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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 14.09.2014

Ein völlig unaufgeregter Sonntag

– und warum ich ihn so genieße.

Ein verregneter Sonntag....nachdem ich am Vorabend recht spät aus dem Burgenland zurück nach Wien gekommen bin, wache ich überraschend früh auf....fühle mich ausgeschlafen....und habe keinen Plan. Wochenende. Normalerweise gehe ich am Sonntag Vormittag 5 Rhythmen tanzen. Heute habe ich wenig Lust, sobald nach dem Aufwachen wieder außer Haus zu gehen...und unter viele Menschen, die ich zwar furchtbar gerne mag. Aber heute habe ich Lust, ein bisschen für mich zu sein. Ich schreibe, mache ein paar Sonnengrüße, koche mir Tee.... Laufen? Nein. Yoga? Mmmm, no. Brei mit Früchten? Mmmmm....ja! Wenn es draußen kühl und nass wird, hat mein Körper am Morgen keine Lust mehr auf leckere grüne Smoothies. Er will etwas Warmes. Ein wohliges Gefühl breitet sich in meinem Magen aus.... Und jetzt?

 

 

Eine Freundin kommt spontan auf einen Tee vorbei. Danach mache ich mich schließlich doch noch auf und gehe raus. Die Sonne schaut immer wieder mal kurz durch, dann wieder ein bisschen Regen.... Ich fahre in mein „Büro“ in meiner alten Wohnung. In der neuen gibt es noch kein Internet und ich spüre, dass ein paar Dinge zu erledigen sind. Und tatsächlich. Ein paar (erwartete) unerwartete Fragen im Zusammenhang mit dem Yoga-Genuss-Wochenende im Burgenland, das von Freitag bis Sonntag statt finden wird, sind aufgetaucht. Zwei, drei Telefonate und eben so viele e-mails später ist alles geklärt und ich spüre, wie sich Leichtigkeit einstellt. Und die Lust auf Bewegung in der Natur.

Ich habe wohlweislich meine Laufsachen mit gebracht. Der Schönbrunner Schlosspark ist keine 5 Minuten entfernt. Und es hat aufgehört zu regnen. Die Temperaturen sind perfekt zum Laufen. Nicht zu warm und auch nicht kalt. Ich laufe die langen Alleen entlang, ein paar kleine Wege, dann rauf zur Gloriette und drehe meine Runden im waldigen Teil des Parks. Es gehen mir zuerst noch viele Gedanken durch den Kopf, aber die vielen Nacktschnecken auf der feuchten Erde erfordern echte Konzentration.... Auf dem Weg zum Ausgang treffe ich zufällig auf meinen zweijährigen Neffen, Robin und seine Mama. Wenn Wien ein Dorf wird!

 

 

Zurück daheim mache ich mich ans Kochen....nehme mir Zeit...genieße. Dann lese ich noch ein bisschen....Deva Premal's Embrace läuft im Hintergrund, ein Kerzerl brennt. Ich fühle mich wohl.

 

So ein völlig unaufgeregter Sonntag.... Früher hätte ich die Krise gekriegt, geglaubt, ich verpasse etwas. Oder ich hätte mich selber geschimpft, weil ich auch an einem Sonntag etwas 'arbeite'.

 

Heute bin ich einfach meinem Gefühl und meinem Körper gefolgt. Habe mir die Zeit dafür genommen zu spüren, was ich brauche, was ansteht. Und die Ruhe und Zufriedenheit, die ich gerade spüre, zaubern mir ein Lächeln.

 

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