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My little ViennaTrend & Event-Blog

My little Vienna | 09.07.2015

Workout unter Strom!

Power-Training. Doppelt so effektiv wie aktives Training auf der Hantelbank soll der Trend-Kraftsport EMS sein. Wir haben das Schwitzen unter Strom 10 Wochen lang im Wiener Studio Stromwerk getestet. Wer straff werden und abnehmen möchte, muss aber zusätzlich auch auf die Ernährung achten. 10 Wochen lang hat mich Ernährungsberaterin Mag. Christine Dorner auf meinem sportlichen Power-Weg begleitet! PLUS: Wir haben 10 Goodies für Euch!

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Volle Power

Schon mehrere Freundinnen hatten mir in den letzten Jahren von dem Trend EMS (Elektrostimulationstraining) erzählt. „Das Workout dauert nur 20 Minuten und kräftigt die Muskeln so stark wie während zwei Kraftkammer-Einheiten im Fitnessstudio“, hörte ich da. „Wenn das wirklich wahr ist, muss ich das ausprobieren!“, dachte ich und meldete mich im Wiener EMS-Studio STROMWERK an. Challenge: 10 Wochen, zweimal pro Woche, je 20 Minuten Training. Let’s do it!

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Das Wiener Studio STROMWERK liegt in der Praterstraße im 2. Bezirk und bietet persönliche Beratung und Betreuung bei jeder EMS-Einheit.

Das Training.

Beim STROMWERK in der Wiener Praterstraße fühlte ich mich sofort wohl. Helle Räume, fast wie ein Loft in New York, ein großer Trainingsraum – bei jeder Einheit werden dort zwei Personen von einem Personal Trainer betreut – eine große Küche, Waschraum und Umkleidekabinen, die an Alice im Wunderland erinnern.

Trainiert wird in Funktionswäsche, einer Weste und vier Manschetten, an deren Elektroden die Kabel, die mit dem Trainingsgerät verbunden sind, angesteckt werden. Nun kann es losgehen. Vier Sekunden Strom, vier Sekunden Pause, immer im Wechsel – das ist der Rhythmus des 20-minütigen Trainings. Anstrengend? Ja, sehr! Das soll es auch sein. EMS stammt ursprünglich aus der Reha. Dort wird Reizstrom nach Verletzungen eingesetzt, um Muskelschwund zu verhindern. Später machten sich Spitzensportler den Strom zunutze, um ihre Leistung zu steigern. Wie das funktioniert? Durch den Reizstrom wird die natürliche Kontraktion der Muskeln von außen verstärkt, es ist deutlich anstrengender und der Muskel arbeitet doppelt so hart, wie wenn man dieselbe Übung ohne Strom durchführt. Kurz gesagt: Der Muskel powert sich doppelt aus.

EMS-Workout
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Man kennt ja die offenen Studios an der Straße, in denen man in der Auslage trainiert. Das Gegenteil ist hier der Fall. Wie ein Brooklyn-Loft wirkt das Studio innen mit großem Wohnzimmer, Küche und hippem Interieur. Pump-Studios wie McFit waren also nicht ihr Design-Vorbild. Und das gut versteckt in einem Innenhof an der Praterstraße im 2. Bezirk.
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Dann gehts los. Der Trainer legt die am Anfang die Gürtel für Gesäß, Beine, Rücken und Arme an. Die Weste und Gurte sind mit Kabeln verbunden, durch die die elektrischen Impulse beim Training dann zu deinen Muskeln gelangen.
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Genug trinken vor dem Training und 2 Stunden zuvor nichts Schweres essen.
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Volle Power. Eine Kraftübung nach der anderen wird nun auf Ball, Matte, Sprossenwand oder mit Gewichten absolviert. Trainiert wird nicht nur mit Eigengewicht sondern auch mit Hanteln, Bällen und Bändern. Je weiter man im Training schon ist, desto mehr kann man sich hier natürlich fordern. Das ist wie bei klassischem Krafttraining.
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So, los gehts. Begonnen wird mit der EInstellung der Intensität der Impulse. Dafür spannst du deinen Körper an und der Trainer stellt die Impulse hoch. Erst Beine, dann Arme, Po, Bauch und Rücken. Du spürst sofort ob die Impulse zu stark sind oder es er es noch weiter raufstellen kann. Das fühlt sich nicht wie Schmerz an sondern eher wie ein hoher Druck. Der Druck ist natürlich anstrengend für die Muskeln.
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Wer schon etwas öfter beim Training war, hat die Impuls-Stärke schon voreingestellt und kann sich von mal zu Mal leicht steigern.
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20 Minuten lang wird in 4 Sekunden-Intervallen trainiert. Also 4 Sekunden anspannen und die Stromimpulse sind aktiv, 4 Sekunden Ruheeinheit.

Fazit.

20 Trainingseinheiten habe ich in den 10 Wochen absolviert. Zusätzlich standen Ausdauertrainings und ­Biken auf dem Programm. Da ich regelmäßig Sport mache, war die Umstellung für mich nicht so groß. Diätologin Mag. Christine Dorner erstellte mir zusätzlich einen Plan, der Zucker, Kohlehydrate und Alkohol auf ein Minimum reduzierte und durch viel, viel Eiweiß ersetzte. Zwei Fettmessungen zeigten: In 10 Wochen hatte ich 1,8 kg reines Fett verloren und 2 kg Muskelmasse aufgebaut. Da Muskeln schwerer als Fett sind, sah man von dieser Veränderung auf der Waage nichts. Ebenfalls habe ich am Bauch und an den Beinen sichtlich Muskeln dazugewonnen und ich kann zum ersten Mal in meinem Leben Liegestütze machen.

 

Sport ohne gesunde Ernährung bedeutet viel Mühen mit wenig Erfolg:

Tipps von der Ernährungsberaterin Mag. Christine Dorner

Eiweiß ist das Geheimnis. Wer Sport treibt, Muskeln aufbauen und so seinen Körper straffen will, muss genügend Eiweiß essen. Das heißt: 3x am Tag Eiweißzufuhr! Am Morgen ein Ei, Joghurt oder Magertopfen, zu Mittag Salat mit Thunfisch, Feta oder Mozzarella und am Abend Hühnchen, Fisch oder fettarme Milchprodukte. Klingt viel, ist aber gerade mal genug. ernaehrungsordination.at

Wir haben Physiotherapeutin Tina Reiskopf nach ihrer Expertenmeinung zum EMS-Trend gefragt.

 

Cecilia: Training mit Stromimpulsen wirkt doppelt so gut wie herkömmliches Workout. Wie funktioniert das?
Reiskopf: Beim klassischen Krafttraining spannen sich zuerst die roten, ausdauernden und erst anschließend die schnellen, weißen Muskelfasern an. Bei EMS sollen fast hundert Prozent aller Muskelfasern gleichzeitig aktiv werden. Dadurch wird angeblich effektiver und nachhaltiger Kraft aufgebaut.

Cecilia:  Kann das EMS-Training dem Körper schaden?
Reiskopf: Nein, denn durch das EMS-Training wird nur die quergestreifte Skelettmuskulatur angesprochen. Die glatte Organmuskulatur oder auch das Herz wird nicht erreicht. Während der Schwangerschaft, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie oder anderen Erkrankungen kann sich das Training jedoch negativ auswirken. Wer EMS ausprobieren möchte, sollte deshalb vor dem Start sicherheitshalber seinen Arzt fragen.

Cecilia: Wie sieht es mit Spätfolgen aus? Kann das Training meinen Muskeln langfristig schaden?
Reiskopf: Nach derzeitigem Wissensstand schadet das EMS-Training dem Muskel langfristig nicht, da die niederfrequenten Ströme von bis zu 150 Impulsen pro Sekunde und niedrigen Stromstärken nicht gefährlich sind. Langfristige Studien gibt es aber noch nicht.

Cecilia: Über einen wie langen Zeitraum und wie oft sollte EMS-Training gemacht werden?
Reiskopf: Da die Regenerationszeit bei EMS lange ist, sind ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche genug. Es reicht jedoch nicht, EMS-Training nur über einen kurzen Zeitraum zu machen. Um einen langfristigen Erfolg zu haben, muss man dauerhaft anwenden. Ausdauertraining ist bei EMS jedoch nicht abgedeckt.

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