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Lifestyle | 14.02.2017

Wir sind ein Team!

Kommt mit auf eine romantische Reise durch das kunstvolle Liebesnest des Power-Couples Audrey Lee James und Nuriel Molcho.

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Home-Swing. Audrey studiert Wirtschaft an der Wu und lernst am liebsten auf ihrer Schaukel im Schlafzimmer. Aber nicht mehr lange - im Juni will sie fertig sein!

"Unser Leben ist ein gemeinsames Abenteuer und was uns verbindet, ist die Neugier.“ So beschreibt Audrey Lee James, die Freundin des Wiener Gastronomen Nuriel Molcho, ihre Beziehung zu Nuriel. Aber kurz zurück zum Anfang. Ich bin an einem klirrend kalten Montagvormittag zu Hause bei Nuriel und Audrey eingeladen. Ich läute, Audrey leicht geflasht hinter der Tür: „Oh, Nuriel meinte, du kommst erst in einer halben Stunde. Egal, mach’s dir bequem, ich schmink mich noch schnell!“, eröffnet die entzückende Audrey das Gespräch und hüpft zurück ins Badezimmer. „Darf ich mich umsehen?“, rufe ich ihr nach. „Aber klar, fühl dich wie zu Hause!“

 

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Baden mal anders. In der Ecke ein Stuhl aus einem Wiener Bordell. Kunstwerke an den Wänden und die Wanne quer im Raum. © Arman Rastegar

Später erzählt uns Nuriel: „Audrey ist die Perfektion, ich bin das Chaos.“ Feels like home. Aus weiß getarnten Musikboxen, die am Plafond der großen Wohnküche montiert sind, ertönen angenehme Retro-Klänge von Billie Holiday und Tony Bennett. Ich fühle mich sofort wohl. Ich hätte mir zwei Stunden mit Staunen die Zeit vertreiben können, doch so schnell Audrey verschwunden war, taucht sie wieder auf und beginnt zu erzählen. „Ich bin vor drei Jahren zu Nuriel in diese Wohnung gezogen, da waren wir erst zwei Monate zusammen. Ich musste damals spontan aus meiner Wohnung ausziehen. So ging es dann schnell, und ich stand in der Bachelor- Bude von Nuriel.“ Wie abgestimmt dreht sich das Schloss um und Nuriel steht in der Wohnküche. „Oh ja, das ist eine lustige Geschichte!“, hakt er schmunzelnd ein. „Für Audrey war es meine Wohnung – nicht unsere. Sie bekam das Gefühl einfach nicht aus dem Kopf. Für mich war es ab dem ersten Tag „unser Zuhause“. Also entfernte ich eines Tages meinen Namen von der Glocke und ersetzte Molcho durch James.“ „Stimmt! Ab dem Moment fühlte ich mich daheim!“, erinnert sich Audrey und drückt ihm einen Kuss auf die Wange.

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Neugier verbindet uns. Gemeinsam "Ja" zu sagen, ist das Schönste der Welt. © Arman Rastegar

Kunst-Kammer.

Das lichtdurchflutete Liebesnest von Audrey und Nuriel wirkt eher wie eine Kunstgalerie als eine Wohnung. Dutzende Bilder, Collagen, Graffitis und Skulpturen hängen an den Wänden und auch das Mobiliar erinnert mehr an Kunst als an klassische Möbel. So zieren alte Kinosessel den Eingang, eine Schaukel und ein Vintage-Friseurstuhl das Schlafzimmer und ihr Ankleideraum ist ein riesiges, selbst gebautes Kunstwerk aus Wasserrohren. Diese dienen als Kleiderstangen und tragen Designerstücke, Vintagemode und skurrile Accessoires des Pärchens. Ich entdecke eine Vintage- Lederjacke von Nuriel, die vom Wiener Künstler-Studio HFA bemalt wurde. Und natürlich einige handgefertigte Hüte von Nuriel und Audrey, die sie seit 2016 unter dem Namen „Nomade Moderne“ in Wien verkaufen.

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Ihren Kleiderschrank haben sich Audrey und Nuriel selbst aus Wasserrohren gebaut.© Arman Rastegar

Kitsch-Kitchen.

Wer erwartet, dass in der privaten Küche eines Gastronomen dutzende Pfannen, Töpfe und Schöpfer von der Decke hängen, der irrt in diesem Fall. Nuriel kocht in seinen eigenen vier Wänden nämlich nicht, eigentlich niemals, erzählt er. „Kochen ist ein so großer Teil meines Berufs. Wer den ganzen Tag mit Essen zu tun hat, der verspürt keine Lust, nach der Arbeit auch noch zu kochen. Mein Luxus ist, dass wir den Herd hier eigentlich nie anwerfen. Wir haben gar kein Backrohr. Wenn wir mit Freunden kochen, dann in der NENI-Kochschule im 6. Bezirk, aber nicht zu Hause.“ Statt Essen sticht eine große Bar mit seltenen Whiskys ins Auge. „Die meisten davon stammen von Reisen. Perfekt für Cocktail-Abende mit Freunden.“

 

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Die Whisky-Bar im Hause Molcho/Lee-James © Arman Rastegar

Lieblingsstücke. 
Audreys Spitzname für Nuriel ist Streetart-Freak. Warum? „Weil er einfach jeden Streetart- Künstler der Welt kennt!“, so Audrey. „Nur mein Lieblings-Künstler-Kollektiv aus L.A. kannte er nicht – Cyrcle. Das grenzte an ein Wunder. Die hatten ihr Atelier genau neben meiner Wohnung in L.A. Von Cyrcle hängen nun zwei Bilder im Wohnzimmer – eines habe ich Nuriel als Überraschung zum 30er geschenkt und das andere hat er sich aus Zufall selbst zum 30er gekauft. Sie sind sogar beide aus der gleichen Londoner Galerie.“ Warum Audrey in L.A. gewohnt hat? Sie ist halb Amerikanerin, halb Engländerin. By the way – was man über ihren Stammbaum wissen sollte: Audreys Opa hat in den 30ern in L.A. bei Disney die erste Hauptfigur von Goofie gezeichnet. Ihre Oma war Tänzerin am Broadway und ihre Mutter Primadonna. Wenn man bedenkt, dass Nuriels Vater Star-Pantomime war, weiß man, woher die kreative Ader des Power-Couples kommt.

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Power-Duo. Seit drei Jahren wohnt das Wiener Couple am Donaukanal und sammelt Streetart und Vintage- Möbel. © Arman Rastegar
Das Liebesnest von Audrey & Muriel
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Homestory fotografiert von ARMAN RASTEGAR.

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