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People | 02.04.2015

Fashion ist ihr Business

Erfolgsgeschichte. Seit 13 Jahren leitet Marianne Bjarstad die Geschicke von Bik Bok. Anfang März eröffnete das norwegische Modeunternehmen seinen ersten Shop in Wien, dem heuer noch sieben weitere folgen sollen.

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Die Chefin. Marianne Bjarstad steht Bik Bok seit 13 Jahren vor. Das Unternehmen machte 2014 einen Jahresumsatz von etwa 144 Millionen Euro.

Vor 42 Jahren in Oslo als Jeanslabel gegründet, entwickelte sich Bik Bok langsam, aber stetig zur vor allem bei jungen Frauen sehr beliebten Modemarke. Bis vor kurzem mit mehr als 200 Stores in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark vertreten, eröffnete das erste Geschäft außerhalb Skandinaviens am 5. März im Wiener Auhof Center. Zum Shop-Opening reiste CEO Marianne Bjarstad nach Wien und gab uns ein Business-
Interview.

Seit 3. März gibt's alle Teile auch online zu Shoppen!

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Die 70ies sind diesen frühling auch bei Bik Bok los!

Klaus Peter Vollmann: Sind Sie zum ersten Mal hier in Wien?
Marianne Bjarstad: Nein, ich war in den letzten eineinhalb Jahren mehrmals in Wien, um Shoppingcenter zu besichtigen. Einmal habe ich sogar ein ganzes Wochenende hier verbracht, um ein Gefühl für die Zielgruppe zu bekommen. Man kann jede Menge Marktstudien in Auftrag geben, am wichtigsten ist es aber, die Zielgruppe zu erspüren. Wir mögen Österreich.

Klaus Peter Vollmann: Bik Bok gibt es bereits seit 1973. Warum hat es so lange gedauert, ehe Sie zu uns gekommen sind?
Bjarstad: Wir begannen als Modemarke, die an unterschiedliche Shops verkauft hat. Den ersten eigenen Store haben wir erst Anfang der 80er Jahre eröffnet. Als ich bei Bik Bok begonnen habe, hatten wir drei Shops in Schweden und 50 in Norwegen, wir waren eine typisch skandinavische Marke. Norwegen und Schweden sind sehr starke Märkte, wir konnten also ganz gut leben. Vor drei Jahren haben wir auch in Finnland
eröffnet, wir sind ein eher langsam wachsendes Unternehmen, wir hängen auch nicht davon ab, überall groß zu werden.

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Bik Bok setzt auf typisch skandinavischern Clean Chic.

Klaus Peter Vollmann: Sie werden heuer aber noch weitere sieben Shops in Österreich er-öffnen. Warum ist der Markt für Sie nun so interessant?
Bjarstad: Die wirtschaftliche Situation ist gut, der Markt ist überschaubar und dem skandinavischen ähnlich. Es gibt viel internationale Konkurrenz hier, aber kein österreichisches Bik Bok. Das macht es ein wenig leichter. Wir haben auch gehört, dass junge Leute hier immer offen sind für neue Brands.

Klaus Peter Vollmann: Wer entwirft eigentlich die Kollektionen?
Bjarstad: Wir haben unsere eigenen Designer, die in der Zentrale in Oslo arbeiten, aber, neben Norwegen, auch aus Schweden, Großbritannien und Australien kommen.

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Blau und Weiß sind Signature Colours bei Bik Bok

Klaus Peter Vollmann: Wird es in Zukunft einmal auch Herrenmode by Bik Bok geben?
Bjarstad: Nein, wir sind in einer Unternehmensgruppe mit Dressmann und Carlings, die Männermode produzieren. Wir bleiben bei den Mädels.

Klaus Peter Vollmann: Apropos Mädels: Ist es Ihnen ein Anliegen, Frauen ganz gezielt im Unternehmen zu fördern?
Bjarstad: Wir sind fast nur Frauen im Unternehmen, es wäre einfacher, Männer zu fördern (lacht). In der Management Group sind wir drei Frauen und nur ein Mann.

Klaus Peter Vollmann: Welche Ziele haben Sie für Bik Bok in den nächsten Jahren?
Bjarstad: Wir wollen in Österreich erfolgreich sein und in Finnland weiter wachsen. Wir wollen aber nicht den Umsatz verdoppeln, sondern Stück für Stück wachsen, weil das gesünder ist. Ich kenne auch fast alle 207 Shops. Einmal im Jahr treffe ich alle Shopmanager, und jedes dritte Jahr gehen wir auf „Living the Brand“-Reise, zuletzt nach Miami. 300 Mädels und drei Jungs … das war ein großer Spaß.

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