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Uschi Fellnerlook into my life

Uschi Fellner | 27.02.2015

Wie gut, dass ...

... ich nicht Chefredakteurin der Vogue bin!

Ich weiß ja nicht, wie das in Hollywood gehandhabt wird, aber wenn wir in Wien in unserem Frauenmagazin look! prominente Damen in schönen Kleidern abbilden (Opernball!), laufen danach die Telefone heiß. Society-Lady S. seufzt hinein: Sie sähe auf dem Foto aus wie ein gefüllter Krapfen (wir widersprechen leise), das schlechte Licht des Fotografen hat sie um zehn Kilo dicker gemacht. Und alle ihre Freundinnen sind entsetzt. Seufz.
Zehn Minuten später ist Society-Dame M. am Rohr. Schon komisch, sagt sie, dass wir „immer nur“ Frau S. abbilden und „nie sie“! Dabei hätte sie heuer ein soo schönes Kleid getragen, soo schaaade! Beide, S. und M., sind sich aber ungefragt einig, dass Society-Lady H. einen ur-schiachen Fetzen anhatte und dass der Friseur von Frau D. verhaftet gehört.
Nehmen wir an, ich wäre die Chefredakteurin der USVogue, nach der Oscar-Nacht: Würde mich Jennifer Aniston anrufen, um zu höhnen, dass Angelina Jolie wieder ausgesehen hat wie die letzte Sumpfassel? Würde Gwyneth Paltrow giften, dass Heidi Klum, seufz, zu alt für ihren Schlampen-Fummel ist? Und was sagt man denen dann darauf?
Muss einen Grund haben, warum Anna Wintour, die Chefin der US-Vogue, immer mieselsüchtig dreinschaut. Zu viele Seufzerinnen am Rohr ...