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Uschi Fellnerlook into my life

Uschi Fellner | 16.06.2020

Eine Frage der Intelligenz

Das Schöne an der Corona-Lock-down-Phase war, dass ich Zeit hatte, die Frühjahrs/Sommer-Kataloge durchzukämmen. Besonders anfällig bin ich für „Intelligente Geräte“. Ich liebe intelligente Geräte, solange ich sie nicht benutze. Sobald ich ver-suche, die Intelligenz von Speiseeis-, Brotback- oder ähnlicher Maschinen zu ak-tivieren, schaltet mein eigenes Intelligenz-System auf „Pause“. Vermutlich bin ich zu intelligent dafür.
Immerhin besitze ich drei intelligente Epiliergeräte. Deren Intelligenz besteht darin, feinste Härchen schon im pränatalen Wachstum zu erspüren, die Haarwurzel herauszusaugen und auf ewig zu zerstören. Das ist so enorm intelligent, dass sich die Geräte aufgrund ihrer eigenen Intelligenz für die Zukunft außer Kraft setzen würden, würde ich sie benützen. Da die Geräte aber intelligenter als ich sind, -liegen sie rum, während ich der guten Nassrasur viel -Positives abgewinnen kann. Traurig nur, dass in meinem Haushalt Berge an Intel-ligenz brachliegen.
Wäre ich selbst intelligente Erfinderin von intelligenten Geräten, würde ich eine intelligente Kinder-&-Männer-Säuberungsmaschine erfinden. Mit vollintegriertem Haarschneider, Entrotzer und Nagelschmutzrand-Entferner. Man wirft Kind oder Mann – am besten zusammen – oben rein, danach rotiert das Gerät, erzeugt blubbernde und saugende Geräusche, während man selbst ein gutes Buch lesen kann. Am Ende des Vorgangs spuckt die Maschine Mann und Kind – keim-, rotz- und schmutzfrei – wieder aus. Und das Beste: Die können sich an nichts erinnern! Muss ich haben!

IHRE HERAUSGEBERIN,  

Bild uschi signature.bmp
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