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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 30.08.2014

Yoga-Anfänge, Umbrüche und die Sache mit Ende August

Was hat Yoga mit den Umbrüchen in meinem Leben zu tun? Oder: Wie alles anfing zwischen Yoga und mir.

Ende August - meine persönliche Zeit der Umbrüche. Oft nehmen sie die Form von Umzügen an: August 2001 Umzug aus den USA zurück nach Wien, um mein Studium abzuschließen. August 2002 Umzug innerhalb Wiens. August 2004 Umzug nach Tschechien, um dort an der Uni zu unterrichten. August 2005 Umzug innerhalb der kleinen Universitätsstadt an der Elbe. August 2006 Umzug zurück nach Wien. Ein kurzes Zwischenspiel, denn im August 2007 steht schon der Umzug nach Brüssel zur Europäischen Kommission an. August 2011 dann das One-Way-Ticket nach Costa Rica. August 2013, nach einem Sommer zurück in Wien fast wieder Umzug, diesmal nach Ecuador. Aber dazu ist es nie gekommen. Ich bin zum ersten Mal geblieben, hier in Wien. 2014, also dieser Tage ist es jetzt aber wieder soweit. Allerdings ein bisserl weniger exotisch. Ich ziehe vom 12. in den 14. Bezirk um.

 

Mir ist jetzt allein beim Schreiben des obigen Absatzes schwindelig geworden und ich frage mich, was mich all die Jahre so getrieben hat? Und noch etwas anderes: Warum hat sich das ganze Hin- und Her eigentlich nie wirklich anstrengend angefühlt, sondern einfach nur richtig? Etwas zieht sich durch diese Zeit hindurch. Und das ist ein neu erwachtes Körperbewusstsein, das über die Jahre immer feiner geworden ist und wird. Es hat mir verlässlich geholfen, Lebensentscheidungen zu Treffen, kleine und größere.

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Umbrüche und Umzüge hin oder her - die Yoga-Pause zwischendurch schenkt am Ende mehr Zeit (Energie), als sie kostet.

Yoga hat dabei massgeblich mitgespielt. Angefangen hat alles 2001, als ich es zum ersten Mal am Wellesley College in den USA ausprobiert habe. Eine Freundin hat mich damals zum Kurs mitgeschleppt. Und ich bin ihr bis heute dankbar dafür. Zweimal in der Woche eine kleine Verschnaufpause vom Leistungswahnsinn an der Eliteuni. Und doch war es mehr als das. Jeder der schon mal den Genuss der Endentspannung (Savasana) im Yoga erfahren hat, kennt das selige Gefühl des Loslassens, das uns tiefer regenerieren kann, als alles andere.

 

Nun, das war mein Strohfeuer mit Yoga. Es hat mir erste Werkzeuge in die Hand gegeben. Für eine dauerhafte Beziehung war ich damals aber noch nicht bereit. Erst mehrere Jahre später, in Brüssel, kam Yoga zufällig wieder verstärkt in mein Leben. Während eines Urlaubs auf Rancho Margot in Costa Rica im gleichen Jahr war dann klar: Diesmal war ich bereit für die bisher längste Beziehung meines Lebens.

 

 

 

Rancho Margot in Costa Rica
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Rancho Margot im Regenwald von Costa Rica
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Yoga Plattform umgeben von Regenwald
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Yoga Plattform Rancho Margot
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Yoga inmitten der Natur wirkt besonders tief und reinigend.
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Blick vom Mirador der Ranch - Vulkan Arenal spendet kraftvolle Energie

Wie in jeder Beziehung verändert sich das Verhältnis mit der Zeit, es gibt Krisen, Höhen und Tiefen, man verliebt sich mal in jemand anderen bzw. in diesem Fall in eine andere Praxis, lotet aus, hinterfragt, gibt sich hin. Aber jetzt erst mal zurück zu den Anfängen.

 

Was ich für mich ausschlaggebend war:

Der passende Lehrer / die passende Lehrerin. Den oder die findet man vielleicht nicht beim ersten Mal. Daher mein Rat, falls die erste Yoga-Stunde nicht überzeugt hat, probier noch ein paar weitere aus. In fast jedem Studio gibt es Schnupperstunden und jetzt im Herbst auch Kennenlernaktionen - wie zB im neu eröffneten Yoga SOL. Es gibt so viele unterschiedliche Yoga-Stile, und auch jede Yoga-Trainerin hat ihren eigenen. Ausprobieren zahlt sich aus!

 

Tipps für die (erste) Yogapraxis:

Iss 2-3 Stunden vor Yoga nichts Schweres. Aber auch nicht mit knurrendem Magen zum Kurs kommen. Du sollst dich wohl fühlen und ausreichend Kraft haben, um dich zu konzentrieren.

Zieh bequeme Kleidung an, in der du dich gut bewegen kannst. Eventuell Socken für die Endentspannung mitnehmen. Beim Üben zieh sie lieber aus, da du dann einen besseren Stand und Kontakt zum Boden hast.

Während der Stunde konzentrierst du dich auf dich. Vergleiche mit anderen sind müßig und behindern dich meist in deiner Praxis. Idealerweise weißt du nach der Stunde nicht, was jemand anderer angehabt hat

Du, beziehungsweise dein Körper wissen was dir gut tut und was nicht. Vertraue auf ihn. Wenn sich etwas falsch anfühlt, mach es nicht. Dein Köper braucht wahrscheinlich noch Zeit. Gib sie ihm.

Und das Wichtigste zum Schluss: Lass den Wettbewerb, den Leistungsgedanken in der Umkleide. Geniesse deine Yoga-Praxis! Du wirst merken, wieviel Kraft dir das gibt!

In diesem Sinne, viel Freude beim Üben!

 

Falls du deine eigenen Yoga-Anfangserfahrungen mit mir teilen möchste, würde ich mich freuen, wenn du mir schreibst.

Bei Fragen, einfach melden!