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People | 14.06.2015

Papa ist der Beste

Prominente Väter erzählen, wie sie ihren Ehren-Tag verbringen, welche Rituale sie mit ihren Sprösslingen pflegen und wie sie das neue Rollenbild erfüllen.

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Andreas Seidl - Der Super-Daddy.

Andreas Seidl

Andreas Seidl moderiert auf Puls 4 das Frühstücksfernsehen und hat ab Mittag viel Tagesfreizeit für Tochter Maxim Summer (4) und Sohn Levi Maddox (3).
Marion Hauser:
Vatertagsfan – oder ist das Kommerzwahn?
Seidl: Beides. Natürlich machen wir bei dem Kommerzwahn mit! Wobei es sich zur Zeit noch eher in Grenzen hält, denn meine Babys sind noch klein. Ich denke, ich bekomme ein schönes Bild gezeichnet und wir werden gemeinsam Muffins backen.
Marion Hauser: Waren Sie bei der Geburt dabei?
Seidl: Darüber könnte ich ein Buch schreiben, denn wir haben beide Kinder zu Hause bekommen. Da gab es nur die Mama (Sina Schmid), eine Hebamme und mich! Es war eine der besten Entscheidungen unseres Lebens.
Marion Hauser: Gibt es Papa-Kind-Rituale?
Seidl: Es wird jeden Abend ein Gute- Nacht-Lied gesungen und ein Nachtgebet gesprochen – und darauf darf nicht vergessen werden, das fordern die Kinder mittlerweile schon ein.

Bild (c) www.stefanjoham.com-5388.jpg
Herbert Steinböck - Der Drittel-Daddy.

Herbert Steinböck

Der Kabarettist und Schauspieler – er tourt derzeit mit neuem Programm „Aramsamsam“ durch die Lande (Termine: steinboeckstrobl.at) – hat aus der Ehe mit Schauspielkollegin Steffi Paschke Tochter Klara, 11 Jahre alt.
Marion Hauser: Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihrem Kind?
Steinböck: Das kann ich ganz genau sagen: Mein Kind ist genau 1/3 vom Monat bei mir. Das ist jetzt schon fix ausgemacht bis Ende 2016. Das finde ich optimal. Ich möchte auch kein Schönwetterpapa sein und hab daher die Klara auch oft unter der Woche. Also mit Hausübung machen, früh aufstehen und in den Schlaf singen.
Marion Hauser: Was verbinden Sie mit der Geburt?
Steinböck: Es war für mich das bewegendste Erlebnis meines ganzen Lebens. Ich hab geweint, hab gelacht und war eigentlich nur fassungslos! Zugegeben, am meisten habe ich geweint!
Marion Hauser: Bester Papa der Welt?
Steinböck: Weil ich der Papa auf der ganzen Welt bin, der meine Tochter unendlich und über alle Maßen liebt.

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Franzobel - Kreativer Papa.

Franzobel

Der Dichter, der auch hinreißende Kinderbücher schreibt (im August erscheint „Der kleine Pirat“) hat mit Schauspielerin Maxi Blaha den 5-jährigen Sohn Nepomuk und aus einer früheren Beziehung Laurenz (17).
Marion Hauser: Was bedeutet Ihnen der Vatertag?
Franzobel: Wir zelebrieren das nicht. Das Schönste, was man von Kindern bekommen kann, ist Vertrauen – und wenn sie älter werden: Freundschaft. Natürlich gab’s auch Geschenke, aber diese bemalten und beklebten Klopapierrollen und Käseschachteln sind mir kaum in Erinnerung geblieben.
Marion Hauser: Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihren Kindern?
Franzobel: Ich habe mich immer bemüht, die Kreativität zuzulassen. Also habe ich immer gern gezeichnet und irgendwelche Dinge gebaut. Burgen aus Pappkarton oder Hütten aus Abfall. Daneben natürlich Fußball und Brettspiele. Mit der Zeit ist es sehr unterschiedlich, aber ich bemühe mich, da zu sein.
Marion Hauser: Gibt es Papa-Kind-Rituale?
Franzobel: Vorlesen vor dem Schlafengehen. Die meisten meiner Kinderbücher sind so entstanden. Manch­mal Catchen.
Marion Hauser: Warum Sind Sie der beste Papa der Welt?
Franzobel: Die Frage ist nicht warum, sondern wann. Hoffentlich noch in diesem Leben.

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Richard Zahel - Kann nicht nein sagen.

Richard Zahel

Im Hause des Winzers und Heurigenwirts Richard Zahel ist immer etwas los. Kein Wunder bei drei Teenagern: Franziska (17, nicht auf dem Bild), Florian (16) und Valentin (11).
Marion Hauser: Feiern Sie den Vatertag?
Zahel: Da der Heurige zu dieser Zeit geschlossen haben wird, werden wir sehr, sehr lange frühstücken und herumalbern. Letztes Jahr haben mir die Kinder ein sehr schönes, großes Bild gemalt, das natürlich einen Platz am Kamin gefunden hat.
Marion Hauser: Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihren Kindern?
Zahel: Die Größeren sind ja schon flügge, aber mit dem Jüngeren toure ich am liebsten durch Österreich, und jedesmal müssen wir wieder erkennen, wie schön dieses Land ist.
Marion Hauser: Wie schnell sind Sie in die Vaterrolle hineingewachsen?
Zahel: Bin noch nicht ganz angekommen, aber ich arbeite daran. Nur: Je größer sie werden, desto schwieriger wird es.
Marion Hauser: Sind Sie ein strenger Vater?
Zahel: Nein, ich lasse Ihnen leider viel zu viel durchgehen. Ich kann nicht nein sagen …
Marion Hauser: Also der beste Papa der Welt.
Zahel: Ich liebe meine Kinder.

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Christian Nehiba und seine kleine Prinzessin.

Christian Nehiba

Der Sportkommentator und Reporter leitet seit 1. 11. 2010 die Sportredaktion bei Puls 4 und ist Vater der 6-jährigen Alisha.
Marion Hauser: Wie stehen Sie zum Vatertag?
Nehiba: Der wird nicht groß gefeiert. Wir nutzen den Tag, um intensiv gemeinsam Zeit zu verbringen. Es wird etwas Selbstgebasteltes vom Kindergarten geben und - bereits mehrfach im Vorhinein von meiner Tochter angekündigt – ein Vatertagsgedicht.
Marion Hauser: Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihrer Tochter?
Nehiba: Ungefähr zwei bis drei Tage pro Woche ist Alisha bei mir, dazu kommen zwei Urlaube im Jahr.
Marion Hauser: Habt Ihr beide spezielle Rituale?
Nehiba: Jede Menge, das macht ja die besondere Beziehung aus! Vom gemeinsamen Moderieren beim Frühstück über den „Strumpfhosentango“ beim Anziehen, das Rufen des Regenbogens nach einem Schauer bis zu immer wiederholten Redewendungen wie „Sitzt, passt, hat Luft!“.
Marion Hauser: Welche Erinnerungen haben Sie an die Geburt?
Nehiba: Der Moment, wenn du das winzige Geschöpf das erste Mal in den Händen hältst, verändert alles! Erst da wird einem richtig bewusst, was es heißt, Papa zu sein!
Marion Hauser:
Sind Sie ein strenger Vater?
Nehiba: Nur selten. Willkommen im Club der um den Finger gewickelten Väter!

Fotos: Stefan Joham, Katharina Schiffl, Ludwig Schedl

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