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People | 19.10.2014

Unermüdliche Kämpferin

Sabatina James, die als Kind aus Pakistan geflüchtete Friedensaktivistin, bekam Donnerstag Nacht den "look! Female Rights World Award" überreicht. Währenddessen wurde Asia Bibi, eine Christin für die Sabatina seit langem um Freiheit kämpft, in Pakistan zum Tode verurteilt.

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Sabatina James kämpft für Asia Bibi's Leben! (© Sabatina e.v.)

Sabatina James, als Kind aus Pakistan geflüchtete Friedensaktivistin, die zwangsverheiratet werden sollte und sich dagegen mit Erfolg wehrte, gründete eine Organisation für die Gleichberechtigung muslimischer Frauen. Dafür wurde sie vergangenen Donnerstag mit dem "look! Female Rights World Award" ausgezeichnet.

Eine Nacht voller Freude und Trauer für Sabatina. Denn zeitgleich scheiterte eine verurteilte Christin in Pakistan mit ihrer Berufung. Wegen angeblicher Gotteslästerung wurde sie zum Tode verurteile und auch ihre Berufung wurde abgelehnt. Nun soll sie mit Tod durch Erhängen bestraft werden.

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Protestierende Pakistani und Italiener kämpfen für das Recht auf Religionsfreiheit und für die Freilassung der verhafteten Asia Bibi. Foto: ANDREAS SOLARO 2011 (© Getty Images)

Der Grund: Sie soll Christus über Mohammed gestellt haben.


Im Juni 2009 war es zwischen Asia Bibi und ihren Kolleginnen zu einem Streit gekommen. Sie pflückten Falsa am Feld (eine süßsaure asiatische Frucht) als die hübsche 38-jährige Frau nach Hause geht, um Wasser zu holen. Als sie zurückkommt, weigern sich die Frauen, davon zu trinken. Sie solle sich zum Islam bekennen, erst dann könnten sie das Wasser trinken, sticheln sie. Andernfalls sei es "unrein". Asia Bibi soll geantwortet haben: "Wieso sollte ich? Jesus Christus ist für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben. Was hat Mohammed für die Menschen getan?"

Das ist Grund genug, um eine Frau zum Tode zu verurteilen. Seitdem sitzt Asia im Gefängnis und wurde nun zum Tode verurteilt.

Im Gerichtssaal in Lahore saßen vergangenen Donnerstag muslimische Geistliche, die das Urteil bejubelten. Der Imam Qari Saleem, der die Mutter von fünf Kindern im Jahr 2009 vor Gericht gebracht hatte, bezeichnete das Urteil als einen "Sieg für den Islam".

Es gibt nun nur noch die Instanz "Supreme Court" als letzte Chance, so Sabatian James, die alles tun will um Asia Bibi wieder in Freiheit zu sehen. "Unser Rechtsanwalt in Pakistan (Naeem Shakir) versucht diese durchzusetzen.", so Sabatina.

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