Loading…

Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 21.02.2015

Berauschend schön.

Oder: Stehen bleiben, Strömung spüren – ein Tanzwochenende mit Michael Molin Skelton.

Samstag Abend, Tag zwei des Soul Motion Tanzworkshops mit Michael Molin Skelton aus den USA im Tanzatelier in der Neustiftgasse. Nach einem heißen Bad mit Entspannungsölen fühlt sich mein Körper wieder einigermaßen geschmeidig an, auch wenn sich der Muskelkater an einigen Stellen deutlich rührt.... Mein Kopf ist angenehm leer. Tanzen mit Michael wirkt bis in die tiefsten Schichten..... Und nach zwei Tagen stellt sich das Nicht-mehr-denken-müssen-Gefühl ein. Nicht nur auf der Tanzfläche. Aber auch dort. Der Körper bewegt sich zur Musik, als müsste ich gar nichts mehr dazu tun. Ich beobachte ihn dabei und denke mir manchmal, wo dieser oder jener Move plötzlich her kommt. Und dann ist er auch schon wieder vorbei und der nächste kommt.... Mein Körper beginnt seine eigene Sprache zu sprechen.... Und ich höre ihm fasziniert zu. Gebe mich hin. Danke Yoga für die Körperspannung und Kraft, und dem Laufen für die Ausdauer.

 

 

Über den Körper, den Tanz, die Musik und die Energie der Gruppe, die hier zusammen gekommen ist, erlebe ich Höhen und Tiefen, bewege mich mal schnell, mal ganz langsam, mal alleine, dann wieder 'in communion'.... Ich experimentiere und fühle mich geborgen. Die Praxis ist facettenreich und vielschichtig und dabei doch so einfach! Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich das Tanzen liebe?!?

 

Bild 5R 2.jpg
© IRma LeKlerk

Anyway, eine Übung heute hat mich zum Nachdenken gebracht. Es ging ums Innehalten. Mitten im Tanz einfach mal anzuhalten, den Körper zu spüren, zu erden. Auch oder gerade wenn sich rundherum alles dreht und bewegt und der Rhythmus einen mitreißt. Und dann von dieser Stelle wieder einzutauchen ins Tun und die Bewegung. Ich habe gemerkt, wie schwer es mir zuerst gefallen ist, stehen zu bleiben. Ich wollte nichts verpassen. Keinen Beat! Hm, das kommt mir aus meinem Alltag nur allzu bekannt vor! Und dabei hat mir erst das Stehenbleiben ein neues Erlebnis ermöglicht: Es ist ganz schön berauschend, mal mitten im Strom einfach da zu stehen und die Strömung zu spüren!

 

Frei nach dem Motto 'as on the dancefloor so in life' werde ich diese Übung nächste Woche ganz bewusst machen. Jeden Tag. Mindestens drei mal. Stehen bleiben. Körper spüren. Fünf Atemzüge. Und weiter geht’s. Wenn die Wirkung nur halb so gut ist, wie heute auf der Tanzfläche, bleibe ich dabei!

 

Der Soul Motion Workshop mit Michael Molin Skelton an diesem Wochenende ist übrigens der Auftakt für eine Trilogie: Dieses Jahr kommen alle drei Master-Teacher dieser Conscious Dance Practice nach Österreich – Vinn Arjuna Marti, der Entwickler von Soul Motion, im Juni und Zuza Engler im August. Ein echter Treat für alle Tanzinteressierten. Mehr dazu und noch viele weitere Infos zu Soul Motion in Österreich gibt's auf der Soulrhythms Website von Martin Steixner und Romana Tripolt.

 

So, und ich gönne meinem Körper heute ausgiebigen Schlaf – denn morgen wird er sich garantiert mehr bewegen als still stehen!

 

 

Mehr zu Julia Schweiger und YOGAJU.