – und die Gefahr, dass sich nicht Ausgesprochenes entlädt.

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Wohin geht die Reise in der Ehe? © geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Kommunikation verbessern: Miteinander reden lernen

Die Suche nach Ursachen ist eine Sache – und nur der erste Schritt in der Konfliktlösung. Betroffene beobachten in einer Ehe immer wieder, dass sich die Kommunikation verändert. Kleine verbale Aufmerksamkeiten werden selten, Kritik wird mitunter lauter und in einigen Bereichen findet keinerlei Kommunikation mehr statt. Die ideale Mischung, damit sich Konflikte entladen.

Was ist unter einer Verbesserung der Kommunikation zu verstehen? Kommunikation in einer Partnerschaft kann auf ganz unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Wird im Gespräch oft unter anderem die Floskel: „Du hast nicht ….“ gebraucht, fühlt sich das Gegenüber sehr schnell angegriffen und wird mit einer entsprechenden Abwehrhaltung reagieren.

Genauso wenig führt eine Kommunikation zum Ziel, die immer wieder zurückliegende Probleme in den Mittelpunkt rückt. Einen Partner immer wieder auf verpasste Gelegenheiten hinzuweisen, führt nicht zum Erfolg. Zu empfehlen ist eine Kommunikation:

  • die von der eigenen Position ausgeht
  • die immer explizit einen aktuellen Situationsbezug herstellt
  • die Interesse am Gegenüber zeigt.

Gerade eine offene Kommunikation – ohne in persönliche Angriffe abzugleiten – ist vor dem Hintergrund einer bereits eingefahrenen Situation nicht ganz einfach. Allerdings liegt genau hierin der Schlüssel, um im Alltag wieder einen Weg zueinander zu finden.

Das Liebesleben neu beleben

Erotik und Partnerschaft – auf den ersten Blick lässt sich beides nicht voneinander trennen. In Konfliktsituationen oder in einer langjährigen Partnerschaft werden Paare allerdings die Erfahrung machen, dass Intimität und Erotik auf der Strecke bleiben.

Wie stark dieser Aspekt als Problem in den innerehelichen Konflikt ausstrahlt, ist mitunter eine Frage des Standpunkts. Frauen und Männer sehen diesen Aspekt teils unterschiedlich. Hätte der Mann gern mehr Sex, kann die Frau darauf mitunter verzichten. Diese Situation ist nur schwer zu lösen. Ein erster Ansatz ist die Frage nach dem Warum?

Verantwortlich für die fehlende Intimität kann das Fehlen einer emotionalen Verbindung sein. In diesem Moment besteht zwischen den Partnern kein Interesse mehr aneinander. Wie soll in dieser Situation körperlich Liebe eine Chance haben? Mitunter können aber auch andere Gründe Ursache sein. Bekannt ist, dass die hormonelle Verhütung auch Auswirkungen auf die Libido hat. Und auch Stress im Alltag sollte nicht unterschätzt werden. An diesem Punkt sind beide Ehepartner dazu aufgerufen, nach einer Lösung zu suchen – und finden vielleicht über die Erotik wieder stärker zueinander.

Eine mögliche Lösung in Bezug auf unterschiedliche Vorstellungen können auch sogenannte offene Beziehungen sein. So kann jeder seine sexuellen Vorlieben und Wünsche anderweitig ausleben, ohne dabei Reue spüren zu müssen. So lassen sich auf fremdgehen-69.at beispielsweise entsprechende Partner finden. Dies ist allerdings nur dann ein gangbarer Weg, wenn wirklich beide Partner damit einverstanden sind.

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