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People | 02.05.2017

Sie hat den Bogen raus!

Mit viel Know-how bringt Margot Helm die Kaltwachs-Enthaarungsstreifen „andmetics“ auf internationale Beautymärkte. Der Erfolgs-Talk.

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„Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, muss man nie wieder arbeiten!"

Kaum ein Bereich der Beauty- Industrie hat in den vergangenen Jahren einen derartigen Boom erlebt wie Produkte für die Augenbrauen. Dieser Hype machte auch vor Margot Helm nicht halt. Die 36-jährige Marketing- und Vertriebsexpertin stieg 2014 in das Unternehmen von Star-Visagistin Andrea Lehner ein, die mit „andmetics“ Kaltwachs- Enthaarungsstreifen für Augenbrauen entwickelt hat. Und die Zusammenarbeit der beiden Powerfrauen trägt reiche Früchte. Gibt man „andmetics“ in die Suchmaschine Google ein, erhält man sensationelle 35.000 Ergebnisse. Und die nächste sensationelle Station sind die Walmart-Märkte in den USA. Im look!-Interview erzählt Margot Helm, wie das alles gelungen ist.


look: Wie sind Sie zu „andmetics“ gekommen?

Margot Helm: Anfang 2014 übernahm „andmetics“- Gründerin Andrea Lehner mein Styling für den Wiener Opernball. Schon damals interessierte ich mich für „andmetics“, und wir erkannten beide, dass ihre Erfindung, mit ihrem Expertenwissen als Kosmetikexpertin, und meine wirtschaftliche Erfahrung die ideale Kombination für einen erfolgreichen Markenaufbau sind.

 

Was hat sich verändert, seitdem Sie bei „andmetics“ eingestiegen sind?

Ich arbeite rund um die Uhr. Das Schöne daran ist allerdings, dass ich all diese Stunden nicht in „Arbeit“ und „Freizeit“ trenne, weil ich meine Leidenschaft, etwas zu erschaffen, ein Unternehmen aufzubauen und wachsen zu sehen, zum Beruf machen durfte. Darüber bin ich sehr glücklich.

 

Enthaarungsstreifen aus Wachs gibt es bereits am Markt – was macht „andmetics“ so besonders?

Das stimmt, aber wir haben uns die ideale Form einer natürlich geschwungenen Augenbraue, nämlich zwei Drittel ansteigend und ein Drittel abfallend, patentieren lassen. Die Strips passen auf jede Augenbraue.

 

In der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ hat „andmetics“ überzeugt, und Sie konnten ein Investment von 500.000 Euro mit nach Hause nehmen. Wie war das Feedback?

Großartig! Wir wurden mit Gratulationen überhäuft und sind unendlich dankbar, Menschen in unserem Umfeld zu haben, die uns den Erfolg gönnen.

 

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Wo ist „andmetics“ erhältlich?

Über unseren Webshop (www.andmetics.com) erreichen wir Endkunden weltweit. In Österreich sind wir flächendeckend beim Marktführer Bipa und europaweit in allen Müller-Filialen vertreten. Den Sprung über den Großen Teich haben wir Anfang dieses Jahres über einen führenden Teleshopping-Sender in Kanada geschafft. Derzeit führen wir Detailverhandlungen für die Listung beim weltweit größten Einzelhändler Walmart. Parallel dazu bereiten wir den Markteintritt im Drogerieund Online-Handel in Malaysia und Singapur vor.


Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie?

Wir sind derzeit fünf Mitarbeiter und werden aufgrund des Wachstums heuer noch weitere einstellen.

 

Was fasziniert Sie daran, in Startups zu investieren?

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es nur zwei Dinge gibt, die uns Menschen dauerhaft glücklich machen: etwas zu erschaffen und anderen zu helfen. Im Fall von „andmetics“ werden beide Bedürfnisse befriedigt: Wir haben ein Produkt erschaffen, das unzähligen Menschen hilft, ihren Alltag zu vereinfachen.


Wo sehen Sie „andmetics“ 2022?

In fünf Jahren wird „andmetics“ weltweit das Augenbrauenzupfen revolutioniert haben. Mein persönliches Ziel ist, dass alles so bleibt, wie es ist, dass es weitergeht wie bisher. Denn wenn man sein Hobby zum Beruf macht, dann muss man nie wieder arbeiten (lacht).

 

Was zeichnet Sie aus?

Ich bin eine Vollblut-Managerin. Nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Leben bin ich bekannt dafür, dass ich Dinge organisiere und umsetze, dass ich den Überblick behalte und immer wieder neue Projekte anpacke.

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POWERDUO: Margot Helm mit ihrer Geschäftspartnerin und Freundin „andmetics“-Erfi nderin Andrea Lehner (l.).

Würden Sie sich eigentlich wieder selbstständig machen?

Ja, unbedingt! Wenn mich jemand fragt, ob er sich selbstständig machen soll, dann rate ich: „Mach es, aber nur, wenn du es mit ganzem Herzen tust.“

 

Was inspiriert Sie?

Die meisten Einfälle oder Anregungen kommen mir, wenn ich mich mit der Natur beschäftige. Eine Ameise zum Beispiel kann das Vielfache ihres eigenen Körpergewichts tragen und transportieren – so nach dem Motto: Nichts ist unmöglich. Das gibt mir Inspiration.

 

Sie sind gebürtige Mödlingerin. Was hat Sie nach Oberösterreich verschlagen?

Meine Großeltern lebten in Linz, und ich verbrachte als Kind immer einen Teil meiner Ferien in Oberösterreich. Als ich für die Hofer KG zu arbeiten begann, bin ich 2006 nach Wels gezogen. Seit 2010 leben mein Mann und ich in Linz.


Sie sind sehr attraktiv. Gibt es ein Beautygeheimnis?

Danke! Ich glaube, es ist eine gute Mischung aus gesunder Ernährung, viel Wasserzufuhr, der richtigen Balance an körperlicher Betätigung und Auszeit, reichhaltige Hautpflege und tägliches Abschminken. Außerdem sollte man das Leben nicht zu ernst nehmen und immer wieder an seiner seelischen Ausgeglichenheit arbeiten.


Wo tanken Sie Energie?

Beim täglichen Kraft- und Ausdauertraining, in der Natur: Bergsteigen, Klettern, Skifahren, Surfen, Laufen …

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Fotos von: THERESA KAINDL photography

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