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People | 20.01.2015

SweatShop

Das passiert, wenn man Fashionblogger nach Kambodscha schickt und sie eine Woche mit den heimischen Näherinnen Erste-Welt-Klamotten nähen müssen.

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Die Reise endete in Tränen. (© Aftenposten)

Ein neues Kleidungsstück pro Woche muss mindestens drinnen sein, wenn du ein guter Modeblogger sein willst. Was soll denn sonst Neues gepostet werden. Und die Freude ist groß wenn man dann zum ersten Mal auf ein Fashionevent eingeladen ist oder man das erste Goodie-Bag zugeschickt bekommt. In diesem Hokuspokus vergisst man schnell mal, wer dieses Leben im Fashion-Himmel möglich macht: Frauen aus Kambodscha, Bangladesch und Vietnam die ihr Leben lang nichts tun außer Mango, Zara und Primark Klamotten zu nähen.

Die drei norwegischen Modeblogger Anniken, Frida und Ludwig wollten sich ansehen, wie ihre Kleidung wirklich hergestellt wird, und flogen für die skandinavische Tageszeitung Aftenposten ins weit entfernte Kambodscha, um dort gemeinsam mit Einheimischen zu leben und in einem der dutzenden Ausbeuterbetriebe zu arbeiten.

Was als Abenteuer begann, endete in einem Tränenmeer. Während die drei jungen Blogger in Oslo monatlich rund 600 € für Kleidung ausgaben und auf den Gästelisten der angesagtesten Partys der Stadt standen, konnten sie sich in ihrem neuen Zuhause für den dortigen Hungerlohn nicht einmal genug zu essen kaufen.

Die Videos rufen uns hoffentlich wieder einmal ins Bewusstsein, dass Wegschauen keine Lösung ist.

Sweatshop - Deadly Fashion Trailer

Hier findet ihr alle Videos von Anniken, Frida und Ludwig in Kambodscha!

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