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People | 22.03.2016

5 Tage - 5 Anwälte: Wir haben die top Adressen!

Wir präsentieren euch jeden Tag eine von Wiens erfolgreichsten Anwältinnen! Heute stellen wir euch das gemischte Anwaltsdoppel GÄRNER-PERL vor. PLUS es gibt praktische Tipps von den Experten bezüglich Trennungen und Scheidungen.

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5 Tage - 5 Anwälte: Wir haben die top Adressen! © iStock by Getty Images

Gemischtes Anwalts-Doppel

Wahlmöglichkeit. Die Kompetenz eines guten Anwalts wird nicht am Geschlecht gemessen. Dennoch ist es manchmal von Vorteil, eine Anwältin oder einen Anwalt als Rechtsbeistand zu haben.

 

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Clemens Gärner und Susanna Perl sind ein eingespieltes Duo! „Unsere Klienten können wählen, wer sie vertreten soll, Mann oder Frau. Das ist ein Vorteil.“ Clemens Gärner

Das Anwalts-Duo Susanna Perl und Clemens Gärner hat einen entscheidenden Vorteil für ihre Klientel: Kunden können einfach wählen, von wem sie sich bei der Scheidung vertreten lassen möchten. Nach Ansicht der beiden sind Scheidungsverfahren der einzige Rechtsbereich, in dem es eine Rolle spielen kann, ob ein Mann oder eine Frau die Vertretung übernimmt.  

Emotion versus Ratio. Die Vertretung in einem Scheidungsverfahren ist immer Vertrauenssache. Handelt es sich hierbei doch um einen sehr sensiblen, persönlichen und intimen Bereich. Gute Anwälte nehmen die Emotion aus dem Scheidungsprozess, um den objektiven Blick auf das Ziel einer raschen, sauberen Trennung zu wahren, dennoch macht es manchmal einen Unterschied, ob die Klientin durch einen Anwalt und der Klient durch eine Anwältin vertreten werden. Vor allem, wenn es um das subjektive Gefühl der Sicherheit geht, dass die eigenen Nöte und Ansichten vom Gegenüber auch verstanden werden. 

Verwickelte Geschäfte. Wenn in einer Ehe über die Jahre Werte geschaffen, Unternehmen aufgebaut, Liegenschaften erworben wurden, ist die Trennung neben dem emotionalen um den wirtschaftlichen Faktor erschwert. Die Kompetenz im Insolvenzrecht, im Arbeitsrecht, im Gesellschaftsrecht und im Liegenschaftsrecht hilft dem erfolgreichen Anwalts-Duo dabei, Beteiligungen und Verstrickungen unterschiedlichster Art zu lösen. Denn das wirtschaftliche Know-how ist im Haus vorhanden.

 

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Experten für Ehe-, Partner­schafts- und Scheidungsrecht. Denn trotz aller Liebe ist die Ehe auch eine Wirtschaftsgemeinschaft.

GÄRNER-PERL im Interview

B-look: Eine Scheidung ist fast immer sehr emotional, der Blick auf die Realität getrübt. Wie bringen Sie die Menschen wieder auf eine neutrale Ebene?

Perl: Es ist besonders wichtig, auf die persönlichen Bedürfnisse des Klienten einzugehen und dann klarzumachen, welche Rechte und Pflichten, welche Ansprüche bestehen und wie wir diese gemeinsam durchsetzen können.

B-look: Ihre Klienten können wählen, wer aus Ihrer Kanzlei sie vertreten soll. Ist es je vorgekommen, dass mitten in einem Fall von einem zum anderen gewechselt wurde?

Gärner: Rein rechtlich vertreten wir jeder selbstständig, der Klient mandatiert nicht die Kanzlei, sondern entweder die Kollegin oder mich. Wenn es im Zuge eines Verfahrens von Vorteil ist zu tauschen, so kann es bei uns intern zu einer Vollmachtsübertragung kommen, die Betreuung kann somit nahtlos weitergehen.

B-look: Ist Mediation für Sie ein brauchbares Mittel?

Perl: Ich bin selbst ausgebildete Mediatorin, konzentriere mich aber auf die anwaltliche Beratung, doch es hilft durchaus bei der Verhandlungsführung und Verhandlungstaktik. Wenn man sich die Zeit nimmt für vielleicht zehn Sitzungen, ist Mediation ein probates Mittel.

Gärner: Mediation ist freiwillig und wenn Streitparteien sich dafür entscheiden, dann besteht grundsätzlich der Wille zum Konsens. Das ist positiv. Aber es wird versucht, Kompromisse zu erzielen, und nicht immer ist der Kompromiss das Beste für die Mandanten oder die Kinder.
In Kombination mit Verhandlungen ist Mediation sicher nicht unbrauchbar.

B-look: Kinder sind bei einer Scheidung die Leidtragenden. Ist die gemeinsame Obsorge das beste Ergebnis einer Scheidung?

Perl: Aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2013 soll die gemeinsame Obsorge der Regelfall sein. Wenn die Eltern ihre Konflikte aufgearbeitet haben, ist sie das Mittel der Wahl.

Gärner: Gemeinsame Obsorge erfordert ein hohes Maß an Reife und Verantwortungsbewusstsein. In der Praxis wird dies allerdings oft überschätzt und mit Kontaktrechten vermischt. 

B-look: Was würden Sie sich als Anwälte vom Gesetzgeber wünschen?

Gärner: Anwaltspflicht für alle Scheidungsverfahren wäre mein Wunsch. Weil der Scheidungsanwalt die Emotionalität eindämmen und den Blick auf das Wesentliche richten kann. Damit werden auch gerichtliche Verfahren erleichtert und beschleunigt. Ein Vorteil für alle Beteiligten.

Perl: Ich würde mir wünschen, dass die Verschuldensscheidung in Österreich abgeschafft wird. Schmutzwäsche waschen vor Gericht verlängert nur das Verfahren und hinterlässt unnötig verbrannte Erde.

EXPERTENTIPP:

Trotz aller Liebe

Rat vom Experten einholen

Tipp: Sich früh genug informieren und beraten lassen. 

 

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Mag. Susanna Perl und Dr. Clemens Gärner

Mag. Susanna Perl und Dr. Clemens Gärner sind die Experten und kompetente Partner, wenn es um Trennungen und Scheidungen geht. Durch ihre Zusatzkompetenzen im Wirtschafts- und Unternehmensrecht sind sie auch die erste
Adresse, wenn es zu Scheidungen im wirtschaftlichen Bereich kommt.

Rechtzeitige und richtige Beratung ist bei einer Scheidung oft ausschlaggebend, um zu einer praktikablen und
zukunftsorientierten Lösung zu kommen und um spätere Überraschungen zu vermeiden“, verweist Mag. Susanna Perl auf den Umstand, dass viele Ehepartner oft unüberlegt Dokumente unterschreiben und dadurch Fehler unterlaufen können, die dann womöglich auch erst Jahre später schwerwiegende Folgen haben können. Gerade bei Frauen, die sich entschieden haben, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern und sich im Laufe ihrer Ehe kaum oder gar nicht um die Finanzen kümmern mussten, kann dies bei einer Scheidung oft fatal enden. „Bei Frauen, die selbst auf eigenen Beinen stehen, wird dies nicht so eine Relevanz spielen wie bei Frauen, die Jahre ohne Einkommen waren und nun vor den Trümmern ihrer Ehe stehen und nicht weiterwissen. Das ist manchmal ein echtes Drama“, ergänzt Perl.

Wenn auch das Unternehmen Gegenstand einer nachehelichen Aufteilung wird oder einer der beiden Ehepartner ein Unternehmen betreibt bzw. mitbetreibt, kommt es zu nicht unwesentlichen Berührungen von Wirtschafts- und Scheidungsrecht. „Auch, wenn es grundsätzlich so ist, dass Unternehmen sowie Unternehmensanteile nicht in die nacheheliche Aufteilung fallen, ist hier Vorsicht geboten. Denn es können bei speziellen Fallkonstellationen durchaus Situationen im Zuge einer Scheidung auftreten, die sehr wohl Einfluss auf unternehmerische Aspekte nehmen“, erklärt Dr. Clemens Gärner. 

Um hier einen erbitterten Kampf um Hab und Gut überhaupt zu vermeiden,
einigt sich das Paar am besten noch vor der Eheschließung mittels eines Ehepakts über die Aufteilung eines Unternehmens bei einer möglichen Scheidung. Denn immerhin sollte stets bedacht werden, dass eine Ehe auch eine Wirtschaftsgemeinschaft ist, trotz aller Liebe!

 

Infos zur Kanzlei:

Neben Ehe- und Scheidungsrecht hat die Kanzlei Gärner-Perl u. a. folgende Bereiche im Portfolio:

Internationales Familienrecht, Erbrecht, Allgemeines Zivilrecht, Liegenschafts- und Insolvenzrecht, Schadenersatz z. B. bei ärztlichen Kunstfehlern oder Immobilienrecht.

Info: www.gaerner-perl.at

Tel. +43/(0)/1/718 88 00

kanzlei@gaerner-perl.at

Baumannstraße 4/11

1030 Wien

 

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TEXT Gabriele Stanek

FOTOS Ludwig Schedl

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