Loading…
Du befindest dich hier: Home | Beauty

Beauty | 27.09.2018

Wenn die Haare immer dünner werden

Haarausfall ist tragisch und für viele Frauen ist dies weit mehr als nur ein Schock. Die psychische Belastung, die mit den dünner werdenden Haaren einhergeht, ist immens. Mit jedem Haar, welches an der Kleidung haftet, mit jedem Haarewaschen, das einem die Haare wie Wasser zwischen den Fingern in den Abfluss rinnen lässt, mit jedem Bürstenstrich geht praktisch ein Stück der eigenen Weiblichkeit verloren. Dabei muss Haarausfall aber auch keine unaufhaltbare Angelegenheit sein und bei Weitem nicht jeder Haarverlust ist auf eine echte Erkrankung zurückzuführen. Dieser Artikel schaut sich die Hintergründe einmal an und erklärt, welche Möglichkeiten Frauen haben.

Bild girl-1246525_1920.jpg
Gerade für Frauen ist es sehr belastend, wenn die Haarpracht nachlässt © Free-Photos (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Woran kann Haarausfall liegen?

Die Ursachen für Haarausfall können unglaublich vielseitig sein. So kann er als Nebenwirkung bei Chemotherapien auftreten, genetischen Ursprungs sein, aber auch psychische, medikamentöse oder hormonelle Ursachen haben. Aber zuerst einmal muss geklärt werden, was Haarausfall überhaupt ist. Denn der Verlust ist, bis zu einer gewissen Menge, normal:

  • Wachstumsphase - in dieser Phase wachsen die Haare. Sie »leben« während dieser Zeitspanne, die zwischen zwei und sechs Jahren andauert, ist die Wurzel aktiv und das Haar verlängert sich. Diese Phase trifft auf bis zu 85 Prozent des Kopfhaars zu.
  • Übergangsphase - die Haarwurzel wird nun nicht mehr mit Nährstoffen gespeist. Diese Phase dauert nur zwei Wochen und hat eine Verhornung der Wurzel zur Folge.
  • Ruhephase - über ungefähr drei Monate befindet sich das Haar in dieser Phase, bis es schließlich ausfällt und Platz macht für ein neues Haar.

Bis zu einhundert Haare täglich verliert ein gesunder Mensch. Grundsätzlich gibt es hier Phasen. So klagen viele Frauen im Spätsommer und Frühherbst unter einem vermehrten Haarverlust. Der Mensch vollführt zwar keinen direkten Fellwechsel, doch ist zu vermuten, dass starke Sonneneinstrahlung die Übergangsphase der Haare beschleunigt und im Herbst das »alte Fell« abgestoßen wird.

Tatsächlicher Haarverlust zeichnet sich dann ab, wenn über eine längere Phase deutlich mehr als einhundert Jahre am Tag verloren werden. Gerade beim und nach dem Haarewaschen klagen Betroffene über unzählige Haare im Abfluss, der Bürste und dem Waschbecken. Dieser Haarverlust kann mehrere Ursachen haben:

  • Hormonell - zu Beginn der Pubertät, nach der Entbindung, aber auch in den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt im Körper. Das kann mitunter dazu führen, dass Haare abgestoßen werden. Auch ein durch die Schilddrüse ausgelöstes Hormonungleichgewicht kann Haarausfall auslösen.
  • Genetisch - auch bei Frauen gibt es genetische Ursachen für einen vermehrten Haarverlust.
  • Medikamentös - längst nicht nur bei Chemotherapien reagiert der Körper mit Haarverlust. Der Wechsel einer hormonellen Verhütungsmethode kann den Ausfall ebenso hervorrufen, wie unzählige weitere Medikamente.
  • Psychisch - die Psyche greift unmittelbar in den Hormonhaushalt ein. Setzt der Körper beispielsweise aufgrund von Problemen am Arbeitsplatz vermehrt Stresshormone frei, hat dies eventuell Auswirkungen auf die Haarphasen.

Problematisch bei der Diagnosestellung ist, dass Ärzte das Thema häufig nicht allzu ernst nehmen. Zugleich zeigen die Haare Missstände im Organismus oder der Psyche mit verspäteter Wirkung, also ungefähr drei Monate später auf. Das heißt, dass ein stressiges Ereignis schon längst verarbeitet sein kann, aber die Haare Monate später ausfallen. Bei medikamentenbedingtem Haarausfall ist dies ein schwieriges Thema, da viele Betroffene mit ihren Medikamenten zurechtkommen und keine Nebenwirkungen feststellen - und kaum jemand daran denkt, dass der Haarausfall eben diese eine Nebenwirkung ist.

Was lässt sich dagegen tun?

Gerade durch die zeitliche Verzögerung ist es nicht einfach, eine Ursache festzustellen, sofern diese nicht genetisch bedingt ist. Wer feststellt, dass die Haare über einen längeren Zeitraum vermehrt ausgehen und die Längen dünner werden, sollte daher zuerst einmal eine Liste aufstellen:

  • Beginn - wann begann der Haarausfall?
  • Letzte 3 Monate - was war in den letzten drei Monaten vor Beginn des Haarausfalls? Gab es besonders stressige Zeiten? Gab es psychische Belastungen?
  • Neue Medikamente - wurden in den letzten Monaten neue Medikamente eingenommen oder wurde ein Medikament abgesetzt?
  • Sonstige Besonderheiten - jede Besonderheit oder Abweichung von der Norm kommt hier rein. Auch, wenn es häufigere unruhige Nächte oder Magenverstimmungen sind.

Beim Arzt sollte nun auf jeden Fall ein großes Blutbild durchgeführt werden. Nicht selten stammt der Haarverlust von einem hormonellen Ungleichgewicht oder einem Vitaminmangel. Auch eine gute Pflege kann hier helfen. Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Spezialpräparate - einige Präparate stärken die Haarwurzel und fördern das Haarwachstum. Diese Präparate eignen sich aber nur, wenn es Nachwuchs gibt. Dieser lässt sich an vielen kleinen Haaren im Scheitelbereich erkennen.
  • Haartransplantation - unter bestimmten Voraussetzungen bietet sich eine Haartransplantation an. Spezialisierte Anbieter wie Hair4life Österreich weisen hier oft sehr gute Ergebnisse vor (https://www.hairforlife.at/haartransplantation/). Dies funktioniert besonders dann, wenn sich der Haarausfall auf den Vorderkopf und die Schläfenregion beschränkt, also genetischer Natur ist. Inhaber Andreas Krämer ist Experte für Haartransplantationen und aus vielen Medien bekannt.

Lässt sich Haarausfall vorbeugen?

Da Haarverlust so viele verschiedene Ursachen haben kann, ist es kaum möglich, ihn absolut vorzubeugen. Jedoch können das Haar und der Körper an sich gestärkt werden, sodass die Haarwurzeln alle Nährstoffe haben, die sie benötigen:

  • Ernährung - eine gesunde, abwechslungsreiche und vitaminreiche Ernährung ist für gesundes Haar unumgänglich. Phasenweise können Frauen auch mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen und ihrem Haar beispielsweise eine Biotinkur gönnen.
  • Pflege - häufig lässt sich schon mit einer verbesserten Haarpflege der Verlust in Grenzen halten. Das tägliche Waschen ist beispielsweise schädlich und trocknet das Haar und die Kopfhaut aus. Auch sollten Haare nicht im nassen Zustand gebürstet werden.
  • Psyche - sich selbst etwas zu gönnen ist wichtig. Und das bedeutet: Ruhe. Der Körper sollte zur Ruhe finden und nicht ständig unter Strom stehen. Auf diese Weise werden weniger Stresshormone ausgeschüttet und die Haarwurzeln reagieren nicht über.

Obgleich es schwerfällt, sollten Betroffene nicht ständig die verlorenen Haare zählen oder akribisch beim Waschen prüfen, wie viele Haare ausgehen. Auch diese Handlungen verursachen Stress, die das Haar wiederum weiter belasten.

Bild woman-3170568_1920.jpg
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, gegen Haarausfall vorzugehen © pixel2013 (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Fazit - Ursachenforschung ist wichtig

Betroffenen Frauen kann nur geraten werden, aktiv nach den Ursachen ihrer Beschwerden zu forschen und bei Ärzten darauf zu beharren, dass etwas unternommen wird. Viele Ärzte belächeln das Thema nur - hier gilt es, notfalls aufzustehen und den Arzt zu wechseln.