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People | 02.04.2015

Mein neues Leben

Bettina Assinger hat ihre erste Mode-Kollektion. Mit uns spricht die 45-Jährige über ihre neue Aufgabe und wie es ihr ein Jahr nach der Scheidung geht.

Dress up like Bettina.
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Ab 12. Mai gibt es Bettina Assingers Kollektion bei Jones.
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Lange Zeit hat Bettina ­Assinger geschwiegen. Genau genommen ein ganzes Jahr lang. Denn im April 2014 gaben Bettina und Armin Assinger völlig überraschend ihre Scheidung mit folgendem Wortlaut bekannt: „Es wird ausdrücklich betont, dass die Ehescheidung einvernehmlich erfolgte. Beide ersuchen die Medien – insbesondere im Namen ihrer beiden Kinder – um Respektierung ihrer Privatsphäre. Zum vorliegenden Sachverhalt werden sich in Zukunft weder Armin noch Bettina Assinger äußern oder Erklärungen abgeben.“ Ein kurzes Statement nach einer 20 Jahre währenden Ehe, deren Turbulenzen mitunter auch einer breiten Öffentlichkeit nicht verborgen blieen. Eine solch einschneidende Veränderung im Leben ist für niemanden einfach, schon gar nicht für Medien-Stars wie die Assingers. Einen Rosenkrieg galt es unter allen Umständen zu vermeiden, man einigte sich respektvoll zur beidseitigen Zufriedenheit und beschloss, kein böses Wort über die vergangenen Ehejahre zu verlieren.

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Erfolgs-Duo. Jones-Kreativ-Direktorin Doris Rose zählt Bettina Assinger zur „Familie“.

Alltag neu geordnet

Bettina nutzte die Zeit der Veränderung, um nach vorne zu blicken und ihr Leben neu zu ordnen. Interview-Anfragen begegnete sie mit dem Hinweis, erst dann über ihre Zukunft reden zu wollen, wenn es auch wirklich etwas zu sagen gibt. Das ist nun der Fall. Als von jeher modebegeisterte Frau machte sie die Passion zur Berufung und präsentierte im Atelier des Modeunternehmens Jones ihre erste eigene Kollektion. Die Familie Rose und Bettina Assinger verbindet schon längere Zeit sowohl Freundschaft als auch Zusammenarbeit. Sieben Mal stand die fesche 45-Jährige bereits als Model für Kataloge und Kampagnen vor der Linse, jetzt wechselte sie die Seiten und kreierte eine Kollektion, die ab 12. Mai in allen Jones-Filialen erhältlich sein wird. Mit Hingabe und Liebe zum Detail stürzte sich die Kärntnerin in ihre neue Aufgabe: „Ich habe ein gutes Bauchgefühl, dem bin ich gefolgt.“ Privates Glück. Bettina wählt ihre Worte beim Interview mit Bedacht. „Privates soll auch privat bleiben“, so das Credo. Schon alleine wegen der Kinder. David (20) hat bereits maturiert, Fiona ist 15 Jahre und geht noch zur Schule. „Ich bin sehr stolz auf meine Kinder.“ Ebenso stolz dürfte der neue Mann an ihrer Seite auf sie sein. Seit ein paar Monaten sind Bettina Assinger und der plastische Chirurg Veith Moser ein Paar. Die Fernbeziehung, in der viel zwischen Wien und Kärnten gependelt wird, ist ein vielversprechendes Zukunftsmodell: „Veith und ich sind ein Paar und ich bin Gott sei Dank privat auch wieder glücklich.“

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Neue Liebe. Seit ein paar Monaten ist Bettina mit Dr. Veith Moser, plastischer Chirurg, glücklich.

Marion Hauser: Wann werden Sie Ihre Kollektion zum ersten Mal offiziell ausführen?

Bettina Assinger: Ich denke, ich werde das schwarze Spitzenkleid oder das schwarze Abendkleid zur offiziellen Saisoneröffnung des Wörthersees anziehen.

Marion Hauser: Wird man Sie im Sommer oft am Wörthersee sehen?

Bettina Assinger: Das kann ich noch nicht sagen. Ich bin keine, die permanent auf Feste geht, aber gewisse Veranstaltungen finde ich hochwertig und schön, da macht es dann Spaß.

Marion Hauser: Von null auf hundert als Designerin. Wie aufregend ist das?

Bettina Assinger: Ich habe ein extrem gutes Bauchgefühl und das hat mir gesagt, mach das, das ist genau deines! Du wirst es können! Ich hatte keine Zweifel daran. Nicht, weil ich so selbstbewusst bin, das hat vielleicht den Anschein, ist aber nicht so. Ich bin ein modeaffiner Mensch und diejenigen, die mich kennen, wissen, ich habe meinen eigenen Stil. Also warum diesen nicht umsetzen?

Marion Hauser: Wie erging es Ihnen mit der technischen Seite? Schnitte, Maße etc.?

Bettina Assinger: Einfach Learning by Doing. Ich habe mir angeschaut, wie entsteht mein Kleidungsstück, aber Schnitt zeichnen kann ich nicht.

Marion Hauser: Steckt der Erfolg im Detail?

Bettina Assinger: Ich habe meinem lieben Phantomzeichner Harald gesagt, was ich mir vorstelle, er zeigte mir viele Stoffe, Bänder, Spitzen und Fransen und so sind wir an die Sache herangegangen. Nachdem der Prototyp fertig war, haben wir manches noch aufgepeppt, anderes wiederum abgepeppt (lacht).

Marion Hauser: Ihr habt auch eine sehr schöne Farbe erfunden?

Bettina Assinger: Das WörtherseeBlau. Ich lebe seit 20 Jahren in Kärnten und habe natürlich das eine oder andere einfließen lassen. Der See ist jetzt blau, das spiegelt sich in meiner Kollektion wider. Im Sommer ist er türkis.

Marion Hauser: Sie haben selbst gemodelt. Macht Ihnen das nach wie vor Spaß?

Bettina Assinger: Es ist spannend, aber ich bin nicht das typische Model. Ich versuche nur, meinen Job gut zu machen. Auf alle Fälle kann man mich nicht für Aufträge buchen. Ich sehe mich bei Jones und auch bei der Kosmetikfirma Novaroyal als Testimonial.

Marion Hauser: Wie geht es designtechnisch weiter?

Bettina Assinger: Es wäre in unser aller Interesse, wenn es weitergeht.

Marion Hauser: Sie haben ja erst rund um den 40er, also vor fünf Jahren, wieder so richtig zu arbeiten begonnen. Weil die Kinder Sie nicht mehr so brauchen?

Bettina Assinger: Ich bin ein sehr offener Mensch, der weiß, was er kann, und was er nicht kann. In jüngeren Jahren, als ich die Kinder bekommen habe, war für mich klar, die Familie steht an erster Stelle. Und damals stand auch die Karriere meines Ex-Mannes an erster Stelle. Danach habe ich mich gerichtet. Als ich dann gesehen habe, alles geht in eine gute Richtung, die Kinder werden größer, habe ich mich langsam wieder für mich interessiert. Und mich gefragt: Was will eigentlich ich? Was würde mir gefallen? Und da waren Jones und Nova­royal zur rechten Zeit da.

Marion Hauser: Als Mutter haben Sie auf alle Fälle alles richtig gemacht. Ihr Sohn hat schon maturiert …

Bettina Assinger: Ja! David hat mit gutem Erfolg maturiert. Ich habe wirklich wunderbare Kinder und ich bin sehr stolz auf sie beide.

Marion Hauser: Fiona geht noch zur Schule.

Bettina Assinger: Genau. Aber sowohl Fiona als auch David haben ganz klare Vorstellungen. Das finde ich so spannend, sie gehen nicht den Mainstream, sondern sind Querdenker.

Marion Hauser: Im Jänner haben Sie eine neue Liebe bekannt gegeben. Wie geht es Ihnen privat?

Bettina Assinger: Veith Moser und ich sind ein Paar und ich bin Gott sei Dank privat wieder glücklich. Das Pendeln zwischen Kärnten und Wien ist für uns kein Problem. Er ist oft in Kärnten, weil er auch in Velden eine Ordination hat, und ich bin ja jetzt auch oft beruflich in Wien.

Marion Hauser: Es scheint, dass Sie in der Zukunft angekommen sind. Davon zeugt auch der Spruch Ihrer Kollektion: „Wer seinem Herzen folgt, ist auf dem richtigen Weg.“

Bettina Assinger: Das Projekt ist eine Herzensangelegenheit. Ich saß am Schreibtisch, Doris Rose wollte eine Message von mir und ich schaute auf meinen Kalender, auf dem lauter Sprüche stehen. Und da war genau an diesem Tag dieser Spruch. Das kann doch kein Zufall sein, das war ein Zeichen!

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Im herzlichen Talk mit Redakteurin Marion Hauser

Fotos Marcel Gonzalez-Ortiz/Jones; Stefan Joham; Starpix/picturedesk.com

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