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People | 18.12.2015

Secrets of my success

Die Direktorin des neu eröffneten Park Hyatt Vienna, die schon in Asien und den USA Hotels geleitet hat, liebt ihren Job in Wien. Uschi Pöttler-Fellner traf sie zum ganz persönlichen Interview.

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Monique Dekker „Ich bin Teil meines Teams. Wenn viel Betrieb ist, helfe ich schon mal beim Service aus.“

Monique, es ist jetzt 12 Uhr zu Mittag, High Noon im Hotelbetrieb. Wie war Ihr Tag bis jetzt?

Spannend! Ich bin um Viertel vor sechs aufgestanden, habe meine ­E-Mails gecheckt, hatte dann eine Fitness-Stunde mit unserem Personal-Trainer vom Hotel-Spa. Praktisch, weil ich bei dieser Gelegenheit gleich sehe, was in unserem Spa abläuft. Und wo wir noch optimieren können. In unserem Spa-Bereich habe ich mich dann auch gleich umgezogen und bin direkt zu unserem ersten Morning-Briefing mit den Mitarbeitern ins Büro gegangen. Unser täglicher Jour fixe, bei dem alles Wichtige besprochen wird. Welche Gäste kommen an, wer reist ab, wo können wir unterstützen. Nach der Sitzung habe ich zwei unserer Stammgäste zum Frühstück getroffen. Und mit einigen anderen Gästen sehr interessante Unterhaltungen geführt.

Sie sind als Direktorin immer mitten im Geschehen. Begrüßen Sie jeden einzelnen Gast?

Die meisten Gäste kann ich begrüßen, ja! Alle würde ich nicht schaffen. Ich mag es, Teil des Hotelbetriebes und präsent zu sein. Ich verstecke mich nie. Das ist auch das Schöne an meinem Job: Jeden Tag ist alles wieder neu, alles ist in Bewegung. Ich liebe es, bei meinen Gästen zu sein! Eigentlich fast rund um die Uhr.

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Talk Am Hof. Hyatt-Direktorin Monique Dekker und Magazin-Macherin Uschi Pöttler-Fellner über Karriere, sportlichen Ehrgeiz und das Leben im Hotel.

Wohnt man als Hotel-Direktorin des Park Hyatt im Hotel?

Mein Mann und ich wohnen genau sieben Fahrrad-Minuten vom Hyatt entfernt. Ich fahre zwar nicht jeden Tag mit dem Fahrrad ins Hotel, aber ich könnte! Unsere Wohnung ist jedenfalls so nahe, dass ich sofort da bin, wenn ich gebraucht werde.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten im Haus? Und welche Gäste sprecht ihr konkret an?

Wir haben ca. 230 Mitarbeiter und 143 Zimmer, das heißt, auf jeden Gast kommt auch mindestens ein Mitarbeiter. Damit kann man natürlich viel persönlichen Service anbieten und die Gäste rundum betreuen. Natürlich sprechen wir die einzelnen Geschäftsreisenden ebenso wie Gruppen an und auch jene Gäste, die ein wunderbares Wochenende in Wien verbringen wollen und den gehobenen Standard der Park Hyatt-Marke schätzen. Besonders wichtig ist es uns auch, das lokale Publikum anzusprechen. Wir möchten zum bevorzugten Ort werden, wenn es um Familienfeiern, Geschäftstermine oder einfach ein schönes Abendessen mit Freunden und Familie geht. Auch unser Spa-Bereich ist für Gäste von außerhalb zugänglich, da gibt es tolle Mitgliedschaften.

Das heißt, ich könnte mich in eurem Spa- und Fitness-Bereich runderneuern?

(lacht) Absolut! Zudem ist ja auch noch unsere Location fantastisch, das heißt, nach der Runderneuerung ist man mitten im Shopping-Zentrum und im schönsten Teil der City.

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Als Sie der Ruf ereilt hat, als Direktorin nach Wien zu gehen: ­Haben Sie spontan zugesagt?

Nicht spontan, aber bald! Ich war vorher schon einmal privat in Wien und habe mir, damals zufällig, das Haus angesehen. Und dann kam vor zweieinhalb Jahren die Anfrage, ob ich es als Direktorin übernehmen will. Also habe ich mir das Haus noch einmal angeschaut und überlegt: Was kann man aus diesem tollen Haus an dieser fantastischen Location machen? Welche Gäste sprechen wir in diesem historischen Gebäude an, wie könnte der Gastronomiebereich aussehen? Wie kann ich diesen Umbau begleiten? Und ich bin dann relativ rasch zum Entschluss gekommen, dass ich es machen möchte. Wien ist, nach New York, Boston, Princeton, Chicago, Singapur, Tokio und Düsseldorf, mein neuntes Park Hyatt. Und ich liebe es hier!


Das klingt danach, als hätte sich Ihr Leben schon immer im Hotel abgespielt.


Ja, genau (lacht). Ich wusste schon als kleines Mädchen, dass ich später einmal im Hotel arbeiten will. Ich komme aus einer holländischen Gastro-Familie, Gastronomie und Hotels, das war immer mein Leben! Das fand ich spannend. Und ich wollte auch immer Hotel-Direktorin werden. Ich habe gleich ganz oben angesetzt, schon als Kind.
Als Direktorin müssen Sie alle Bereiche kennen. Haben Sie schon jemals ein Zimmer im Hotel geputzt?
Sicher! Man kann diesen Job nur machen, wenn man über alles ganz genau Bescheid weiß. Ich packe bis heute gerne selbst an, wenn Not am Mann ist.

Bilder: Sabine Hauswirth

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