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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 07.03.2015

Kendo, Franklin und Geysire –

Oder: Ganz nah an der ursprünglichen Kraft in mir.

Samstag Morgen, halb neun. Ich bin ungewöhnlich früh für einen Samstag auf dem Weg durch die halbe Stadt. Kurz nach neun steige ich bei der U-Bahn-Station Donaumarina aus. Phuuu. Auf geht’s. Letzte Nacht habe ich wenig geschlafen. Die Woche war körperlich ziemlich fordernd. Es waren ganz schön viele Yoga-Frösche im Kinderyoga diese Woche.....Wer weiß, wie die gehen – nämlich aus der Hocke ganz hoch hüpfen, mit den Knien „fast bis zur Decke“, möglichst mehrmals hintereinander –, wird sich nicht wundern. Kurz gesagt, mein Körper würde lieber alle Viere von sich strecken, als jetzt schon unterwegs zu sein. Zu einem Workshop, bei dem es um Fitness geht. Mhm.

 

Ich steuere also auf die Sportanlage des S.C.HAKOAH zu. Auf dem Weg überholt mich ein Mann mit einer auffälligen, schmalen, schwarzen Tasche über der Schulter. Vor dem Eingang gesellen sich noch ein paar weitere dazu.... Merkwürdig, denke ich mir noch und gehe hinein. Eine Viertelstunde später, werde ich ihre lauten und koordinierten Kampfschreie beim Kendo, einer japanischen Kampfkunst mit Bambusschwertern aus der Nebenhalle hören. Das Rätsel um die schwarzen Taschen ist also gelöst, und ich kann mich gedanklich auf den Workshop konzentrieren, wegen dem ich heute hierher gekommen bin.

 

Es geht um Bewegung und Geschichten....Bewegungsgeschichten. Für Kinder. Elemente aus der Rhythmik und der für mich total spannenden Franklin-Methode bieten ein wertvolles Spektrum an Tools. Ich freue mich schon sehr darauf, sie nächste Woche mit den Kids in den Yogastunden auszuprobieren! Die Energie in uns wecken wir z.B. wie einen Geysir, ein fröhlicher Wildbach kitzelt uns zwischen den Zehen und belebt den ganzen Körper, die Füße graben wir tief in warmen Sand und fühlen uns dabei geerdet und stabil... Für Kinder verpackt in lustige Geschichten, spüre ich, welch starken Effekt diese Übungen auch auf mich als Erwachsene haben.

Neben den fachlichen Inputs ist der Tag aber noch aus einem anderen Grund ein großes Geschenk. Schon der chinesische Philosoph Konfuzius meinte:

 

Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es mir merken.
Lass es mich erleben, und ich werde es verstehen.

 

In diesem Sinne geht es heute vor allem um das Selber-Ausprobieren und -Erleben. Der Workshop gibt mir dadurch die Gelegenheit, in die bunte Welt der Kinder einzutauchen, Kind zu sein, mein inneres Kind spielen zu lassen. Dabei entdecke ich immer wieder etwas Neues, Unerwartetes, komme ganz nah an die ursprüngliche Kraft in mir heran. Das macht nicht nur Riesenspaß, sondern ist für meine Arbeit mit Kindern einfach ein ganz wichtiger Schlüssel.

 

Kurz vor 18 Uhr verlasse ich lächelnd den S.C.HAKOAH wieder. Mein erst so müder Körper hat nicht nur gut durchgehalten, sondern durch die Übungen sogar wieder Kraft gewonnen. Trotzdem freue ich mich jetzt auf ein heißes Bad. Und ich stelle mir in Gedanken schon vor, ganz à la Franklin Methode, wie ich statt in meiner weißen Badewanne, in einem goldenen Trog gefüllt mit köstlichem lila Zaubertrank liege und meine Zellen sich mit Superkräften füllen..... Aaaah!

 

Wer Lust bekommen hat, mit mir gemeinsam einen Tag lang in die bunte Welt der Kinder einzutauchen, nämlich mithilfe von Kinderyoga, der hat am Samstag, den 21. März bei einem Impuls-Workshop für Eltern, PädagogInnen und alle interessierten Erwachsenen die Gelegenheit dazu.

 

So, aber jetzt ab in die lila Fluten....!

 

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