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Fashion | 30.05.2022

Warum Rolex zu den teuersten Uhrenherstellern der Welt gehört

15 Millionen Euro – so hoch war der Verkaufspreis der Rolex aus dem Nachlass von Paul Newman. Solch ein Preis ist sicher eine Ausnahme, doch die Preise für die mythenumrankten Luxusuhren aus der Schweiz erreichen nach wie vor schwindelerregende Höhen. Nicht selten werden für manche Rolex-Uhren fünf- bis sechsstellige Summen gezahlt. Was sind die Gründe? Was macht eine Rolex so teuer? Wir erklären in diesem Artikel das Geheimnis hinter Rolex.

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Photo by Ern Gan on Unsplash: https://unsplash.com/photos/3vSGyBo8_pU

Hohe Nachfrage bestimmt den Preis

Die Nachfrage nach Klassikern wie die Rolex Submariner ist ungebrochen. In den letzten fünf Jahren stiegen die Preise ständig, da Luxusuhren in Zeiten von Null-Zinsen zunehmend als Investitionsobjekt wahrgenommen wurden. Dazu kommt, dass Rolex als Hersteller die eigene Produktion deckelt.

 

Die exorbitanten Preise, die Sammler oder Investoren für die Uhren ausgeben, liegen also vor allem in der hohen Nachfrage und dem relativ geringen Angebot begründet. Der “Hunger” des Marktes nach Rolex-Klassikern, aber auch nach limitierten Sondermodellen ist schlichtweg unersättlich.

Darum ist eine Rolex so teuer

Ist es also nur der “Hype” um eine Uhr, die eine Rolex so teuer macht? Betrachtet man die Luxusuhren des Schweizer Unternehmens genauer, erkennt man, dass es in der Tat noch weitere handfeste Gründe gibt, welche diese Uhren so wertvoll machen.

Herstellung in Handarbeit

Die Herstellung mechanischer Uhren, die einen hohen Anspruch erfüllen sollen, ist grundsätzlich teuer und aufwendig. Rolex gehört überdies zu den sogenannten Manufaktur-Marken: Die Uhren werden also immer noch ausschließlich von Hand zusammengebaut. Die automatischen Uhrwerke aus dem Hause Rolex sind zudem für ihr präzises Laufverhalten berühmt. Man spricht also nicht ohne Grund von der hohen Schweizer Uhrmacherkunst.

Und da sind wir schon beim nächsten Punkt: Die Produktionsstätte von Rolex befindet sich in der Schweiz, die als eines der Länder mit den höchsten Lohnkosten der Welt gilt. Es versteht sich von selbst, dass eine Rolex deshalb einen anderen Preis hat als eine Uhr, die in einer Fabrik in Fernost hergestellt wurde.

Hochwertige Materialien

Rolex verwendet für seine Uhren sehr hochwertige Materialien. So kommen für die Zifferblätter meist Weißgold zum Einsatz. Die Zahlen werden aus sandgestrahltem Platin gefertigt. Natürlich wirkt sich das auf den Endpreis aus.

Und beim Stahl geht das Schweizer Unternehmen sogar noch einen Schritt weiter: Verwendet wird nur der sogenannte 904L-Stahl. Bei vielen Luxusuhren wird der ohnehin schon hochwertige 316L-Stahl zur Verarbeitung verwendet. Der 904L-Stahl ist noch härter und macht die Rolex-Uhren glänzender und eben auch teurer.

Strenge Qualitätskontrollen

Rolex Firmenpolitik ist aufwendig und kostenintensiv – deshalb werden auch nur 800.000 Uhren pro Jahr hergestellt. Für jede einzelne Uhr wird ein enormer Kontrollaufwand betrieben. Die Edelsteine müssen etwa präzise auf die vorgegebene Position im Millimeterbereich gelegt werden. Weicht die Position nur um ein Viertel der Dicke eines menschlichen Haares ab, wird die Uhr aussortiert.

Legendenstatus

Rolex gilt als eine Uhr mit Legendenstatus. Aber warum eigentlich? In der Tat wurden die Uhren bei vielen Weltrekorden oder unter Extrembedingungen getragen. So begleiteten Oyster-Armbanduhren die Abenteurer bei der ersten Überfliegung des Mount Everest im Jahr 1933. Sie konnten in über 10.000 m Höhe extremen klimatischen Bedingungen standhalten.

Auch im Zweiten Weltkrieg waren die wasserdichten Rolex-Modelle bei den britischen Kampfjetpiloten im Einsatz. Rolex-Gründer Hans Wilsdorf widmete ihnen darauf eine eigene Uhrenkollektion. Die Air-Tiger und Air-King wurden speziell für Piloten der Luftschlacht um England entwickelt.

Fazit

Die Gründe für den hohen Preis von Rolex-Uhren liegen einerseits an der aufwendigen und kostenintensiven Herstellung. Andererseits wird der Preis vom Legendenstatus und der hohen Nachfrage beeinflusst.